Lebensdaten
gestorben 1920
Geburtsort
Rombach bei Aarau
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Literaturhistoriker ; Dichter
Konfession
reformierte Familie
Normdaten
GND: 116782544 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frey, Gustav Adolf
  • Frey, Adolf
  • Frey, Gustav Adolf

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Zitierweise

Frey, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116782544.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Jakob (1824–75), Volksschriftsteller u. Redaktor in A., Bern u. Basel (s. ADB VII), S d. Kleinbauern Melchior u. d. Maria Hunziker;
    M Rosina (1830–90), T d. Gastwirts u. Bez.Amtmanns Sam. Hunziker in Kulm;
    B Alfred s. (2), Emil (1855–95), Dir. d. Schweizer. Rentenanstalt, Gründer d. Volksversicherung;
    1883 Lina (1853–1942), Dr. phil., T d. Ing. Hermann Beger in Offenburg/Baden; kinderlos.

  • Leben

    Mit einer Arbeit über Albrecht von Haller doktorierte F. 1878 in Bern; nach Aufenthalten in Zürich (wo er seit 1877 mit Gottfried Keller und C. F. Meyer in freundschaftlicher Beziehung stand), Leipzig und Berlin wurde er Deutschlehrer an der Kantonsschule in Aarau und gleichzeitig Privatdozent an der Universität Zürich (bis 1891); hier folgte er 1898 Jakob Bächtold als Ordinarius für deutsche Literaturgeschichte. Seine wissenschaftlichen Arbeiten galten zunächst dem 18. Jahrhundert (Haller, Gessner, von Salis, Lessing), später trat schweizerische Dichtung und Malerei der neueren Zeit in den Vordergrund. Sein akademischer Unterricht, genährt aus der Erfahrung des eigenen dichterischen Handwerks und dem persönlichen Kontakt mit zeitgenössischen Meistern in Literatur und Kunst, hat der jüngeren Kritik, Wissenschaft und Dichtung der deutschen Schweiz nachhaltige Anregung gegeben. Seine aus menschlicher Nähe geschriebenen biographischen Arbeiten haben dokumentarischen Wert. Die eigene Dichtung – mehrere Lyrikbände, darunter ein wichtiger Beitrag zur Mundartdichtung, und 2 historische Romane – steht in der Tradition des Realismus des 19. Jahrhunderts und bezeugt eine feinsinnige sprachlich-technische Könnerschaft.

  • Werke

    W u. a. J. G. v. Salis-Seewis, 1889: Duss u. underm Rafe, Füfzg Schwizerliedli, 1891, 31921;
    Erinnerungen an G. Keller, 1892, 41940;
    Jakob Frey (= Bd. 4 d. ausgew. Werke), 1898;
    C. F. Meyer, s. Leben u. s. Werke, 1900, 41925;
    Arnold Böcklin, nach d. Erinnerungen s. Zürcher Freunde, 1903, 21912;
    Die Kunstform d. Lessingschen Laokoon, 1905;
    Der Tiermaler R. Koller, 1900, 21928;
    Die Jungfer v. Wattenwyl, Roman, 1912, 111924;
    Neue Gedichte, 1913;
    Schweizer Dichter, 1914, 21919;
    Bernhard Hirzel, Roman, 1918;
    Aus Lit. u. Kunst, hrsg. v. Lina Frey, 1932;
    Briefe v. A. F. u. Carl Spitteler, hrsg. v. ders., 1933.

  • Literatur

    A. F.-Buch, hrsg. v. C. F. Wiegand, 1920;
    Lina Frey, A. F., sein Leben u. sein Schaffen, 2 Bde., 1923/25 (Bibliogr., P);
    E. Ermatinger, Dichtung u. Geistesleben d. dt. Schweiz, 1933, S. 689 ff.;
    ders., in: DBJ II, S. 532-35 (u. Tl. 1920, W, L);
    E. Gagliardi, in: Die Univ. Zürich 1833–1933, Festschr., 1938, S. 858 ff.;
    L. Storz, F. Mühlberg, A. F., J. Winteler u. H. Kaeslin, in: Jber. d. Aargau. Kantonsschule, 1955/56;
    Kosch, Lit.-Lex.;
    H. Kaeslin, in: Lb. aus d. Aargau, 1953, S. 424-28 (auch f. V Jakob, S. 411-17);
    Biogr. Lex. d. Aargaus, 1958 (auch f. V Jakob).

  • Autor/in

    Max Wehrli
  • Empfohlene Zitierweise

    Wehrli, Max, "Frey, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 414 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116782544.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA