Lebensdaten
1905 – 1945
Geburtsort
Münster
Sterbeort
Paris
Beruf/Funktion
SS-Offizier ; Widerstandskämpfer ; Soldat ; Funktionär ; Bergingenieur
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 118690914 | OGND | VIAF: 89089114
Namensvarianten
  • Gerstein, Kurt
  • Gerstein, Curt

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Gerstein, Kurt, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118690914.html [05.12.2022].

CC0

  • Kritische Würdigung

    Als Christ und Mitglied der Bekennenden Kirche trat Kurt Gerstein Anfang 1941 der SS bei, um Kenntnisse über NS-Verbrechen zu erhalten. Seit 1942 Leiter der Abteilung „Gesundheitstechnik“ im Hygiene-Institut der Waffen-SS, wurde er Zeuge der Ermordung der Juden in den Vernichtungslagern Bełżec, Treblinka und Majdanek. Anschließend informierte er Kirchenführer und Diplomaten über seine Erfahrungen. 1945 inhaftiert, verfasste er kurz vor seinem Tod den ersten authentischen Augenzeugenbericht über den Holocaust.

    Lebensdaten

    Geboren am 11. August 1905 in Münster
    Gestorben am 25. Juli 1945 in Paris
    Grabstätte Sammelgrab (1954 aufgelöst) in Pariser Friedhof in Thiais (14. Abteilung, 20. Reihe)
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Kurt Gerstein, Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (InC)
    Kurt Gerstein, Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (InC)
  • Lebenslauf

    11.·August 1905 - Münster

    1911 - Saarbrücken

    Übersiedlung der Familie

    1911 - 1919 - Saarbrücken

    Schulbesuch

    Volksschule; Ludwigsgymnasium

    1919 - Halberstadt (Harz)

    Ausweisung der Familie aus dem Saarland; Übersiedlung

    1919 - 1925 - Halberstadt; Neuruppin (Brandenburg)

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Domgymnasium; seit 1921 Friedrich-Wilhelm-Gymnasium

    1925 - Hagen (Westfalen)

    Übersiedlung

    1925 - Hagen

    Eintritt in die evangelische Jugend

    CVJM; Schülerbibelkreise

    1925 - 1931 - Marburg an der Lahn; Aachen; Berlin

    Studium der Fächer Volkswirtschaftslehre, Jura, Mathematik, Physik, Chemie (Abschluss: Diplomingenieur)

    Universität; Technische Hochschule

    1932 - 1935 - Dortmund

    Ausbildung zum Bergreferendar

    Oberbergamt

    27.11.1935 - Köln; Bonn; Dortmund; Palmnicken (Ostpreußen), heute Jantarny (Russland); Saarbrücken

    Bergassessor; Arbeit in diversen Zechen, zuletzt Anstellung als Staatsbeamter

    u. a. Saargruben AG

    1.5.1933

    Eintritt

    NSDAP

    1935

    Eintritt

    SA

    1936 - Saarbrücken

    Vorbereitung eines Bergmanntages

    1936 - Saarbrücken

    vierwöchige Schutzhaft wegen „Heimtücke“; Ausschluss aus NSDAP und Staatsdienst

    Zuchthaus Lechesflur

    24.5.1937

    reichsweites Redeverbot durch die Gestapo

    1937 - 1939 - Tübingen

    Studium der Medizin (abgebrochen)

    Deutsches Institut für ärztliche Mission

    1938 - Stuttgart

    sechswöchige Schutzhaft (Vorwurf Hochverrat)

    Schutzhaftlager Welzheim

    1939 - 1940 - Merkers (Rhön)

    zeitweilige Anstellung als Grubenbetriebsassistent

    Kaligrube „Kaiserroda“

    1940

    Meldung als Kriegsfreiwilliger bei der Wehrmacht (Juli); vermutlich erster Kontakte mit SS-Aufnahmestelle (August)

    Wehrmacht; SS

    1941 - 1941 - Hamburg; Arnheim (Niederlande); Oranienburg

    Bewerbung bei der SS (27.1.); Einberufung zur Waffen-SS (10.3.); anschließend bis Mai Grundausbildung

    SS-Standarte „Germania“; SS-Sanitätsschule

    1.6.1941 - Berlin

    Versetzung; Bekämpfung von Fleckfieber- und Typhus-Epidemien

    Hygiene-Institut der Waffen-SS, geologisch-Hydrologische Abteilung „Trinkwasserversorgung“

    1942 - 1945 - Berlin

    Aufbau und Leitung der Abteilung „Gesundheitstechnik“ (1943 SS-Obersturmführer)

    Hygiene-Institut der Waffen-SS

    Juni 1942 - August 1942 - Polen

    geheime Reichsaufträge; Besuch der Vernichtungslager Bełżec, Treblinka und Majdanek

    1942 - 1945

    Informationstätigkeit über NS-Massenverbrechen

    u. a. schwedischer Botschaftsrat, päpstliche Nuntiatur, niederländische Widerstandsbewegung

    März 1945 - Mai 1945 - Rottweil

    französische Internierung; Niederschrift seines Lebenslaufs und Berichts

    Hotel „Zum Mohren“

    Mai 1945 - Juli 1945 - Paris

    Verlegung nach Paris durch eine Sondergruppe des Französischen Geheimdienstes, Anklage als Kriegsverbrecher, Verhöre und vermutlicher Suizid

    Militärgefängnis Cherche-Medi

    25.·Juli 1945 - Paris
  • Genealogie

    Vater Ludwig Emil Gerstein 1868–1954 Jurist; Richter und Landgerichtspräsident, u. a. in Bielefeld, Hattingen, Münster und Saarbrücken
    Mutter Klara Karoline Gerstein, geb. Schmemann 1874–1931
    Bruder Ludwig Gerstein 1886–1918 Soldat, gefallen im Ersten Weltkrieg
    Bruder Alfred Gerstein geb. 1898
    Bruder Johann Daniel Gerstein
    Bruder Karl Gerstein
    Schwester Annemarie Gerstein
    Bruder Fritz Gerstein geb. 1910
    Heirat 31.8.1937 in Hagen (Westfalen)
    Ehefrau Elfriede Gerstein, geb. Bensch gest. 1991
    Schwiegervater Weber; um 1900 aus Belgisch-Flandern nach Nordfrankreich eingewandert; 1911 französischer Staatsbürger; Vater von elf Kindern
    Schwiegermutter Marie Rachel Van Robays
    Kinder zwei Söhne, eine Tochter
  • Biografie

    Ausbildung und Verhältnis zum Nationalsozialismus

    Gerstein erlebte aufgrund zahlreicher Versetzungen seines Vaters eine unstete Schulzeit. 1921 zog die Familie nach Neuruppin, wo Gerstein zu Ostern 1925 sein Abitur ablegte. Anschließend zog er nach Hagen, engagierte sich in der protestantischen Jugendbewegung und wurde in seiner Glaubensentwicklung von dem Theologen Theodor Noa (1891–1938) stark beeinflusst. Nach kurzer Tätigkeit am Oberbergamt in Dortmund immatrikulierte er sich 1925 für Volkswirtschaftslehre, Jura, Mathematik, Physik und Chemie an der Universität Marburg an der Lahn. Im Juni 1931 bestand Gerstein das Examen als Diplomingenieur an der TH Berlin und absolvierte von Juli 1932 bis November 1935 eine Ausbildung zum Bergassessor in Dortmund.

    Gerstein wurde am 1. Mai 1933 trotz seiner Ablehnung der nationalsozialistischen Kirchenpolitik Mitglied der NSDAP. Im Oktober desselben Jahres übernahm er in Hagen die Leitung der Schülerbibelkreise und protestierte Ende 1933 bei Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974) und Reichsbischof Ludwig Müller (1883–1945) gegen die Übernahme der protestantischen Jugendbewegung in die Hitler-Jugend. Im Januar 1935 wurde er nach seinem Protest gegen das neuheidnische Theaterstück „Wittekind“ im Stadttheater Hagen von jungen NS-Aktivisten zusammengeschlagen. Nachdem er im September 1936 auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Bergleute in Saarbrücken Schriften der Bekennenden Kirche verteilt hatte, wurde Gerstein von der Gestapo für vier Wochen in „Schutzhaft“ genommen, aus dem preußischen Staatsdienst entlassen und kurz darauf aus der NSDAP ausgeschlossen. Seit Februar 1937 studierte er Medizin am Deutschen Institut für ärztliche Mission in Tübingen.

    Im Sommer 1938 wurde Gerstein von der Gestapo verdächtigt, Mitglied des Stuttgarter Widerstandszirkels um Eugen Bolz (1881–1945) zu sein, und erneut für sechs Wochen in „Schutzhaft“ genommen. Zur Verbesserung seiner beruflichen Perspektiven beantragte er in der Folgezeit erfolglos die Wiederaufnahme in die NSDAP. Im Juni 1939 vom obersten Parteigericht der NSDAP teilweise rehabilitiert, fand er zeitweise Anstellung in der Privatindustrie.

    Gerstein in SS und Widerstand

    Ein zentrales Motiv Gersteins, in den Widerstand zu gehen, waren die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde, über die er wahrscheinlich durch den Landesbischof von Württemberg, Theophil Wurm (1868–1953), informiert war und denen im Januar 1941 seine Schwägerin Bertha Ebeling (1901–1941) in der Heilanstalt Hadamar zum Opfer fiel. Anschließend schloss er sich der SS an, um sie von innen auszuspionieren und gegebenenfalls zu sabotieren. Als weiteres Motiv ist politischer Opportunismus denkbar, zumal Gerstein mitgeteilt worden war, dass über seine Wiederaufnahme in die NSDAP erst nach einer „längeren Bewährungsprobe“ entschieden werden könne.

    Gerstein wurde im März 1941 als SS-Anwärter in das Sanitätskorps der SS eingezogen und nach seiner Grund- und Sanitätsausbildung zum 1. Juni 1941 an die geologisch-hydrologische Abteilung des Hygiene-Instituts der Waffen-SS in Berlin abkommandiert. Hier u. a. für die Entwicklung von Desinfektionsanlagen zuständig, machte er durch die Entwicklung mobiler und ortsfester Desinfektionsanlagen, sowohl für die Truppe als auch für Gefangenen- und Konzentrationslager, auf sich aufmerksam. Im Januar 1942 wurde er von Joachim Mrugowsky (1905–1948) zum Leiter der Abteilung „Gesundheitstechnik“ im Hygiene-Institut der Waffen-SS ernannt.

    Diese Position führte Gerstein Mitte August 1942 in Begleitung der SS-Offiziere Rolf Günther (1913–1945) und Wilhelm Pfannenstiel (1890–1982) ins Generalgouvernement, wo er Einblick in die Vernichtungslager Bełżec, Treblinka und Majdanek erhielt, als Sachverständiger für „Schädlingsbekämpfung“ die Funktionstüchtigkeit der vorhandenen Gaskammern beurteilen sollte und die Ermordung deportierter Juden durch Gas erlebte.

    Informant über den Holocaust

    Auf der Rückreise berichtete Gerstein am 20. August 1942 das Erlebte dem schwedischen Gesandtschaftsrat Baron Göran von Otter (1907–1988), der die Informationen nach Stockholm weitergab. Zurück in Berlin, versuchte er die Vertretung des Papstes zu informieren, wurde jedoch von einem Nuntiaturrat des Hauses verwiesen, als er sich in zivil als Soldat offenbarte. Danach erstatte er dem Syndikus des katholischen Bischofs von Berlin Bericht, der versprach die Informationen weiterzugeben. Bischof Otto Dibelius (1880–1967) sowie der Presseattaché der schweizerischen Botschaft, Paul Hochstrasser, erhielten ebenfalls Kenntnis von Gersteins Informationen. 1943 übermittelte er sein Wissen auch an eine Widerstandsgruppe in den Niederlanden. Wahrscheinlich konnte er auf seinem Posten im Hygiene-Institut der Waffen-SS zudem Lieferungen des Gases Zyklon B in die Vernichtungslager sabotieren, indem er sie für unbrauchbar erklärte oder für andere Zwecke verwenden ließ.

    Gerstein stellte sich im März 1945 nahe Reutlingen den französischen Truppen. Während seiner Inhaftierung verfasste er mehrseitige Berichte auf Deutsch und Französisch über seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg. Der „Gerstein-Bericht“, der erste authentische Augenzeugenbericht über den Holocaust, wurde im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher als Beweismittel herangezogen und 1953 in der edierten deutschen Fassung von Hans Rothfels (1891–1976) in den „Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte“ veröffentlicht. Gersteins Bericht und einige seiner Briefe wurden zudem 1949 im ersten deutschen Prozess gegen die Produzenten von Giftgas (Degesch-Prozess) in Frankfurt am Main vorgelegt; hier schilderten u. a. Dibelius, Peter Buchholz (1888–1963), Hermann Ehlers (1904–1954) und Martin Niemöller (1892–1984) Gerstein übereinstimend als Gegner des Nationalsozialismus.

    Ende Mai 1945 wurde Gerstein in ein Militärgefängnis des Französischen Geheimdiensts nach Paris gebracht, wo er als Kriegsverbrecher verhört und angeklagt wurde. Ab dem 20. Juli wurde für ihn Einzelhaft angeordnet. Am 25. Juli 1945 fand man Gerstein erhängt in seiner Zelle, vermutlich verübte er Suizid. Nach seiner Einstufung als „Belasteter“ durch die Spruchkammer Tübingen am 17. August 1950 setzten sich namhafte Persönlichkeiten öffentlich für eine Rehabilitierung Gersteins ein, darunter der baden-württembergische Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger (1904–1988), der Präses der Westfälischen Landeskirche Ernst Wilm (1901–1989) und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Hendrik George van Dam (1906–1973). In Rolf Hochhuths (1931–2020) papstkritischem Schauspiel „Der Stellvertreter“ (1963) spielt die Figur Gersteins eine zentrale, positiv besetzte Rolle als Informant über die NS-Judenvernichtung. Im Juni 1965 wurde Gerstein auf Verfügung Kiesingers in die Gruppe der Entlasteten eingestuft. Gersteins Bedeutung als Zeuge für den nationalsozialistischen Massenmord ist unbestritten, während seine Tätigkeit im Widerstand aufgrund der schwierigen Quellenlage umstritten bleibt.

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    1926 Mitglied im Corps Teutonia (Marburg)
    1934 Berufung in den „Rat der Bekennenden Kirche Deutschlands“ (Ehrenamt)
    1964 Kurt-Gerstein-Haus, Hagen-Berchum
    1995 Förderkreis Kurt Gerstein, Hagen-Berchum
    2000 Wanderausstellung „Kurt Gerstein – Widerstand in SS-Uniform“, Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Berlin)
    2005 Bronze-Gedenktafel, Heerdestraße 11, Münster (Geburtshaus Gersteins)
    • Quellen

      Nachlass:

      Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund. (Teilnachlass)

      Weitere Archivmaterialien:

      Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bielefeld, Bestand 5.2 (Sammlung Kurt Gerstein). (Online-Findbuch)

      Archiv des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, München, Bestand ZS 236. (Zeugenschrifttum Kurt Gerstein, Band 1, Band 2, Band 3)

      Gedruckte Quellen:

      Hans Rothfels, Augenzeugenberichte zu den Massenvergasungen, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2 (1953), H. 2, S. 177–194. (Onlineressource)

      Leon Poliakov/J. Wulf, Das Dritte Reich und die Juden. Dokumente und Aufsätze, 1955, S. 111 ff.

    • Werke

      Um Ehre und Reinheit, Ausgabe A, 1937. (Hg.)

    • Literatur

      Monografien:

      Helmut Franz, Kurt Gerstein. Außenseiter des Widerstandes der Kirchen gegen Hitler, 1964.

      Saul Friedländer, Kurt Gerstein oder die Zwiespältigkeit des Guten, 1968.

      Alfred Katthagen, Kurt Gerstein. Eine deutsche Passion in der Hitlerzeit, 1985.

      Henri Roques, Die „Geständnisse“ des Kurt Gerstein. Zur Problematik eines Schlüsseldokuments, 1986.

      Pierre Joffroy, Der Spion Gottes. Kurt Gerstein – ein SS-Offizier im Widerstand?, 1995.

      Jürgen Schäfer, Kurt Gerstein – Augenzeuge des Holocaust. Ein Leben zwischen Bibelkreisen und SS, 1999.

      Bernd Hey/Matthias Rickling/Kerstin Stockhecke, Kurt Gerstein (1905–1945). Widerstand in SS-Uniform. Katalog zur Ausstellung, 2000, 42010.

      Dieter Gräbner/Stefan Weszkalnys, Der ungehörte Zeuge. Kurt Gerstein, Christ, SS-Offizier, Spion im Lager der Mörder, 2006.

      Artikel und Aufsätze:

      Ernst Brinkmann, Im „Engagement für die christliche Sache“. Kurt Gersteins Lebensweg, in: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark 62 (1965), S. 1–18.

      Egon Franz, Die sexualpädagogische Missionsarbeit Kurt Gersteins im Rahmen seines Widerstandes gegen die Machthaber des 3. Reiches, in: Die Innere Mission 60 (1970), S. 208–216.

      Helmut Talazko, Kurt Gerstein und der Central-Ausschuß für die Innere Mission der Deutschen evangelischen Kirche, in: Die Innere Mission 60 (1970), S. 196–208.

      Günther van Norden, Widerstand im deutschen Protestantismus, in: Klaus-Jürgen Müller (Hg.), Der deutsche Widerstand 1933–1945. Eine Dokumentation, 1986, S. 108–134.

      Peter Steinbach, Kurt Gerstein. Der Einzeltäter im Dilemma des exemplarischen Handelns, in: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 91 (1997), S. 183–197.

      Willi Dreßen, Die Rolle eines Toten im sogenannten „DEGESCH-Prozeß“. Kurt Gerstein und die Zyklon-B-Lieferungen, in: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 91 (1997), S. 199–210.

      Bernd Hey, Das Kurt-Gerstein-Archiv, in: Archivmitteilungen der Westfälischen Kirche 8 (1998), S. 8–18.

      Florent Brayard, An Early Report by Kurt Gerstein, in: Bulletin du Centre de recherche français à Jérusalem 6 (2000), S. 157–174. (Onlineressource)

      Matthias Rickling, „Kurt Gerstein – Widerstand in Uniform“. Eine Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld, in: Verband kirchlicher Archive in der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche, Rundbrief Nr. 18, 2001, S. 14–21.

      Henk Biersteke/Ben van Kaam, Kurt Gerstein und der Holländische Widerstand, bearb. v. Matthias Rickling, in: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 97 (2002), S. 269–277.

      Matthias Rickling, Fünf Punkt Zwei – Das Gersteinprojekt. Ein Archivbestand macht Karriere, in: Claudia Brack/Johannes Burkardt/Wolfgang Günther/Jens Murken (Hg.), Kirchenarchiv mit Zukunft. Festschrift für Bernd Hey zum 65. Geburtstag, 2007, S. 317–329.

      Felix Dreyer, Kurt Gerstein. Vom Täter zum Widerstandskämpfer. Der Rehabilitierungsprozess Kurt Gersteins im Wandel der Beurteilung von Widerstand in der Nachkriegszeit, in: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 105 (2009), S. 315–367.

      Sebastian Sigler/Klaus Gerstein, Der einsame Weg des Kurt Gerstein, in: Sebastian Sigler (Hg.), Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler, 2014, S. 289–321.

      Fernseh- und Rundfunkproduktionen:

      Report über Gerstein, ARD, 29.6.1964.

      Radiosendung „Der Außenseiter“, WDR, 25.7.1965.

      „Kurt Gerstein – oder die Geschichte eines extremen Gewissens.“ Dokumentarfilm v. Otto Laurisch, ARD-SFB, 13.8.1968.

      „Kurt Gerstein – Der Christ, das Gas und der Tod“, Dokumentarfilm v. Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis, 2006.

      „Kurt Gerstein – Zeuge der Wahrheit“, Dokumentation v. Philippe Labrune, arte, 2007. (Onlineressource)

      „Aus Schweden kein Wort – Ein Diplomat und der Holocaust“, Dokumentarfilm v. Carl Svenson, 2017.

      „25.07.2015 – Todestag von Kurt Gerstein“, v. Heiner Wember, WDR ZeitZeichen, 25.7.2015. (Onlineressource)

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      Fotografie, 1941, Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, LkA EKvW 5,2 F 164.

  • Autor/in

    Matthias Rickling (Büren)

  • Zitierweise

    Rickling, Matthias, „Gerstein, Kurt“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118690914.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA