Lebensdaten
1874 bis 1953
Geburtsort
Eschweiler bei Aachen
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Eisenhüttenmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11612332X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Petersen, Otto Friedrich
  • Petersen, Otto
  • Petersen, Otto Friedrich

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Zitierweise

Petersen, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11612332X.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Richard (s. 1);
    M Maria Förster;
    Leni Delius;
    3 S, 1 T; Verwandter (?) Julius (s. 3).

  • Leben

    Nach dem Besuch des Gymnasiums in Aachen und der praktischen Ausbildung in verschiedenen Hüttenwerken studierte P. bis zum Diplom 1898 an der TH Aachen Eisenhüttenkunde. Er diente als Einjährig-Freiwilliger im bad. Grenadier-Rgt. Kaiser Wilhelm I. in Heidelberg. Anschließend arbeitete er als Konstrukteur und Hütteningenieur in den Hüttenwerken von Youngstown und Sharon (USA). Nach seiner Rückkehr trat er 1901 als Betriebsingenieur beim Stahl- und Walzwerk Rendsburg in Schleswig-Holstein ein. 1906 wurde er an der TH Aachen bei Fritz Wüst (1860–1938) mit dem „Beitrag zum Einfluß des Siliziums auf das System Eisen-Kohlenstoff“ zum Dr.-Ing. promoviert. 1907 trat er dem Verein deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf bei, wo er fortan in enger Zusammenarbeit mit Friedrich Springorum (1858–1938) und vor allem mit Albert Vogler (1877–1945) wirkte. Nach kurzer Zeit wurde er zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt; 1911 übernahm er die Schriftleitung der Vereinszeitschrift „Stahl und Eisen“, die er zu einer anerkannten Fachzeitschrift machte. Zu allen Fragen des Eisenhüttenwesens und der Eisenhüttenleute nahm er in umfassender Weise Stellung. Gleichzeitig gründete er neben dem seit 1907 bestehenden Hochofenausschuß eine Reihe weiterer Fachausschüsse zur wirksamen Förderung des technischen Fortschritts. 1917 wurde P. Hauptgeschäftsführer des Vereins und wenig später Geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Auf seine Anregung hin setzte sich Albert Vögler für die Zusammenfassung der deutschen Eisenforschung ein; bereits 1917, also etwa ein Vierteljahrhundert vor der Gründung vergleichbarer ausländischer Einrichtungen, wurde in Düsseldorf der Grundstein zum KWI für Eisenforschung gelegt. Als dessen Publikationsorgan schuf P. das „Archiv für das Eisenhüttenwesen“. 1918 rief er den Förderkreis der TH Aachen ins Leben, als dessen Schatzmeister er fungierte. Unter seiner Mitwirkung erfolgte 1920 die Gründung der „Helmholtz-Gesellschaft zur Förderung der physikalisch-technischen Forschung“, deren Geschäftsführung er übernahm, sowie nach dem 2. Weltkrieg der „Gesellschaft für Übermikroskopie“.|

  • Auszeichnungen

    Ehrenbürger (1920), Ehrensenator (1944) u. Dr.-Ing. E. h. (TH Aachen, 1948); Dr. mont. E. h. (Montanist. Hochschule Leoben, 1926); Ehrenbürger d. Bergak. Clausthal (1947); P.-Straße in Düsseldorf.

  • Literatur

    75 J. Ver. dt. Eisenhüttenleute, in: Ruhr u. Rhein 16, 1935, S. 817 f.;
    Rhdb.;
    F. Pudor, Lb. aus d. Rhein.-Westfäl. Ind.gebiet, 1952–54, 1957, S. 73-75. |

  • Quellen

    Qu VDEh-Archiv u. Mannesmann-Archiv, beide Düsseldorf; Archiv d. RWTH Aachen; Univ.-bibl. Leoben u. Clausthal.

  • Autor/in

    Horst A. Wessel
  • Empfohlene Zitierweise

    Wessel, Horst A., "Petersen, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 251 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11612332X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA