Lebensdaten
1892 bis 1935
Geburtsort
Heidelberg
Sterbeort
Erlangen
Beruf/Funktion
Historiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116406682 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brandt, Otto

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Zitierweise

Brandt, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116406682.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus südwestdeutscher Gelehrten- und Pfarrerfamilie;
    V Samuel David Friedrich Ludwig (1848–1938), Herausgeber des Kirchenvaters L. C. F. Lactantius, Schulmann und klassischer Philologe, Geheimer Hofrat in Heidelberg, S des Martin Gottlieb Wilhelm und der Auguste Neustetel;
    M Elisabeth Sabel (1857–1934);
    Kopenhagen 1922 Ebba von Bartholin; 3 S.

  • Leben

    Nach Studien in München, Paris, Berlin und Heidelberg habilitierte sich B. als Schüler von Max Lenz und Hermann Oncken 1919 in Kiel und vertrat hier insbesondere, seinen Schülerkreis stark anregend, die schleswigholsteinische Geschichte. Seine viel beachteten Veröffentlichungen, in denen er auch seine künstlerische Begabung unter Beweis stellte, gehören zu den besten Untersuchungen der modernen Landesgeschichtsschreibung, so vor allem das Buch „Geistesleben und Politik in Schleswig-Holstein um die Wende des 18. Jahrhunderts.“ (1925) und „Caspar von Saldern und die nordeuropäische Politik im Zeitalter Katharinas II.“ (1932). Ein nützliches Handbuch schuf B. in seinem Grundriß „Geschichte Schleswig-Holsteins“. Er rief auch noch das „Handbuch der deutschen Geschichte“ ins Leben, das dann im Auftrag der Deutschen Akademie von A. O. Meyer fortgeführt wurde. B. wurde 1928 Ordinarius in Erlangen, 1931 ordentliches Mitglied der Königlich dänischen Akademie für vaterländische Geschichte und Sprache.

  • Werke

    Weitere W England u. d. Napoleon. Weltpolitik 1800-1803, Diss. Heidelberg 1916 (auch als Buch);
    A. W. Schlegel, Der Romantiker u. d. Politik, 1919;
    Gesch. Schleswig-Holsteins, 1925 (weitere Aufl. nach B.s Tod v. seinem Schüler W. Klüver bearb., 41949, dän. Übers. v. Ebba B., 1926);
    Schleswig-Holsteins Gesch. u. Leben in Karten und Bildern (mit K. Wölfle), 1928.

  • Literatur

    W. Klüver, O. B., 1935 (Bibliogr., P);
    B. Schmeidler, in: Jber. d. Univ.-Bundes Erlangen, 1934/35;
    A. O. Meyer, in: HZ 152, 1935 (P);
    A. Linvald, in: Politiken v. 19.1.1935;
    F. v. Jessen, in: Dagens Nyheder, 19.1.1935.

  • Autor/in

    Alexander Scharff
  • Empfohlene Zitierweise

    Scharff, Alexander, "Brandt, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 533 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116406682.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA