Kratky, Otto

Lebensdaten
1902 – 1995
Geburtsort
Wien-Meidling
Sterbeort
Graz
Beruf/Funktion
Physikochemiker ; Chemiker
Konfession
römisch-katholisch
Normdaten
GND: 11886453X | OGND | VIAF: 32794276
Namensvarianten

  • Kratky, Otto Josef Leopold
  • Kratky, Otto
  • Kratky, Otto Josef Leopold

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Zitierweise

Kratky, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11886453X.html [11.04.2026].

CC0

  • Kratky, Otto Josef Leopold

    1902 – 1995

    Physikochemiker

    Otto Kratky erwarb sich um die Strukturermittlung von organischen Makromolekülen mittels Röntgenstrahlung große Verdienste: Mit der Röntgenkleinwinkelstreuung entwickelte er eine Methode zur Durchleuchtung von Proben mit einem fokussierten Röntgenstrahl, um deren regelmäßige Strukturen zu erkennen, wenn eine Ablenkung der Strahlrichtung durch Beugung mit Ablenkwinkeln kleiner als 5 Grad (Kleinwinkelstreuung) vorliegt.

    Lebensdaten

    Geboren am 9. März 1902 in Wien-Meidling
    Gestorben am 11. Februar 1995 in Graz
    Grabstätte Meidlinger Friedhof, neuer Teil, Abt. 4., Gr. 6, Nr. 48 in Wien-Meidling
    Konfession römisch-katholisch
    Otto Kratky, Universitätsarchiv Graz (InC)
    Otto Kratky, Universitätsarchiv Graz (InC)
  • 9. März 1902 - Wien-Meidling

    1912 - 1920 - Wien

    Schulbesuch (Abschluss: Matura)

    Realschule Wien XV

    1920 - 1929 - Wien

    Studium der Technischen Chemie (1927 Abschluss: Ing.)

    TH

    1929 - Wien

    Promotion (Dr. techn.)

    TH

    1928 - 1933 - Berlin-Dahlem

    Assistent

    Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie

    1934 - 1940 - Wien

    Assistent

    I. Chemisches Institut der Universität

    1937 - Wien

    Habilitation für Physikalische Chemie; seit 1938 Privatdozent

    Universität

    1939 - Wien

    Dipl.-Ing.

    TH

    1940 - Berlin

    Abteilungsleiter

    Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie

    1943 - 1945 - Prag

    außerordentlicher Professor; Vorstand

    Institut für Physikalische Chemie der Deutschen TH

    1946 - 1972 - Graz

    ordentlicher Professor für Physikalische und Theoretische Chemie; Vorstand (1948/49 Dekan der Philosophischen Fakultät)

    Institut für Theoretische und Physikalische Chemie der Universität

    1956 - 1957 - Graz

    Rektor

    Universität

    1972 - 1982 - Graz

    Vorstand

    Institut für Röntgenfeinstrukturforschung und Forschungszentrum

    11. Februar 1995 - Graz

    Kratky besuchte eine Volks- und Realschule in Wien, maturierte 1920 und studierte im Anschluss Technische Chemie an der TH Wien. Nach dem Tod seines Vaters 1921 musste er als Vollwaise seinen Lebensunterhalt durch das Abhalten von Privatstunden verdienen. Trotz der dadurch entstehenden Belastung legte er im Juli 1924 die erste Staatsprüfung mit Auszeichnung ab und erhielt im November 1927 das Ingenieur-Diplom.

    Bereits seit Herbst 1926 war Kratky Stipendiat bei Hermann Mark (1895–1992) am Kaiser-Wilhelm-Institut für Silikatforschung in Berlin-Dahlem und seit Mai 1928 Assistent am vom Reginald Oliver Herzog (1878–1935) geleiteten Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie ebenda, wo er sich bis zum Dezember 1933 mit Untersuchungen der Struktur von Faserstoffen (wie Zellulose) mithilfe von Röntgenbeugung befasste. Vom Institutsmechaniker unterstützt, gelang es Kratky, eine Mikrokammer zu konstruieren, in der einwandfreie Drehdiagramme von Kristallen mit weniger als 0,1 mm Durchmesser entstanden. 1929 wurde er mit der Dissertation „Ein Beitrag zur Kenntnis der molekularen Struktur der Kristalle“ an der TH Wien zum Dr. techn. promoviert.

    1934 nach Österreich zurückgekehrt, übernahm Kratky eine Stelle bei der Leobersdorfer Maschinenfabrik A. G., ehe er im Oktober 1934 Assistent bei Mark am I. Chemischen Institut der Universität Wien wurde, seit 1939 unter Ludwig Ebert (1894–1956). 1938 für Physikalische Chemie habilitiert, wurde er im Oktober 1939 zum Dozenten neuer Ordnung ernannt. Seit 1940 war Kratky Leiter der Abteilung für spezielle Kolloidchemie am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin. In seiner Abteilung wurden Röntgenstrukturuntersuchungen makromolekularer Natur- und Kunststoffe durchgeführt, insbesondere der aus Viskose gewonnenen Zellulose, die in Form von Kunstseide, Zellglas-Folie oder Zellwolle technische Bedeutung hatte. Im Rahmen der Strukturanalysen von Proteinen bestimmte Kratky mit seiner Mitarbeiterin Aurelia Sekora (1899–1985) 1943 erstmals die kugelförmige Gestalt des Verdauungsenzyms Chymotrypsin und danach die Größe und Form von Hämocyaninmolekülen.

    Obwohl im März 1943 zum außerordentlichen Professor und Leiter des Instituts für Physikalische Chemie an der Deutschen TH Prag ernannt, trat Kratky sein Amt erst im März 1944 an. Zuvor war er zeitweise wieder an der Universität Wien tätig gewesen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs leitete er das Prager Institut, gehörte dem Team des tschechisch-deutschen Röntgenstrukturspezialisten Johann Böhm (1895–1952) an und forschte zur Beschaffenheit der Zellulose und des Insulins. Kratky wirkte von Mai 1946 bis zu seiner Emeritierung im September 1972 als Professor und Leiter des Instituts für Physikalische Chemie an der Universität Graz. Von 1972 bis 1982 war er Vorstand des Instituts für Röntgenfeinstrukturforschung der Akademie der Wissenschaften und des Forschungszentrums Graz.

    Kratky, der zwischen 1965 und 1974 25mal für den Nobelpreis für Chemie und 1973 viermal für den Nobelpreis für Physik nominiert worden ist, gilt als Nestor der Röntgenfeinstrukturforschung. Die meisten seiner über 300 Veröffentlichungen befassen sich mit der Kleinwinkelstreuung von Röntgenstrahlen zur zerstörungsfreien Untersuchung von organischen Makromolekülen. Das Spektrum der von ihm und seinen Mitarbeitern in Graz erforschten Substanzen umfasst Nucleinsäuren, Ribosomen, Lipoproteine des menschlichen Plasmas und Enzymkomplexe wie die Fettsäuresynthetase und die Glutaminsäure-Dehydrogenase. Dabei trug Kratky maßgeblich zur apparativen Entwicklung der Methode bei; die Kratky-Röntgen-Kleinwinkelkamera, die mit der Anton Paar A. G. in den 1950er Jahren entwickelt wurde, war das erste wissenschaftlich analytische Instrument dieser Firma für Messgeräteherstellung. Mit seinem wichtigsten Mitarbeiter Günther Porod (1919–1984) stellte er 1949 ein Kettenmodell zur physikalischen Beschreibung von steifen Polymeren vor, das auch als Kratky-Porod-Modell bezeichnet wird. Die um 1973 mit Hans Stabinger (geb. 1940) entwickelte, auf dem Biegeschwinger-Prinzip basierende Dichtemessmethode ist heute noch eine wichtige Technik zur Dichtebestimmung von Flüssigkeiten. Neben Porod und Stabinger zählt Hans Leopold (1937–2021) zu seinen Schülern.

    1936 Haitinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien
    1950 korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien (1957 wirkliches Mitglied)
    1959 Mitglied der Leopoldina (1977 Ehrenmitglied)
    1959–1969 Vizepräsident des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich
    1961 Wolfgang-Ostwald-Preis der Deutschen Kolloid-Gesellschaft
    1961 Offizierskreuz des belgischen Leopold-Ordens
    1964 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst am Bande
    1964 Erwin Schrödinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
    1965 Prechtl-Medaille der TH Wien
    1965 korrespondierendes Mitglied der jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und Künste
    1965–1974 25 Nominierungen für den Nobelpreis für Chemie
    1968 Josef Loschmidt-Medaille der Gesellschaft Österreichischer Chemiker
    1968 Dr. rer. nat. h. c., RWTH Aachen
    1969 und 1974 Vorschlagsrecht für den Nobelpreis für Chemie
    1970 Wilhelm-Exner-Medaille des Österreichischen Gewerbevereins (weiterführende Informationen)
    1971 Cothenius-Medaille der Leopoldina
    1972 Ehrenring der Stadt Graz (weiterführende Informationen)
    1973 Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark
    1973 Nominierung für Nobelpreis für Physik
    1976 H. F. Mark Medaille des Chemischen Forschungsinstituts der Wirtschaft Österreichs (heute Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik)
    1978 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
    1982 Dr. rer. nat. h. c., Universität Wien
    1984 Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste (weiterführende Informationen)
    1985 Ehrendoktor, Montanuniversität Leoben
    1987 Ehrenbürger der Stadt Graz (weiterführende Informationen)
    1987 Gregori Aminoff-Preis der Schwedischen Akademie der Wissenschaften
    1988 Mitglied der Accademia Mediterranea delle Scienze di Catania
    1992 Kaplan-Medaille des Österreichischen Patentinhaber und Erfinderverbands
    1992 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern
    1993 Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich mit dem Stern
    1993 Ehrenmitglied der Kolloid-Gesellschaft

    Nachlass:

    nicht bekannt.

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Wien, Personalakt 2306 Otto Kratky, D.-Zl. 556 (1936/37), D.-Zl. 1418/818 (1938/39), D.-Zl. 1493 (1938/39), D.-Zl. 1301 (1939/40), D.-Zl. 416 (1943/44) u. D.-Zl. 416 (1943/44).

    Archiv der TU Wien, Hauptkatalog Studienjahr 1920/21, Matrikelschein No 321, Spezialprotokoll 321/1920 vom 3.7.1924 (I. Staatsprüfung), 2467/12 (Prüfungsprotokoll vom 29.11.1927), R. Z. 2/38 (Zulassung zum Rigorosum) u. PM 26 (Personalakt).

    Universitätsarchiv Graz, Personalakt Otto Kratky, Teil 1: 17.4.1946–18.9.1968 u. Teil 2: 18.9.1968–4.5.1995.

    Archiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 704/50 (Personalakt), 1154/50 (Lebenslauf v. 24.6.1950), 728/57 (Wahlvorschlag) u. 2015/71 (Selbstbiografie seit 1950 v. 20.10.1971).

    Monografien und Sammelbände:

    Das Makromolekül. Ein Angelpunkt moderner biologischer und biochemischer Forschung, 1957.

    Otto Glatter/Otto Kratky (Hg.), Small Angle X-Ray Scattering, 1982.

    Die Welt der vernachlässigten Dimensionen und die Kleinwinkelstreuung der Röntgen-Strahlen und Neutronen an biologischen Makromolekülen, 1983.

    Artikel und Aufsätze:

    Alfred Burgeni/Franz Halla/Otto Kratky, Strukturbestimmung von drei organischen Substanzen, in: Zeitschrift für Kristallographie 71 (1929), S. 263–268.

    Ein Röntgengoniometer für die Polykristalluntersuchung, in: Zeitschrift für Kristallographie 72 (1930), S. 529–540.

    Reginald Oliver Herzog/Helmut Hoffmann/Otto Kratky, Fortschritte auf dem Gebiete der hochmolekularen Verbindungen, in: Carl Oppenheimer (Hg.), Handbuch der Biochemie des Menschen und der Tiere. Ergänzungsband, 21930, S. 1–62.

    Über die Struktur des flüssigen Quecksilbers, in: Physikalische Zeitschrift 34 (1933), S. 482–487.

    Zum Deformationsmechanismus der Faserstoffe I, in: Kolloid-Zeitschrift und Zeitschrift für Polymere 64 (1933), S. 213–222.

    Yugichi Go/Otto Kratky, Röntgenographische Untersuchungen an Choleinsäure, in: Zeitschrift für Physikalische Chemie B 26 (1934), S. 439–452.

    Otto Kratky/Alois Musil, Die Konzentrationsabhängigkeit des osmotischen Druckes in Lösungen von hochmolekularen Stoffen, in: Zeitschrift für Elektrochemie 43 (1937), S. 326–336.

    Otto Kratky/Hermann Mark, Zur Frage der individuellen Cellulosemicellen, in: Zeitschrift für Physikalische Chemie B 36 (1937), S. 129–139.

    Otto Kratky/Hermann Mark, Anwendung physikalischer Methoden zur Erforschung von Naturstoffen: Form und Größe dispergierter Moleküle. Röntgenographie, in: Fortschritte der Chemie Organischer Naturstoffe 1 (1938), S. 255–351.

    Der micellare Aufbau der Cellulose und ihrer Derivate, in: Angewandte Chemie 53 (1940), S. 153–162.

    Die Berechnung von Dimensionen kolloider Teilchen aus den unter kleinsten Winkeln abgebeugten Röntgenstrahlen, in: Naturwissenschaften 30 (1942), S. 542 f.

    Otto Kratky/Aurelia Sekora, Bestimmung von Form und Größe gelöster Teilchen aus den unter kleinsten Winkeln diffus abgebeugten Röntgenstrahlen, in: Naturwissenschaften 31 (1943), S. 46 f.

    Otto Kratky/W. Worthmann, Bestimmbarkeit der Konfiguration gelöster organischer Moleküle durch interferometrische Vermessung der Röntgenstrahlen, in: Monatshefte für Chemie 76 (1947), S. 261–281.

    Die Abhängigkeit der Röntgen-Kleinwinkelstreuung von Größe und Form der kolloiden Teilchen in verdünnten Systemen, in: Monatshefte für Chemie 76 (1947), S. 325–349.

    Otto Kratky/Günther Porod, Röntgenuntersuchung gelöster Fadenmoleküle, in: Recueil des Travaux Chimiques des Pays-Bas 68 (1949), S. 1106–1122.

    Otto Kratky/Erwin Schauenstein/Aurelia Sekora, A New Type of Lattice with Large Periods in Silk, in: Nature 165 (1950), S. 527 f.

    Otto Kratky/Erwin Schauenstein/Aurelia Sekora, Relations between Small-Angle Interferences of Silk and the Wax Content, in: Nature 170 (1952), S. 796 f.

    Röntgenkleinwinkelstreuung von makromolekularen Lösungen, in: Herbert Arthur Stuart (Hg.), Physik der Hochpolymeren, Bd. 2, 1953, S. 515–534.

    Otto Kratky/Erwin Schauenstein, Neues Verfahren zur Herstellung von blendenstreuungsfreien Röntgen-Kleinwinkelaufnahmen, in: Zeitschrift für Elektrochemie 58 (1954), S. 49–53.

    Otto Kratky/Erwin Schauenstein, Zum Problem des Zusammenhangs von Molekülgestalt im Gitter und Ultraviolettdichroismus, in: Herbert Arthur Stuart (Hg.), Physik der Hochpolymeren, Bd. 3, 1955, S. 345–355.

    Otto Kratky/Zdenko Skala, Neues Verfahren zur Herstellung von blendenstreuungsfreien Röntgen-Kleinwinkelaufnahmen. V Beschreibung eines Modells der U-Kamera, in: Zeitschrift für Elektrochemie 62 (1958), S. 73–77.

    k. M. Emil Abel, in: Almanach der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 110 (1961), S. 417–437.

    X-Ray Small Angle Scattering with Substances of Biological Interest in Diluted Solutions, in: Progress in Biophysics and Molecular Biology 13 (1963), S. 105–173.

    Salvatore S. Stivala/M. Herbst/Otto Kratky/Ingrid Pilz, Physico-Chemical Studies of Fractionated Bovine Heparin. V. Some Low-Angle X-Ray Scattering Data, in: Archives of Biochemistry and Biophysics 127 (1968), S. 795–802.

    Ingrid Pilz/M. Herbst/Otto Kratky/Dieter Oesterhelt/Feodor Lynen, Röntgenkleinwinkel-Untersuchungen an der Fettsäuresynthetase aus Hefe, in: European Journal of Biochemistry 13 (1970), S. 55–64.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, The Determination of the Partial Specific Volume of Proteins by the Mechanical Oscillator Technique, in: Methods in Enzymology 27 (1973), S. 98–110.

    Peter Laggner/Karl Müller/Otto Kratky/Gerhard Kostner/Anton Holasek, The Lipid Bilayer Structure of the Abnormal Human Plasma Lipoprotein X. An X-Ray Small-Angle-Scattering Study, in: European Journal of Biochemistry 77 (1977), S. 165–171. (Onlineressource)

    Ingrid Pilz/Otto Glatter/Otto Kratky, Small-Angle X-Ray Scattering, in: Methods in Enzymology 61 (1979), S. 148–249.

    Otto Kratky/Hans Stabinger, X-Ray Small Angel Camera with Block-Collimation System. An Instrument of Colloid Research, in: Colloid and Polymer Science 262 (1984), S. 1–16.

    Forschung als persönliches Erlebnis, in: Kurt Freisitzer/Walter Höflechner/Hans-Ludwig Holzer/Wolfgang Mantl (Hg.), Tradition und Herausforderung. 400 Jahre Universität Graz, 1985, S. 689–799.

    Nachruf auf Günther Porod, in: Almanach der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 135 (1985), S. 300–310.

    Otto Kratky/Peter Laggner, X-Ray Small-Angle Scattering, in: Robert Allen Meyers (Hg.), Encyclopedia of Physical Science and Technology, Bd. 17, 21992, S. 727–781.

    Patente:

    Otto Kratky, Blendenanordnung an einem Geraet zur Aufnahme von unter kleinen Winkeln gestreuten Roentgenstrahlen DE000001002138B, angemeldet 3.7.1954, veröffentlicht 25.7.1957.

    Otto Kratky, Blendenanordnung zur Begrenzung eines Roentgenstrahlenbuendels DE000001198194B, angemeldet 10.11.1964, veröffentlicht 7.4.1966.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Masse bzw. Dichte. Zusatz zu 1648953 DE000001648 956A, angemeldet 28.8.1967, veröffentlicht 25.11.1971.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, Vorrichtung zum Messen der Dichte. Zusatz zu 1648953, DE000001648956B, angemeldet 28.8.1967, veröffentlicht 31.10.1973.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, Vorrichtung zum Messen der Dichte. Zusatz zu 1648953, DE000001648956C angemeldet 28.8.1967, veröffentlicht 6.6.1974.

    Otto Kratky/Christoph Kratky, Vorrichtung zur Messung der Intensitaet von durch Versuchskoerper gestreute Roentgenstrahlen DE000002412599A, angemeldet 15.3.1974, veröffentlicht 26.9.1974.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, Devices for Measuring Density US3910101 (A), angemeldet 25.5.1973, veröffentlicht 7.10.1975.

    Otto Kratky/Hans Stabinger, Roentgenkleinwinkelkamera DE000002905010A1, angemeldet 9.2.1979, veröffentlicht 30.8.1979.

    Otto Kratky/Hans Leopold/Hans Stabinger, Apparatus for Density Determination US000004170128A, angemeldet 29.11.1977, veröffentlicht 9.10.1979.

    Otto Kratky/Hans Stabinger, Vorrichtung zur Messung der Absolutintensitaet des vom Fokus einer Roentgenroehre ausgesandten Primaerstrahlbuendels AT00000A115178A, angemeldet 16.2.1978, veröffentlicht 15.6.1979 u. AT000000354577B, angemeldet 16.2.1978, veröffentlicht 10.1.1980.

    Otto Kratky, Blendenanordnung zur streuungsarmen, einseitigen linearen Begrenzung eines Roentgenstrahlenbuendels AT00000A214589A, angemeldet 14.9.1989, veröffentlicht 15.7.1990 u. AT000000392160B angemeldet 14.9.1989, veröffentlicht 11.2.1991.

    Monografie:

    Josef Schurz, Von der Röntgenkleinwinkelstreuung zum Small Angle X-Ray Scattering. 40 Jahre Forschung und Lehre in Graz unter der Leitung von Otto Kratky, 1987.

    Aufsätze:

    Hans Nowotny, Otto Kratky. Zum 65. Geburtstag, in: Berichte der Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie 71 (1967), S. 129 f.

    Adolf Butenandt, Laudatio anlässlich der Übergabe des Ordenszeichen an Otto Kratky am 4. Juni 1985, Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Reden und Gedenkworte 21 (1985/86), S. 48–53.

    Hans Leopold, Die Kratky-Kamera. Mein Anlaß zur elektronischen Instrumentierung, in: Karl Acham (Hg.), Naturwissenschaft, Medizin und Technik in Graz, 2007, S. 243–253.

    Lexikonartikel:

    J. C. Poggendorffs biographisch-literarisches Handwörterbuch der exakten Naturwissenschaften, Bd. 6, 1937, S. 1397, Bd. 7a, 1958, S. 895-897 u. Bd. 8, 2003, S. 1711 f.

    Stephen S. Taylor (Hg.), Art. „Kratky Otto“, in: Who´s who in Austria, 41961, S. 294.

    Art. „Kratky Otto“, in: Susanne Ackers (Hg.), Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender, 161992, Bd. 2, S. 1946.

    Annelore Fischer, Art. „Kratky, Otto“, in: Winfried R. Pötsch/dies./Wolfgang Müller (Hg.), Lexikon der bedeutender Chemiker, 1989, S. 250 f.

    Nachrufe:

    Josef Schurz, Otto Kratky (March 1902–February 1995), in: Colloid and Polymer Science 273 (1995), S. 994 f. (P) (Onlineressource)

    Josef Schurz, Otto Kratky, in: Almanach der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1994/95 (1995), S. 444–452.

    Heinz Jagodzinski, Otto Kratky 9.3.1902–11.2.1995, in: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1994 (1995), S. 267–269.

    Fotografie v. Willy Pragher (1908–1992), 1957, Staatsarchiv Freiburg im Breisgau. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Rudolf Werner Soukup (Perchtoldsdorf)

  • Zitierweise

    Soukup, Rudolf Werner, „Kratky, Otto“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd11886453X.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA