Lebensdaten
1910 – 1986
Geburtsort
Neuhaus an der Elbe (Mecklenburgisches Elbetal)
Sterbeort
Heidelberg
Beruf/Funktion
Historiker ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 118521993 | OGND | VIAF: 106963385
Namensvarianten
  • Conze, Werner Alexander Paul
  • Conze, Werner
  • Conze, Werner Alexander Paul
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Conze, Werner, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118521993.html [15.04.2024].

CC0

  • Der postum wegen seiner ideologisch eingefärbten Schriften aus der Zeit des Nationalsozialismus kritisch bewertete Werner Conze hatte maßgeblichen Anteil daran, den methodischen Ansatz der „Volksgeschichte“ in der frühen Bundesrepublik in die Form einer modernen Sozialgeschichte zu überführen und dort zu etablieren. An seinem Heidelberger Lehrstuhl entstanden nach 1957 zahlreiche wichtige sozialhistorische Studien; mit Otto Brunner (1898–1982) und Reinhart Koselleck (1923–2006) zählte Conze zu den Herausgebern von „Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland“ (8 Bde., 1972–1997).

    Lebensdaten

    Geboren am 31. Dezember 1910 in Neuhaus an der Elbe (Mecklenburgisches Elbetal)
    Gestorben am 28. April 1986 in Heidelberg
    Grabstätte in Heidelberg
    Konfession evangelisch-lutherisch
  • Lebenslauf

    31. Dezember 1910 - Neuhaus an der Elbe (Mecklenburgisches Elbetal)

    1917 - 1929 - Halberstadt; Naumburg an der Saale; Grunewald bei Berlin; Leipzig

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Grundschule; Gymnasium; Nicolaischule

    1929 - 1934 - Marburg an der Lahn; Leipzig; Königsberg (Preußen, heute Kaliningrad, Russland)

    Studium der Kunstgeschichte, dann der Geschichte, Soziologie und Slawistik

    Universität

    1934 - Königsberg

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1933 - 1945

    Mitglied

    SA

    1937 - 1945

    Mitglied

    NSDAP

    1935 - 1936 - Königsberg

    außerplanmäßiger Assistent bei Gunther Ipsen (1899–1984)

    Universität

    1936 - 1937 - Berlin

    Stipendiat

    Publikationsstelle Dahlem

    1937 - 1939 - Königsberg

    außerplanmäßiger, seit 1938 planmäßiger Assistent Ipsens

    Universität

    1939 - 1945

    Kriegsdienst (zuletzt Hauptmann); dreimonatige sowjetische Kriegsgefangenschaft

    Wehrmacht

    1940 - Wien

    Habilitation

    Universität

    1943 - 1944 - Posen (heute Poznań, Polen)

    Dozent

    Reichsuniversität

    1944 - 1945 - Posen

    außerordentlicher Professor für Agrar- und Siedlungsgeschichte, einschließlich Bauern- und Wirtschaftsgeschichte

    Reichsuniversität

    1946 - 1951 - Göttingen

    Dozent (unbesoldeter Lehrauftrag)

    Universität

    1951 - 1952 - Münster

    Lehrstuhlvertreter

    Universität

    1952 - 1954 - Münster

    Diätendozent für Neueste Geschichte

    Universität

    1954 - 1956 - Münster

    außerordentlicher Professor für Neuere Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

    Universität

    1956 - 1957 - Münster

    persönlicher Ordinarius für Neuere und Neueste Geschichte

    Universität

    1957 - 1979 - Heidelberg

    Ordinarius für Neuere Geschichte

    Universität

    1969 - 1970 - Heidelberg

    Rektor

    Universität

    28. April 1986 - Heidelberg
  • Genealogie

    Vorfahren seit dem 17. Jahrhundert im südlichen Niedersachsen nachweisbare Honoratiorenfamilie
    Vater Hans Conze 1879–1942 Reichsgerichtsrat in Berlin; 1920–1924 Ministerialrat im Reichsjustizministerium, danach Richter am Reichsgericht; Mitglied des Staatsgerichtshofs
    Großvater väterlicherseits Alexander Conze 1831–1914 Archäologe; 1869 ordentlicher Professor für Archäologie an der Universität Wien; 1877 Direktor des Skulpturenmuseums in Berlin
    Großmutter väterlicherseits Elise Conze, geb. Erdmann 1839–1920 Hausfrau
    Mutter Charlotte Conze, geb. Thoemer Hausfrau
    Großvater mütterlicherseits Paul Thoemer 1851–1918 Architekt; Wirklicher Geheimer Rat; Oberbaurat in Berlin
    Schwester Margarete Conze geb. 1914
    Geschwister zwei weitere Schwestern
    Heirat 1936 in Hannover
    Ehefrau Gisela Conze , geb. Pohlmann 1914–2005 Hausfrau
    Schwiegervater Adolf Pohlmann 1875–1956 Studiendirektor, zuletzt in Hannover; Luftschifffahrer
    Schwiegermutter Paula Pohlmann
    Sohn Hans Conze 1949–1955
    Sohn Albrecht Conze geb. 1954 Dr. iur.; Jurist, Diplomat; Botschafter in Benin, Simbabwe, Bangladesch und Uganda; seit 2020 Mitarbeiter der Wirtschaftskanzlei Dentons; verh. mit Véronique Le Lay (geb. 1960), Drehbuchautorin
    weitere Kinder zwei Töchter, ein Sohn
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Conze, Werner (1910 – 1986)

    • Vater

      Hans Conze

      1879–1942

      Reichsgerichtsrat in Berlin; 1920–1924 Ministerialrat im Reichsjustizministerium, danach Richter am Reichsgericht; Mitglied des Staatsgerichtshofs

      • Großvater väterlicherseits

        Alexander Conze

        1831–1914

        Archäologe; 1869 ordentlicher Professor für Archäologie an der Universität Wien; 1877 Direktor des Skulpturenmuseums in Berlin

      • Großmutter väterlicherseits

        Elise Conze

        1839–1920

        Hausfrau

    • Mutter

      Charlotte Conze

      Hausfrau

      • Großvater mütterlicherseits

        Paul Thoemer

        1851–1918

        Architekt; Wirklicher Geheimer Rat; Oberbaurat in Berlin

    • Schwester

      Margarete Conze

      geb. 1914

    • Heirat

      in

      Hannover

  • Biografie

    Conze besuchte Schulen in Halberstadt, Naumburg an der Saale, Grunewald bei Berlin und Leipzig, damit den Aufstiegsstationen des Vaters zum Reichsgerichtsrat folgend. Nach dem Abitur an der Leipziger Nicolaischule 1929 studierte er Kunstgeschichte, dann Neuere Geschichte in Marburg an der Lahn, Leipzig und Königsberg (Preußen, heute Kaliningrad, Russland). 1934 wurde er hier bei Hans Rothfels (1891–1976) mit einer Studie zur „Sprachinsel“ Hirschenhof zum Dr. phil. promoviert.

    Conze, der seit 1933 Mitglied der SA und seit 1937 der NSDAP war, wurde 1939 zur Wehrmacht eingezogen, war zuletzt an der Ostfront eingesetzt, erlitt dort eine schwere Verletzung und geriet nach Kriegsende kurzzeitig in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1940 nutzte er einen Lazarettaufenthalt, um sich bei dem Soziologen Gunther Ipsen (1899–1984), der ihm neben Rothfels zum wichtigsten Lehrer wurde, in Wien mit einer Arbeit über die Agrarverfassung in Litauen und Weißrussland zu habilitieren. Einem Ruf an die Reichsuniversität Posen (heute Poznań, Polen) konnte er 1943 kriegsbedingt nicht folgen. Conzes Forschungen vor 1945 sowie ein nicht durchgeführtes Projekt zur Geschichte Masowiens sind im Kontext der Mobilisierung der deutschen Wissenschaft für die nationalsozialistische „Lebensraum“-Politik zu verorten.

    Nach 1945 bestritt Conze seinen Lebensunterhalt mit Hörergeldern eines unbesoldeten Lehrauftrags in Göttingen sowie zusätzlichen Unterstützungen durch die Klosterkammer, ehe er 1951 als Lehrstuhlvertreter Kurt von Raumers (1900–1982) an die Universität Münster wechselte. Hier wurde er zum Diätendozenten, 1954 – nach der Ablehnung eines Rufs an die TU Berlin – zum außerordentlichen Professor für Neuere Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und 1956 zum persönlichen Ordinarius für Neuere und Neueste Geschichte ernannt. 1957 erhielt Conze ein Ordinariat für Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg, wo er bis über seine Emeritierung 1979 hinaus lehrte. 1969 wurde er im zweiten Anlauf zum Rektor der Universität gewählt, stellte sich 1970 nach der Verabschiedung einer neuen Grundordnung erneut zur Wahl und unterlag bei dieser dem evangelischen Theologen Rolf Rendtorff (1925–2014). Rufe nach Bonn 1961 und München 1965 lehnte Conze ab.

    In Göttingen entwickelte Conze seine Idee einer „Strukturgeschichte des technisch-industriellen Zeitalters“ – so der Titel eines wegweisenden Vortrags 1956. Als Struktur-, später als Sozialgeschichte benannt, sollten mit diesem Ansatz die grundlegenden Umwälzungen seit der Industrialisierung analysiert werden. Diese, so Conze, seien mit dem methodischen Instrumentarium der herkömmlichen Politikgeschichte nicht angemessen zu erfassen, sondern benötigten eine Untersuchung von Sozialstrukturen, demografischen Entwicklungen, der Arbeiterbewegung, der ländlichen Agrarverfassung, Familienformen oder von Industriestädten. Zugleich wollte Conze die korrespondierende Trennung von Staat und Gesellschaft sowie Politik- und Sozialgeschichte aufheben, da sie eine Analyse moderner Gesellschaften verhindere. Die dahinterstehende politische Agenda zielte darauf ab, mit den Mitteln der Geschichtswissenschaft die Stabilität der bürgerlichen Sozialordnung in der Bundesrepublik wahren zu helfen und die Forderung nach der Rückgewinnung der verlorenen „Ostgebiete“ zu legitimieren, indem weiterhin die vermeintliche Kultivierung Osteuropas durch die Deutschen seit dem Mittelalter „belegt“ wurde. Conze trennte die „Volksgeschichte“ von ihrer NS-ideologischen Aufladung und lenkte ihre politische Stoßrichtung auf den Kalten Krieg um. In wichtigen Aufsätzen wie „Vom ‚Pöbel‘ zum ‚Proletariat‘. Sozialgeschichtliche Voraussetzungen für den Sozialismus in Deutschland“ (1954) legte er früh den Grundstein zu einer methodischen Revision der westdeutschen Geschichtswissenschaft. Seine intellektuellen Stichwortgeber waren u. a. die Soziologen Hans Freyer (1887–1969), Carl Jantke (1909–1989) und Ipsen, außerdem die Historiker Brunner und Reinhard Wittram (1902–1973).

    An seinem Heidelberger Lehrstuhl ließ Conze – sowohl inhaltlich wie von der Forschungspraxis her innovativ – sozialhistorische Großprojekte durchführen; insgesamt betreute er mindestens 55 Dissertationen und zwölf Habilitationen, u. a. von Dieter Groh (1932–2012), Wolfgang Köllmann (1925–1997), Hans Mommsen (1930–2015), Lutz Niethammer (geb. 1939), Wolfgang Schieder (geb. 1935), Heilwig Schomerus (geb. 1944) und Horst Stuke (1928–1976). Conze richtete sein Augenmerk neben der deutschen auf die europäische und außereuropäische Geschichte. So half er, die „Schule der Annales“ in Deutschland bekannt zu machen und beteiligte sich 1962 maßgeblich an der Einrichtung eines Südasien-Instituts an der Universität Heidelberg. Die Geschichtswissenschaft der DDR nahm er als methodisch-politische Konkurrenz ernst. Seine Perspektive auf das Ende der Weimarer Republik brachte er 1957 in der Kontroverse mit Karl Dietrich Bracher (1922–2016) über die Bewertung Heinrich Brünings (1885–1970) zum Ausdruck, indem er Brünings Rolle deutlich positiver zeichnete als Bracher. Sein fortgesetztes Interesse an der Geschichte Ostmitteleuropas schlug sich in der unvollendet gebliebenen Monografie „Ostmitteleuropa von der Spätantike bis zum 18. Jahrhundert“ nieder (postum 1992). Methodisch ließ er sich v. a. von der Soziologie inspirieren, aber auch von Fächern wie der Volkskunde. Diese interdisziplinäre Orientierung mündete in Aufsätzen zur Ethnogenese von Nationen (1985) und zum Verhältnis von Evolution und Geschichte (1986).

    Conze trat auch als wichtiger Wissenschaftsorganisator hervor. So gab er von 1962 bis 1986 die Schriftenreihe „Industrielle Welt“ heraus und gehörte seit 1979 dem Herausgeberkreis der „Vierteljahrschrift für Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ an. Von 1972 bis 1976 fungierte er als Vorsitzender des Verbands Deutscher Historiker. An seinem großzügig ausgestatten Heidelberger Lehrstuhl initiierte Conze mit Fördermitteln des Bundes den bis heute bestehenden „Arbeitskreis für moderne Sozialgeschichte“, um die sozialhistorische Forschung in der Bundesrepublik zu vernetzen. Dem Arbeitskreis gehörten u. a. Theodor Schieder (1908–1984), Brunner, Jantke und Ipsen an sowie später Erich Maschke (1900–1982), Reinhart Koselleck (1923–2006) und Hans-Ulrich Wehler (1931–2014). Aus ihm gingen starke Impulse für eine Begriffsgeschichte hervor, deren Ziel es war, die gesellschaftlichen Umbrüche semantisch zu erfassen. Diesem Zweck und einer Präzisierung der Methodik diente auch das von Conze mitherausgegebene Nachschlagewerk „Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland“ (8 Bde., 1972–1997), an dem seit 1958 gearbeitet wurde. 1959 hielt er die jährliche Rede zum 17. Juni im Deutschen Bundestag, in der er sich für eine unzweideutige Westbindung der Bundesrepublik und eine harte Haltung gegenüber dem Osten stark machte und zugleich darlegte, warum eine Wiedervereinigung nicht aussichtslos sei.

  • Auszeichnungen

    1951 Mitglied der Baltischen Historischen Kommission
    korrespondierendes Mitglied der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Düsseldorf
    1954 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen, Münster (1960 korrespondierendes Mitglied)
    1962 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
    1970 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
    1972–1976 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Historiker
    1976 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • Quellen

    Nachlass:

    Universitätsarchiv Heidelberg, PA 7 676 u. 7 677: Personalakten; H-IV-568/1: Berufungsakte Kühn/Conze; AAKMS: Akten des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte; Rep. 101: Nachlass Werner Conze.

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Wien, Ph. DZ1234–1938/39 u. 1944–1939/40: Personalakten.

    Universitätsarchiv Münster, Kurator Pers.-Akt Nr. 1272, Neue Univ. (Pressestelle) Pers.-Akt 605, Phil. Fak. Pers.-Akt. Nr. 15: Personalakten.

    Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Ea 3/151, Nr. 13: Personalakte.

    Universitätsarchiv Göttingen, Rek. PA Conze: Rektoratsakte.

    Archiv der Ludwig-Maximilian-Universität München. (Berufungsakte)

    Bundesarchiv, Koblenz, Korrespondenz in den Nachlässen N 1179: Hermann Aubin, N 1166: Gerhard Ritter, N 1213: Hans Rothfels, N 1188: Theodor Schieder, N 1226: Reinhard Wittram.

    Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. S. A. Kaehler: Nachlass Siegfried A. Kaehler.

    Sozialforschungsstelle Dortmund, ONr. IX 3 Gunther Ipsen, K 1/14-14/14: Schriftwechsel Gunther Ipsen.

  • Werke

    Monografien und Herausgeberschaften:

    Hirschenhof. Die Geschichte einer deutschen Sprachinsel in Livland, 1934, Nachdr. 1963. (Diss. phil.)

    Agrarverfassung und Bevölkerung in Litauen und Weißrußland. 1. Teil: Die Hufenverfassung im damaligen Großfürstentum Litauen, 1940. (Habilitationsschrift)

    Die Geschichte der 291. Infanterie-Division 1940–1945, 1953.

    Die Strukturgeschichte des technisch-industriellen Zeitalters als Aufgabe für Forschung und Unterricht, 1957.

    Quellen zur Geschichte der deutschen Bauernbefreiung, 1957. (Hg.)

    Polnische Nation und polnische Politik im Ersten Weltkrieg, 1958.

    Der 17. Juni. Tag der deutschen Freiheit und Einheit, 1960. (Bundestagsrede 1959)

    Die deutsche Nation. Ergebnis der Geschichte, 1963.

    Das deutsch-russische Verhältnis im Wandel der modernen Welt, 1967.

    Otto Brunner/Werner Conze/Reinhart Koselleck, Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, 8 Bde., 1972–1997.

    Werner Conze/Erich Kosthorst/Elfriede Nebgen, Jakob Kaiser. Politiker zwischen Ost und West. 1945–1949, 1969, Nachdr. 1985.

    Ostmitteleuropa von der Spätantike bis zum 18. Jahrhundert, hg. u. mit einem Nachw. versehen v. Klaus Zernack, 1992, 21993.

    Aufsätze:

    Die ländliche Überbevölkerung in Polen, in: Dimitri Gusti (Hg.), Arbeiten des XIV. Internationalen Soziologen Kongresses [sic] Bucaresti. Mitteilungen. Abteilung B – Das Dorf. 1. Bd., 1940, S. 40–48.

    Königsberg und die Erneuerung Preußens, in: Gunther Ipsen (Hg.), Wir Ostpreußen, 1950, S. 181–196.

    Vom „Pöbel“ zum „Proletariat“. Sozialgeschichtliche Voraussetzungen für den Sozialismus in Deutschland, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 41 (1954), S. 333–364.

    Staat und Gesellschaft im deutschen Vormärz 1815–1848. Sieben Beiträge von Theodor Schieder, Otto Brunner, Reinhart Koselleck, Wolfgang Zorn, Wolfram Fischer, Erich Angermann, Werner Conze, 1962, S. 207–269.

    Akademische Antrittsrede, in: Jahrbuch der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1962/63, 1963, S. 54–60.

    Die Regierung Brüning, in: Theodor Schieder/Ferdinand A. Hermens (Hg.), Staat, Wirtschaft und Politik in der Weimarer Republik. Festschrift für Heinrich Brüning, 1967, S. 233–248.

    Die Reichsverfassungsreform als Ziel der Politik Brünings, in: Der Staat 11 (1972), S. 209–217.

    Ethnogenese und Nationsbildung – Ostmitteleuropa als Beispiel, in: Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften (Hg.), Studien zur Ethnogenese, 1985, S. 189–208.

    Die Königsberger Jahre, in: Andreas Hillgruber (Hg.), Vom Beruf des Historikers in einer Zeit beschleunigten Wandels. Gedenkschrift für Theodor Schieder, 1985, S. 23–31.

    Evolution und Geschichte. Die doppelte Verzeitlichung des Menschen, in: Historische Zeitschrift 242 (1986), S. 1–30.

    Gesellschaft – Staat – Nation. Gesammelte Aufsätze, hg. v. Ulrich Engelhardt/Reinhart Koselleck/Wolfgang Schieder, 1992.

    Bibliografie:

    Gesellschaft – Staat – Nation. Gesammelte Aufsätze, hg. v. Ulrich Engelhardt/Reinhart Koselleck/Wolfgang Schieder, 1992, S. 487–504.

    Bibliografie der Sekundärliteratur in der Internetpräsenz des Herder-Instituts für Ostmitteleuropaforschung. (Onlineressource)

  • Literatur

    Monografien:

    Thomas Etzemüller, Sozialgeschichte als politische Geschichte. Werner Conze und die Neuorientierung der westdeutschen Geschichtswissenschaft, 2001.

    Jan Eike Dunkhase, Werner Conze. Ein deutscher Historiker im 20. Jahrhundert, 2010. (P)

    Aufsätze und Beiträge:

    Wolfgang Weber, Art. „Werner Conze“, in: ders., Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1984, S. 92.

    Jürgen Kocka, Werner Conze und die Sozialgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 37 (1986), S. 595–602.

    Wolfgang Zorn, Nachruf auf Werner Conze, in: Vierteljahrschrift für Wirtschafts- und Sozialgeschichte 73 (1986), S. 153–157.

    Reinhart Koselleck, Werner Conze. Tradition und Innovation, in: Historische Zeitschrift 245 (1987), S. 529–543.

    Wolfgang Schieder, Sozialgeschichte zwischen Soziologie und Geschichte. Das wissenschaftliche Lebenswerk Werner Conzes, in: Geschichte und Gesellschaft 13 (1987), S. 244–266.

    Irmeline Veit-Brause, Werner Conze (1910–1986). The Measure of History and the Historian‘s Measures, in: Hartmut Lehmann/James Van Horn Melton (Hg.), Paths of Continuity. Central European Historiography from the 1930s to the 1950s, 1994, S. 299–343.

    Jan Eike Dunkhase, Art. „Conze Werner“, in: Baden-Württembergische Biographien, Bd. 5, 2013, S. 57–59. (Onlineressource)

    Werner Lausecker, Art. „Werner Conze“, in: Michael Fahlbusch/Ingo Haar/Alexander Pinwinkler (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften. Akteure, Netzwerke, Forschungsprogramme, 22017, Bd. 1, S. 132–143.

  • Autor/in

    Thomas Etzemüller (Oldenburg)

  • Zitierweise

    Etzemüller, Thomas, „Conze, Werner“ in: NDB-online, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118521993.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA