Lebensdaten
1778 bis 1832
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Archangelsk
Beruf/Funktion
Reeder ; Großkaufmann ; Förderer von Schule und evangelischen Kirche in Archangelsk
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135697778 | OGND | VIAF: 50448603
Namensvarianten
  • Brandt, Wilhelm

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Zitierweise

Brandt, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135697778.html [16.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    Die Familie ist aus Pommern nach Hamburg eingewandert;
    V Johann Wilhelm (1736–1800), Makler, S des Kaufmanns Augustin Ludwig und der Susanne Cath. Volckmar;
    M Hanna Magd. (1745–80), T des Kaufmanns Johann Georg Sievers in Hamburg und der Hanna Burmester;
    1) Archangelsk 1803 Elisabeth Wendeline (1788–1826), T des Großkaufmanns Abraham van Brienen und der Dorothea Fürst, 2) Archangelsk 1828 Mary (1804–79), T des Marineoffiziers in russischen Dienst William Crowe und der Anna Marg. Gernet;
    9 S, 1 T aus 1), 2 S aus 2), 8 S Großkaufleute, Robert (1824–87), Maler in Rom.

  • Leben

    In Archangelsk, der Stätte seiner Lehrzeit, gründete B. 1802 ein Kommissionshandelshaus, das er 1813, durch die Kontinentalsperre gezwungen, liquidierte. Die rasch aufgeblühte Firma arbeitete auch mit eigenen|Schiffen. Eine 1810 erbaute Zuckerfabrik, das Rückgrat des Geschäfts, versorgte bald ganz Nordrußland. B. leitete seine Geschäfte 1806-11 und 1816-20 von Hamburg aus. Das seit 1816 bestehende neue Handelshaus trat wie das alte an die Spitze der Importeure des Hafens und besaß bald mit 20 Seglern die größte Hausflotte Archangelsks und Petersburgs. Der Firma gehörten in Archangelsk Sägewerke, Reeperbahnen, eine Essigbrauerei, in Petersburg bestand seit 1827 ein Zweiggeschäft. Als B. starb, erkundeten zwei seiner Schiffe gerade die Handelsmöglichkeiten an der sibirischen Küste. Seit 1825 Kommerzienrat, war er in Archangelsk Generalkonsul für Hamburg, Konsul für Bremen und die Niederlande, im Cholerajahr 1831 Stadthaupt. Um evangelische Kirche und Schule hoch verdient, veranlaßte er 1818 die Union der evangelischen Konfessionen (einzige unierte Gemeinde Rußlands). - Die Firmen seiner Söhne, die sich 1848 trennten, blühten in Rußland z. T. bis 1917.

  • Literatur

    L E. Amburger, Die Fam. B., 1937 (P).

  • Autor/in

    Erik Amburger
  • Empfohlene Zitierweise

    Amburger, Erik, "Brandt, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 533 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135697778.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA