• Genealogie

    V Ferdinand Gottlob (1751–1839), Kaufmann, Faktor der königlichen Spiegelniederlage Dresden;
    M Joh. Christiane Wilh. Fassold.

  • Leben

    B. besuchte die Universität Leipzig. 1808-12 war er sächsischer Legationssekretär in München und Kassel, 1813 Legationsrat, seit 1824 Geheimer Kabinettsrat im Departement der auswärtigen Angelegenheiten. 1813-15 erwarb er sich neben General Karl Friedrich Ludwig Watzdorf und Friedrich Albert Graf Schulenburg-Klosterroda als Unterhändler Sachsens im Hauptquartier der Verbündeten und auf dem Wiener Kongreß besondere Verdienste und verfaßte mehrere Flugschriften zur Sächsischen Frage. 1830-31 war er an der Ernennung des Prinzen Friedrich August zum Mitregenten und der Ausarbeitung der Sächsischen Verfassung wesentlich beteiligt. Der geistreiche, als Dichter und Übersetzer vielseitig tätige Diplomat war einer der Mittelpunkte des biedermeierlichen Dresden; er wirkte u.a. seit 1827 an der Danteübersetzung des Prinzen Johann mit.

  • Werke

    Ein Wort üb. d. Zukunft Sachsens u. seines Kg.hauses, An meine Landsleute, Juny 1814;
    Zuruf an Sachsens Patrioten, Dez. 1814;
    Wie wurden wir was wir sind?, Mai 1815;
    Britt. Dichterproben, 3 Bde., 1819–27;
    An d. Stände d. Kgr. Sachsen, Febr. 1831;
    Gedichte, 1835.

  • Literatur

    ADB III;
    NND, Jg. 11, 1833;
    Goedeke XIII, 1938, S. 126 (L, W);
    H. Schlechte, F. L. B., ein Diplomat d. sächs. Biedermeier, in: Neues Archiv f. Sächs. Gesch. 61, 1940.

  • Autor/in

    Horst Schlechte
  • Empfohlene Zitierweise

    Schlechte, Horst, "Breuer, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 606 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116493364.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Breuer: Fr. Ludw. B., geb. 1784 zu Dresden, seit 1813 sächsischer Legationsrath im Departement des Auswärtigen und 1833 als Geh. Cabinetsrath gestorben, gehörte während des Wiener Congresses zu den eifrigsten Vertheidigern des gefangenen Königs Friedrich August von Sachsen, in dessen Interesse er mehrere Flugschriften veröffentlichte. Als geschickter Uebersetzer bewies er sich in seinen „Britischen Dichterproben“, 3 Bände, Leipzig 1819—1827.

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Breuer, Ludwig" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 320 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116493364.html#adbcontent

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