Lebensdaten
1886 bis 1968
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Verbandspolitiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137740255 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kossmann, Wilfried
  • Kossmann, W.
  • Cossmann, Wilfried
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Zitierweise

Kossmann, Wilfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137740255.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Alfred (1852–1924), Bankier, S d. Heinrich (1813–98), aus Rheydt, Prof. d. Math. an d. St. Petrischule in St. Petersburg, Hofrat, u. d. Mathilde Sophie Moritz aus Dorpat;
    M Antoinette (1847–1927), T d. Kaufm. Ernst Falkenburg in Köln u. d. Anna Windscheid;
    Essen 1920 Elisabeth (* 1897), T d. Max Kaupe u. d. Alma Campe;
    1 S, 2 T.

  • Leben

    K. studierte seit 1906 Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an den Universitäten Lausanne, Berlin und zuletzt Heidelberg, wo er 1910 zum Dr. phil. promoviert wurde. 1911-13 und 1914-20 folgten kaufmännische Tätigkeiten in einem Londoner Handelshaus beziehungsweise bei der Firma Fried. Krupp in Essen, letztere durch den 1. Weltkrieg unterbrochen, an dem er als Oberleutnant bis 1918 teilnahm. Eine Begegnung mit dem damaligen Geschäftsführer des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute, Otto Petersen, der im Nebenamt auch die Geschäfte der 1914 gegründeten Vereinigung der Edelstahlwerke führte (später Edelstahl-Verband, dann Edelstahl-Vereinigung), brachte ihn 1920 nach Düsseldorf in die leitende Stellung, in der er seine Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen konnte. Bis 1952 als Geschäftsführer und zuletzt als Vorstandsmitglied der Edelstahl-Vereinigung hat er bis zu seinem Tode fast 50 Jahre lang die Enwicklung der deutschen Edelstahlindustrie maßgeblich mitgestaltet. Die Gründung verschiedener angeschlossener Verbände, vor allem der Edelstahl-Ziehereien-Vereinigung und der Edelbandstahl-Vereinigung sowie der Edelstahlhandels-Vereinigung und der Heizleiter-Vereinigung ist ebenfalls sein Werk. Besonders verdient machte sich K. um die Abwehr der Demontage und damit um die Erhaltung einer Edelstahlindustrie in Deutschland sowie um die Wiederbegründung der Edelstahl-Vereinigung nach dem 2. Weltkrieg. In seinem Buch über den Werdegang des Edelstahlgewerbes zeigen sich die Grundauffassungen seiner Arbeit: Berufskollegen zusammenzuführen, unterschiedliche Meinungen und gegensätzliche Interessen zum Gemeinwohl abzugleichen. Bei aller Kompromißbereitschaft blieb er in weltanschaulichen Fragen preußischer Traditionalist. Das Fundament seines Handelns war seine religiöse Einstellung. Im Kirchenkampf stand K. bei der Bekennenden Kirche. Nach 1945 übernahm er das Presbyteramt und war zuletzt 9 Jahre lang Kirchmeister der protestantischen Matthäikirchengemeinde in Düsseldorf.

  • Werke

    Über d. wirtsch. Entwicklung d. Aluminiumindustrie, Diss. Heidelberg 1911;
    Edelstahl, in: Stahl u. Eisen 59, 1939, S. 1333-36;
    Beginn d. Tiegelstahlherstellung, ebd. 82, 1962, S. 216-20 u. 1883 f.;
    Edelstahl, Vom Werden e. Gewerbes u. e. Gemeinschaft in unserer Zeit, 1959.

  • Literatur

    Stahl u. Eisen 89, 1969, S. 388 (P).

  • Portraits

    Ölgem. v. H. v. Schilgen, 1961 (Düsseldorf, Edelstahl-Vereinigung e. V.).

  • Autor/in

    Günter Bauhoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Bauhoff, Günter, "Kossmann, Wilfried" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 619 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137740255.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA