Hüsch, Hanns D.
- Lebensdaten
- 1925 – 2005
- Geburtsort
- Moers
- Sterbeort
- Windeck-Werfen (Bergisches Land)
- Beruf/Funktion
- Kabarettist ; Liedermacher ; Schriftsteller ; Kinderbuchautor ; Synchronsprecher ; Schauspieler ; Moderator ; Librettist ; Komponist ; Musiker
- Konfession
- evangelisch-reformiert
- Normdaten
- GND: 118953869 | OGND | VIAF: 17351408
- Namensvarianten
-
- Hüsch, Hanns Dieter
- Hüsch, Hanns D.
- Hüsch, Hanns Dieter
- Hüsch, H. D.
- Hüsch, Hans-Dieter
- Hüsch, Hanns D.
- Hüsch, Hans D.
- Hüsch, Hans Dieter
- Hüsch, Hanns-Dieter
- Hüsch, Hanns Diether
- Hüsch, Hans-Diether
- Hüsch, Hans Diether
- Hüsch, Hanns-Diether
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- Mey, Reinhard
- Neuss, Wolfgang
- Nuhr, Dieter
- Oswald, Karlheinz
- Pankarz, Jürgen
- Reichow, Lars
- Richling, Mathias
- Ruge, Helmut
- Schinner, Norbert
- Stählin, Christof
- Sting, Kai Magnus
- Süverkrüp, Dieter
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- Toller, Ernst
- Tucholsky, Kurt
- Wader, Hannes
- Walter, Guy
- Wecker, Konstantin
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-
Hüsch, Hanns Dieter
1925 – 2005
Kabarettist, Liedermacher
Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch, der auch als Liedermacher, Rundfunkmoderator, Autor und Schauspieler tätig war, brachte als Vertreter eines literarisch-philosophischen Kabaretts von 1947 bis 2000 mehr als 70 Programme auf die Bühne. In diesen verband er Humor mit Gesellschaftskritik, Poesie, niederrheinischer Mentalität und einem undogmatischen christlichen Glauben.
Lebensdaten
Hanns Dieter Hüsch, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC) -
Autor/in
→Gerd Laudert (Walsrode)
-
Zitierweise
Laudert, Gerd, „Hüsch, Hanns D.“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118953869.html#dbocontent
Jugend und Anfänge als Kabarettist und beim Rundfunk
Hüsch wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen in Moers am Niederrhein auf, seit 1935 bei Verwandten; eine angeborene Behinderung und der frühe Tod der Mutter prägten seine Kindheit. 1943 legte er am Moerser Gymnasium das Notabitur ab; statt zum Kriegsdienst wurde er als Luftschutzhelfer eingezogen. 1944 studierte Hüsch kurzzeitig Humanmedizin in Gießen, von 1946 bis 1951 ebenfalls ohne Abschluss Theaterwissenschaft, Literaturgeschichte und Philosophie an der Universität Mainz. Hier schloss er sich dem Studentenkabarett „Die Tol(l)eranten“ an und schrieb Texte für die Bühne; 1948 hatte er seinen ersten Soloauftritt.
1951 erfand Hüsch mit „Frieda“ seine erste kabarettistische Kunstfigur, gestaltet nach dem Vorbild seiner Ehefrau Marianne. Mit dem von ihm und Rudolf Jürgen Bartsch (1921–2000) gegründeten studentischen Ensemble „Mainzer Zimmerspiele“ trat er seit 1950 mit literarisch-kabarettistischen Stücken auf. Zum Broterwerb war er zunehmend auch im Rundfunk tätig; beim Südwestfunk in Baden-Baden wurde Hüsch vom Kabarett-Redakteur Guy Walter (1909–1992) maßgeblich gefördert. 1956 gründete und leitete Hüsch das Ensemble-Kabarett „arche nova“. Nach mehreren literarischen Programmen trat er Ende 1959 mit „Carmina Urana. Vier Gesänge gegen die Bombe“ dort erstmals auch als pazifistisch und antifaschistisch engagierter Künstler an die Öffentlichkeit.
Seit 1962 war Hüsch überwiegend als Solokabarettist und Liedermacher tätig, zugleich nahm seine Rundfunkpräsenz zu (Westdeutscher Rundfunk, Saarländischer Rundfunk). Das Mainzer unterhaus wurde seit 1966 zu seiner Hausbühne, die Philicorda-Orgel zu seinem musikalischen Markenzeichen. Mit Franz Josef Degenhardt (1931–2011), Wolfgang Neuss (1923–1989) und Dieter Süverkrup (1934–2025) führte Hüsch im März 1967 im Sendesaal des Saarländischen Rundfunks einmalig das Kabarettprogramm Quartett ’67 auf, in dem die politisch-gesellschaftliche Wirklichkeit der Bundesrepublik satirisch gespiegelt wurde.
Krise und künstlerischer Durchbruch
Ein Eklat bei einem Songfestival 1968 auf Burg Waldeck im Hunsrück, wo Hüsch von linken Protestierenden von der Bühne gebuht wurde, da diese sein Programm als zu unkritisch ansahen, leitete seine künstlerische Neuorientierung und seinen Durchbruch in den 1970er Jahren ein. Im Zentrum von Hüschs Rundfunk- und Fernseharbeit stand fortan die Moderation der kabarettistischen Musiksendung „Gesellschaftsabend“ im Saarländischen Rundfunk (1973–2001). 1975 entwickelte er die skurrile Kunstfigur „Hagenbuch“, einen Spießbürger und Nörgler. Mit kritischer Sympathie für seine niederrheinische Heimat brachte er 1976 erstmals „Das Schwarze Schaf vom Niederrhein“ auf die Bühne. Im ZDF war Hüsch als (Synchron)Sprecher in der Stummfilmadaption „Väter der Klamotte“ (199 Folgen, 1973/86) und als Schauspieler in der Familienserie „Goldener Sonntag“ (1976–1978) tätig.
Insbesondere mit den Programmen „Enthauptungen“ (1970–1972), „Das neue Programm“ (seit 1980) sowie „Und sie bewegt mich doch“ (seit 1984) verwirklichte Hüsch sein literarisch-philosophisches Kabarett, das er auch als existenzielles Kabarett bezeichnete und in dem er sich weiter von Ideologie und Tagespolitik distanzierte. Politisch und christlich geprägt, stellte er Toleranz und Liebe zum Menschen in den Mittelpunkt seines Schaffens. Hüsch wollte sein Publikum zum Lachen und Nachdenken bringen; für ihn zählte weniger das Argument mit dem Ziel der (politischen) Erziehung als vielmehr die emotionale Erschütterung, die durch Poesie ausgelöst werden kann. Seine Texte waren geprägt durch exakte Alltagsbeobachtung, z. B. des kleinbürgerlichen Spießertums, um das Politische im Individuum sichtbar zu machen. Dabei bekannte er sich zu der in Künstlerkreisen umstrittenen Forderung, dass Kunst (auch) helfen müsse.
Hüschs literarische Vorbilder waren neben den Barock-Lyrikern Andreas Gryphius (1616–1664) und Johann Christian Günther (1695–1723) v. a. Heinrich Heine (1797–1856) und Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), Frühexpressionisten wie Klabund (1890–1928) und Ernst Toller (1893–1939) sowie Gottfried Benn (1886–1956), Bertolt Brecht (1898–1956) und Kurt Tucholsky (1890–1935). Seine „Hagenbuch-Texte“ waren von Thomas Bernhard (1931–1989) beeinflusst.
Wandel des Bühnenprogramms und schriftstellerische Tätigkeit
Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau 1985, der neben einer persönlichen auch eine künstlerische Zäsur für Hüsch bedeutete, übersiedelte er 1988 von Mainz nach Köln und veröffentlichte mit „Du kommst auch drin vor“ (1990) seine Autobiografie und mit „Das Schwere leicht gesagt“ (1991) einen weiteren Bestseller mit undogmatisch-christlichen Bekenntnissen. Auf dem Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf 1985 und späteren Kirchentagen präsentierte er, beeindruckt vom Zuspruch v. a. junger Zuhörer, neben kabarettistischen auch christliche, z. T. pointiert kirchenkritische Texte wie „Gott ist aus der Kirche ausgetreten“ (1989). In den 1990er Jahren nahmen Hüschs Auftritte häufig den Charakter von Lesungen an. Mit dem Programm „Wir sehen uns wieder“ beendete er Ende 2000 seine mehr als 50-jährige Bühnenkarriere.
Künstlerisch singulär, als „Mann an der Orgel" heute unzeitgemäß wirkend, mit vielen seiner Texte jedoch hochaktuell, wurde Hüsch in der Kabarett- und Liedermacherszene als Altmeister des literarischen Kabaretts gewürdigt. Als Kollegen auf der Bühne schätzten ihn neben Süverkrüp Dieter Hildebrandt (1927–2013), Reinhard Mey (geb. 1942), Christof Stählin (1942–2015) und Hannes Wader (geb. 1942). Mentor und Vorbild war Hüsch u. a. für Helmut Ruge (1940–2014) und Konstantin Wecker (geb. 1947). Die Bühnenpartner Wendelin Haverkamp (geb. 1947) und Franz Hohler (geb. 1943) gehörten wie der Grafiker Jürgen Pankarz (geb. 1943) zu seinen langjährigen engeren Weggefährten. Künstlerisch beeinflusst wurden von Hüsch u. a. Jürgen Becker (geb. 1959), Erwin Grosche (geb. 1955), Dieter Nuhr (geb. 1960), Lars Reichow (geb. 1964) und Mathias Richling (geb. 1953) sowie jüngere Kabarettisten wie Matthias Brodowy (geb. 1972) und Kai Magnus Sting (geb. 1978).
| 1972 | Deutscher Kleinkunstpreis, Mainz |
| 1977 | Ehrenbürger der Universität Mainz |
| 1978 | Gutenberg-Plakette der Stadt Mainz |
| 1980 | Preis der Deutschen Schallplattenkritik |
| 1982 | Deutscher Kleinkunstpreis (Ehrenpreis), Mainz |
| 1984 | Ehrenring der Stadt Mainz |
| 1985 | Ehrenring der Stadt Moers |
| 1989 | Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz |
| 1995 | Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor |
| 1998 | Salzburger Stier (Ehrenstier) für das Lebenswerk |
| 1998 | Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland |
| 1999 | Prix-Pantheon Sonderpreis, Bonn |
| 1999 | Schirmherr des Kabarettpreises Das Schwarze Schaf, Niederrhein |
| 2000 | Ökumenischer Predigtpreis, Bonn |
| 2005 | Hanns-Dieter-Hüsch-Weg, Mainz |
| 2005 | Stern der Satire auf dem Walk of Fame des Kabaretts, Mainz (Onlineressource) |
| 2007 | Hanns-Dieter-Hüsch-Platz, Moers (Onlineressource) |
| 2010 | Hanns-Dieter-Hüsch Bildungszentrum, Moers |
| 2010 | Gedenktafel, Windeck-Herchen (Onlineressource) |
| 2010 | Freundeskreis Hanns Dieter Hüsch e. V. |
| 2022 | Dauerausstellung im „Haus der Demokratiegeschichte“, Moers |
| 2025 | zahlreiche Veranstaltungen zum 100. Geburtstag Hüschs, u. a. in Moers, Mainz, Basel, Zürich, Düsseldorf, Duisburg, Bonn, Köln und München |
Nachlass:
Familienbesitz. (Rechteinhaberin Christiane Hüsch-von Aprath)
Teilnachlass:
Stadtarchiv und Dauerausstellung, Moers. (Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Notizbücher, Manuskripte, persönliche Objekte)
Weitere Archivmaterialien:
Deutsches Kabarettarchiv, Mainz. (Dokumentensammlung) (weiterführende Informationen)
Stadtarchiv Mainz, NL 204. (Arche Nova und Mainzer Zimmerspiele) (weiterführende Informationen)
Gedruckte Quelle:
Du kommst auch drin vor. Gedankengänge eines fahrenden Poeten, 1990, 81995, Neuaufl. 2008, Neuaufl. 2017. (Autobiografie)
Programme:
Chansons, Gedichte und Geschichten, 1948. (Soloprogramm)
Das literarische Klavier, 1954. (Soloprogramm)
Carmina Urana, Ensemble arche nova, 1960.
Chansons, Gedichte und Geschichten, 1962. (Soloprogramm)
Da habt ihr es! Quartett mit Franz J. Degenhardt, Wolfgang Neuss, Dieter Süverkrüp, 1967.
Eine schöne Gesellschaft, 1968. (Soloprogramm)
Enthauptungen, 1970. (Soloprogramm)
live – 25 Jahre, 1973. (Soloprogramm)
Das schwarze Schaf vom Niederrhein, 1976. (Soloprogramm)
seit 1948, 1978. (Soloprogramm)
Hagenbuch und die Musik, 1980. (mit Band)
Das neue Programm, 1981. (Soloprogramm)
Der Fall Hagenbuch, 1984. (Soloprogramm mit Bigband)
Und sie bewegt mich doch! 1984. (Soloprogramm)
Am Niederrhein, 1986. (Soloprogramm)
40 Jahre unterwegs, 1988. (Soloprogramm)
Feine Komödien – Feine Tragödien, 1990. (Soloprogramm)
Literarisch-Kabarettistische Duette mit Wendelin Haverkamp, 1993.
Hüsch. Ein neues Kapitel, 1993. (Soloprogramm)
Meine Geschichten, 1994. (Soloprogramm)
Hanns Dieter Hüsch trifft Franz Hohler, Kabarettistische Meisterstücke, 1996.
Sag ma nix. Niederrheinische Geschichten, 1997. (Soloprogramm)
Wir sehen uns wieder, 1998. (Soloprogramm)
Schriften:
Frieda auf Erden. Geschichten, die keine Geschichte machen. Mit Zeichnungen v. Fredy Sigg, 1959, 42011.
carmina urana. 4 gesänge gegen die bombe. Mit Zeichnungen v. Jürgen von Tomëi, 1964.
Archeblues und andere Sprechgesänge. Mit Illustrationen v. Jürgen von Tomëi, 1968.
Freunde, wir haben Arbeit bekommen! Die neuen Lieder, 1968.
Da habt ihr es! Stücke und Lieder für ein deutsches Quartett. Von Franz Josef Degenhardt, Wolfgang Neuss, Hanns Dieter Hüsch und Dieter Süverkrüp. Mit Illustrationen von Eduard Prüssen, 1968, 112.–114. Tsd. 1983.
Enthauptungen. Mit Fotos v. Klaus Hennch, 1971.
Den möcht’ ich seh’n. Mit einem Nachwort v. Jürgen von Tomëi, 1978, 21982.
Hagenbuch hat jetzt zugegeben & andere Rede- und Schreibweisen, 1979, 31983.
Der Fall Hagenbuch, 1983.
Das schwarze Schaf vom Niederrhein. Texte und Lieder vom flachen Land, 1983, 91995, Neuaufl. 2025.
Das Schwere leicht gesagt, hg. v. Uwe Seidel, 1991, 71997, Neuaufl. 2018.
Wir sehen uns wieder. Geschichten zwischen Himmel und Erde, 1995, Neuaufl. 1997.
Hanns Dieter Hüsch/Uwe Seidel, Ich stehe unter Gottes Schutz. Psalmen für Alltage, 1996, 132014.
Ein gütiges Machtwort. Alle meine Predigten, 2001, 42012.
Texteditionen:
Auf der Suche nach dem Gemüt, hg. v. Georg Bungter, Illustrationen v. Jürgen Pankarz, 2002.
Zugabe. Unveröffentlichte Texte aus fünf Jahrzehnten, hg. v. Georg Bungter. Illustrationen v. Jürgen Pankarz, 2003, 22004.
Georg Bungter/Jürgen Pankarz (Hg.), Der Große Hüsch. Das Beste aus 33 Büchern, 2 Bde., 2011.
Nikolaus Schneider (Hg.), Hanns Dieter Hüsch. vergnügt, erlöst, befreit, 2016.
Okko Herlyn (Hg.), Ein Glück, dass es den Himmel gibt. Psalmen, Gebete und geistliche Gedanken von Hanns Dieter Hüsch, 2025.
Gesamtedition der literarischen Werke:
Hanns Dieter Hüsch, Das literarische Werk, hg. v. Helmut Lotz, Bd. 1–8, 2015–2018. (Die poetischen / kabarettistischen / politischen / christlichen Texte / Die Niederrhein-Texte / Die Hagenbuch-Texte / Die autobiografischen Texte / Die Interviews)
Schallplatten und CDs:
Chansons, 1963. (EP)
Typisch Hüsch. Politische Lieder und Texte, 1970. (LP)
Enthauptungen, 1971. (Doppelalbum)
Eine schöne Gesellschaft, 1972. (LP)
Das schwarze Schaf vom Niederrhein, 1978. (Doppelalbum, 1988 Doppel-CD)
Das Lied vom runden Tisch. Acht Lieder & sechs Texte, 1980. (LP)
Das neue Programm, 1981. (Doppelalbum und 1995 auch als Doppel-CD)
Und sie bewegt mich doch! Das etwas andere Kabarett des Hanns Dieter Hüsch, 1986. (Doppelalbum, 1995 Doppel-CD)
40 Jahre unterwegs, 1990. (Doppelalbum, 2001 Doppel-CD)
Feine Komödien – Feine Tragödien, 1991. (Doppelalbum u. Doppel-CD)
Ein neues Kapitel. Das 53. Programm von Hanns Dieter Hüsch, 1994. (Doppel-CD)
Quartett ’67. Mit Franz Josef Degenhardt, Wolfgang Neuss und Dieter Süverkrüp, 1996. (Doppel-CD)
Hanns Dieter Hüsch trifft Franz Hohler. Kabarettistische Meisterstücke, 1997. (CD)
Kabarett-Chansons der frühen Jahre, 1999. (CD)
Hanns Dieter Hüschs Gesellschaftsabend. Mit Walter Hedemann, Dieter Hildebrandt, Hans Scheibner, Lore Lorentz, Elke Heidenreich, Volker Pispers, Horst Schroth, Joana, Franz Hohler, Lars Reichow und Konstantin Wecker, 2000. (Doppel-CD)
Wir sehen uns wieder, 2000. (Doppel-CD)
Zugabe [Unveröffentlichte Texte]. Mit Elke Heidenreich, Jürgen Becker, Dieter Hildebrandt, Franz Hohler, Reinhard Mey, Dieter Nuhr und Bernd Schroeder, 2005. (CD)
Hüsch. Sieben Kabarettprogramme aus drei Jahrzehnten. Fernsehaufnahmen von 1977 bis 1999, 2015. (3 DVDs)
Hüsch & Hildebrandt. Hanns Dieter Hüsch und Dieter Hildebrandt im „Scheibenwischer“ 1980–2001, 2020. (DVD)
Hüsch. Das schwarze Schaf vom Niederrhein, Der Fall Hagenbuch, Gegengesänge, 2020. (DVD)
Monografien:
Elke Frühling, Hanns Dieter Hüsch. Ein Mainzer Kabarettist, 1983.
Bernd Schroeder, Hanns Dieter Hüsch hat jetzt zugegeben … Eine Collage, 1985.
Martin Buchholz, Was machen wir hinterher? Hanns Dieter Hüsch. Bekenntnisse eines Kabarettisten, 2000, 22005. (mit CD)
Georg Schwikart, Hanns Dieter Hüsch. Wie der Kabarettist den lieben Gott zum Schmunzeln brachte, 2010, aktual. Neuausg. 2016. (L, P)
Michael Welke, Der Kabarettist als literarischer Orator. Produktions- und rezeptionsästhetische Strategien im Werk des literarischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch, 2010.
Gerd Laudert, Der fahrende Poet. Hanns Dieter Hüsch 1925–2005. Mit einem Vorwort v. Konstantin Wecker, 2022.
Sammelbände, Aufsätze und Beiträge:
Rudolf Jürgen Bartsch, Der Kabarettist als Lyriker. Lobrede eines Freundes, in: Stefanie Mittenzwei/Bernd Weisbrod (Hg.), Hüsch. Und fordere mich nochmal zum Tanz. Ein literarisch-fotografisches Portrait, 1989, S. 30–36.
Matthias Thiel, Ein halbes Jahrhundert „Kabarett auf eigene Faust“. Hanns Dieter Hüsch zum 50. Bühnenjubiläum, in: MAINZ. Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 1997, H. 4, S. 58–62.
Jürgen Kessler (Hg.), Hanns Dieter Hüsch. Kabarett auf eigene Faust, 1997, aktual. Ausg. 2000. (W, P)
Reinhard Mohr, Nathan der Leise, DER SPIEGEL 18 v. 30.4.2000. (Onlineressource)
Jürgen Schmude/Wilhelm Brunswick (Hg.), „Untersteht euch – es wird nix gemacht!“ Hanns Dieter Hüsch zum 80sten, 2005.
Hanns Dieter Hüsch: „Hass ist nicht mein Brot“, in: Wolfgang Bittner/Mark vom Hofe (Hg.), Ich mische mich ein. Markante deutsche Lebensläufe, 2006, S. 149–158.
Bernd Elmar Koziel, „Wir sehen uns wieder“. Narrative Eschatologie bei Hanns Dieter Hüsch, in: Geist und Leben 83 (2010), H. 5, S. 339–360.
Nachrufe und Gedenkschriften:
Franz Hohler, Nachruf auf den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch, in: Echo der Zeit, Radio DRS 1 v. 6.12.2005.
Patrick Bahners, Ein Himmelsorganist. Zum Tod von Hanns Dieter Hüsch, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 6.12.2005.
Jochen Reineke, Auf die altmodische Weise, in: DIE ZEIT v. 7.12.2005.
Henryk M. Broder, Bei ihm lernte ich, Realität als Parodie zu lesen, in: DIE WELT v. 6.5.2015.
Jürgen Kessler, Und sie bewegt dich noch! Ein Bühnenstück für Hanns Dieter Hüsch, 2015.
Malte Leyhausen (Hg.), Hanns Dieter Hüsch zum 100. Geburtstag. Erinnerungen von Freunden und Bewunderern, 2025.
Lexikonartikel:
Michael Koetzle, Art. „Hüsch, Hanns Dieter“, in: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, hg. v. Heinz Ludwig Arnold, 1985, S. 1–17. (Loseblattwerk)
Matthias Henke, Art. „Hüsch, Hanns Dieter“, in: ders., Die großen Chansonniers und Liedermacher, 1987, S. 118–122.
Klaus Budzinski/Reinhard Hippen, Art. „Hüsch, Hanns Dieter“, in: dies., Metzler Kabarettlexikon, 1996, S. 157 f. (W, P)
Dokumentarfilm:
Die Akte Hüsch. Porträt eines reisenden Poeten. Von Tom Michel/Alexander Wasner, SWR 2000. (Onlineressource)
Ausstellungen:
Hanns Dieter Hüsch-Abteilung, Dauerausstellung im Haus der Demokratiegeschichte, Altes Landratsamt der Stadt Moers, seit 2022. (weiterführende Informationen)
Freiheit! Das „Studio 45“ und der kulturelle Neubeginn 1945, Ausstellung im Grafschafter Museum im Moerser Schloss, Moers 2025. (weiterführende Informationen)
Freundeskreis Hanns Dieter Hüsch e.·V.
Hanns Dieter Hüsch, in: Deutsches Kabarettarchiv.
Moritaten v. Hanns Dieter Hüsch, SWR, Abendschau v.·31.12.1960, in: ARD Mediathek.
Kabarett Klassiker. Hanns Dieter Hüsch, SR, Unterhaltung·&·Comedy v.·2.4.2024, in: ARD Mediathek.
Zeitreise. 100.·Geburtstag v. Hanns Dieter Hüsch, Das Morgenmagazin v.·6.5.2025, in: ARD Mediathek.
Stefan Keim, Moers erinnert an Hanns Dieter Hüsch, in: WDR·4, Ausgehen v.·10.9.2025.
Fotografien v. Felicitas Timpe (1923–2006), 1970–1986, Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, München.
Fotografien v. Bernd Weisbrod (geb. 1952), vor 1989, Abbildungen in: Stefanie Mittenzwei/Bernd Weisbrod (Hg.), Hüsch. Und fordere mich nochmal zum Tanz. Ein literarisch-fotografisches Portrait, 1989, u. a. S. 3, 35, 37, 42 f., 52 u. 66.
Fotografie v. Willi Kraus (geb. 1959), ca. 1989, Abbildung in: Jürgen Kessler (Hg.), Hanns Dieter Hüsch. Kabarett auf eigene Faust, 1997, S. 191.
Fotografie v. Paul Maaßen (geb. 1955), ca. 1990, Abbildung in: Jürgen Wichmann (Hg.), Hanns Dieter Hüsch. Ich möcht ein Clown sein, 2002, S. 109.
Fotografien v. Norbert Schinner (1947–2004), ca. 1994/95 u. 2000, Abbildungen in: Jürgen Schmude/Wilhelm Brunswick (Hg.), Hanns Dieter Hüsch zum 80sten, 2005, S. 137 u. 165.
Grafik v. Jürgen Pankarz (geb. 1943), 1997, Abbildung in: Jürgen Kessler (Hg.), Hanns Dieter Hüsch. Kabarett auf eigene Faust, 1997, S. 133.
Bronzebüste und Bronzeplastik v. Karlheinz Oswald (geb. 1958), 2015. (weiterführende Informationen)