Böhm, Franz

Lebensdaten
1895 – 1977
Geburtsort
Konstanz
Sterbeort
Rockenberg bei Gießen
Beruf/Funktion
Jurist ; Politiker ; Wirtschaftswissenschaftler ; Schriftsteller ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118512471 | GND-Explorer | OGND | VIAF
Namensvarianten

  • Böhm, Franz Josef Emil
  • Böhm, Franz
  • Böhm, Franz Josef Emil
  • Böhm, Franz Josef Emil

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Zitierweise

Böhm, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118512471.html#indexcontent [23.04.2026].

CC0

  • Böhm, Franz Josef Emil

    1895 – 1977

    Jurist, Politiker

    Franz Böhm gilt als Mitbegründer der Freiburger Schule der Nationalökonomie, des Ordoliberalismus und der sozialen Marktwirtschaft. Als Mitglied des Bundestags von 1953 bis 1965 nahm er entscheidenden Einfluss auf das deutsche Kartellrecht, das auch das europäische Wettbewerbsrecht beeinflusste. Er leitete 1952 die Delegation, die das deutsch-israelische Entschädigungsabkommen aushandelte und wirkte am Wiedergutmachungsrecht für Opfer des Nationalsozialismus mit.

    Lebensdaten

    Geboren am 16. Februar 1895 in Konstanz
    Gestorben am 26. September 1977 in Rockenberg bei Gießen
    Grabstätte Hauptfriedhof, Gewann II Nr. 204 in Frankfurt am Main
    Konfession evangelisch
    Franz Böhm, Universitätsarchiv Frankfurt am Main (InC)
    Franz Böhm, Universitätsarchiv Frankfurt am Main (InC)
  • 16. Februar 1895 - Konstanz

    1901 - 1913 - Karlsruhe

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Vorschule; seit 1904 Humanistisches Gymnasium

    1913 - 1914 - Karlsruhe

    einjährig-freiwilliger Militärdienst

    Feldartillerie-Regiment Großherzog (1. Bad.) Nr. 14

    1914 - 1918 - u. a. Palästina

    Kriegsdienst

    u. a. Deutsches Asienkorps

    1918 - Januar 1919 - Prinzeninseln im Marmarameer, Konstantinopel

    Kriegsgefangenschaft; Internierung

    1919 - 1922 - Freiburg im Breisgau

    Studium der Rechts- und Staatswissenschaften (Abschluss: Erstes juristisches Staatsexamen)

    Universität

    1922 - 1924 - Karlsruhe

    Referendar (Abschluss: Zweites juristisches Staatsexamen)

    Dezember 1924 - Freiburg im Breisgau

    Staatsanwalt

    Landgericht

    Januar 1925 - 1931 - Berlin

    Referent

    Kartell-Abteilung des Reichswirtschaftsministeriums

    1932 - Freiburg im Breisgau

    Promotion (Dr. iur.)

    Universität

    1934 - 1936 - Freiburg im Breisgau

    Habilitation für Handels- und Wirtschaftsrecht; Privatdozent

    Universität

    1936 - 1938 - Jena

    Lehrstuhlvertreter für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht

    Universität

    1938 - Berlin

    Zurückziehung des Vertretungsauftrags; Verbot einer Dozentur

    Reichs- und Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

    1938 - 1940 - Jena; Berlin

    Disziplinarverfahren; Einstellung

    Dienststrafkammer; Reichsdienststrafhof

    1938 - 1944 - Jena; Freiburg im Breisgau

    Kontakte zu Widerstandsgruppen

    1940 - 1945 - Eisenach

    Staatsanwalt im Wartestand

    Landgericht

    April 1945 - 1946 - Freiburg im Breisgau

    ordentlicher Professor für Handels-, Wirtschafts-, Arbeits- und Bürgerliches Recht; Prorektor

    Universität

    Oktober 1945 - 1945 - Frankfurt-Höchst

    Berater für Dekartellisierung

    US-Hauptquartier

    1945 - 1977 - Frankfurt am Main

    Mitglied

    CDU

    November 1945 - Februar 1946 - Wiesbaden

    Minister für Kultus und Unterricht

    Staatsministerium (Landesregierung) Groß-Hessen

    1946 - 1962 - Frankfurt am Main

    ordentlicher Professor für Bürgerliches, Handels- und Wirtschaftsrecht (1946/47 und 1953/54 Dekan)

    Universität

    1948 - 1949 - Frankfurt am Main

    Rektor

    Universität

    1948 - 1949 - Frankfurt am Main

    Mitglied

    Wissenschaftlicher Beirat der Verwaltung für Wirtschaft der Bizone

    1949 - 1977 - Bonn

    Mitglied

    Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft

    1952 - Wassenaar (Niederlande); Luxemburg

    Leiter

    bundesdeutsche Delegation für das Wiedergutmachungsabkommen mit Israel und der Jewish Claims Conference

    1953 - 1965 - Bonn

    Abgeordneter der CDU

    Bundestag

    26. September 1977 - Rockenberg bei Gießen

    Böhm, in großbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, absolvierte das Gymnasium in Karlsruhe (Abitur 1913), diente als Einjährig-Freiwilliger im Badischen Feldartillerieregiment Nr. 14 und von Beginn an im Ersten Weltkrieg, zuletzt im Deutschen Asienkorps in Palästina; bis Januar 1919 war er auf den Prinzeninseln im Marmarameer interniert. Nach der Entlassung nahm er noch 1919 ein juristisches Studium in Freiburg im Breisgau auf und legte 1922 das Erste, 1924 das Zweite juristische Staatsexamen ab. Ende 1924 zum Staatsanwalt ernannt, wechselte Böhm bereits zum Januar 1925 in das Kartellreferat im Reichswirtschaftsministerium. 1931 kehrte er an die Universität Freiburg im Breisgau zurück, wo er in schneller Folge 1932 die Promotion zum Dr. iur. und 1933 die Habilitation für Handels- und Wirtschaftsrecht abschloss.

    Die von Heinrich Hoeniger (1879–1961) betreute Dissertation „Der Kampf des Monopolisten gegen den Außenseiter als wettbewerbsrechtliches Problem“ (1933) verstand sich als „Vorstufe zu einer Untersuchung über die Struktur des Wettbewerbs- und Kartellrechts“, die er anschließend mit der Habilitationsschrift „Wettbewerb und Monopolkampf“ (1933) vorlegte. Diese wurde von Hans Großmann-Doerth (1894–1944) und Walter Eucken (1891–1950) begutachtet, die mit Böhm Mitte der 1930er Jahre die sog. Freiburger Schule begründeten.

    Als Privatdozent an der Universität Freiburg im Breisgau von 1934 bis 1936 erhielt Böhm ein Dozentenstipendium des Badischen Kultusministeriums, ehe er 1936 mit der kommissarischen Verwaltung eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht an der Universität Jena betraut wurde. Wegen kritischer Äußerungen im privaten Kreis gegen den Antisemitismus wurde er von einem SS-Funktionär bei der Gestapo denunziert und 1939 aus dem Dienst entlassen. Nach dem endgültigen Entzug der Lehrbefugnis 1940 setzte er seine Mitwirkung an verschiedenen Freiburger Gesprächskreisen fort, die sich mit einer künftigen Wirtschaftspolitik befassten und den Widerstandsgruppen um Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) und Carl Goerdeler (1884–1945) nahestanden. Aufgrund einer Namensverwechslung entging er der Verhaftungswelle nach dem 20. Juli 1944.

    Im April 1945 wurde Böhm zum ordentlichen Professor für Handels-, Wirtschafts-, Arbeits- und Bürgerliches Recht an die Universität Freiburg im Breisgau berufen, wo er auch das Amt des Prorektors versah. Aufgrund seiner Arbeiten zum Wettbewerbsrecht sagte er zu, für drei Monate als Berater des US-Hauptquartiers in Frankfurt-Höchst zu Fragen der Dekartellisierung zur Verfügung zu stehen, trat jedoch am 1. November 1945 das Amt des Kultusministers in der ersten hessischen Nachkriegsregierung im Kabinett Karl Geilers (1878–1953) an; wegen Meinungsverschiedenheiten mit den US-Behörden über die Gymnasialbildung trat er im Februar 1946 zurück. Einem Ruf auf die Professur für Bürgerliches, Handels- und Wirtschaftsrecht an die Universität Frankfurt am Main folgte er im selben Jahr und wurde zwei Mal zum Dekan der Juristischen Fakultät und 1948/49 als Nachfolger Walter Hallsteins (1901–1982) zum Rektor gewählt.

    Seit 1947 gehörte Böhm wirtschaftspolitischen und -wissenschaftlichen Ausschüssen und Beiräten des Länderrats der US-amerikanischen und der Bizone, der CDU in der britischen Zone, des vereinigten Wirtschaftsgebiets und seit 1949 des Bundeswirtschaftsministeriums an. Seine Reputation trug ihm die Leitung der deutschen Delegation bei den Verhandlungen über einen Wiedergutmachungsvertrag mit Israel und der Jewish Claims Conference ein, die im Luxemburger Abkommen vom 10. September 1952 ihren Abschluss fanden; während dieser Zeit entging er in Den Haag einem Briefbombenattentat.

    Von 1953 bis 1965 gehörte Böhm als Abgeordneter der CDU dem Deutschen Bundestag an. Bereits als Berater hatte er an den Vorarbeiten zum Gesetz über die Montanmitbestimmung von Mai 1951 mitgewirkt, nun prägte er entscheidend die Arbeiten an dem 1957 verabschiedeten Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und der sog. Wiedergutmachungsgesetzgebung im Hinblick auf Opfer des Nationalsozialismus. Böhm war 1951 Gründungsmitglied des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, dessen Stiftungsrat er bis zu seinem Tod angehörte.

    Böhms Nachruhm gründet sich in erster Linie auf seine Rolle in der Freiburger Schule der Nationalökonomie, aus welcher der Ordoliberalismus und die soziale Marktwirtschaft hervorgingen, und bei der Begründung des bundesdeutschen Kartellrechts. Seine Intention war es, die Idee des Ordoliberalismus in die Sprache des Rechts zu übersetzen. Diese geht von der Erkenntnis aus, dass ungeregelte Marktfreiheit der einen Freiheitsverluste anderer nach sich ziehen kann, weshalb es der Ordnungspolitik bedarf, d. h. Regeln, die einem Missbrauch privater Macht entgegenstehen, und Institutionen, die deren Einhaltung überwachen. Regeln und Institutionen ergeben zusammen die Verfassung der Privatrechtsgesellschaft, in der zur Erreichung des Gemeinwohls eine nichthierarchische Koordination der Interessen stattfinden kann. Böhm war 1948 Mitgründer und bis zu seinem Tod Mitherausgeber der Zeitschrift „ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft“.

    Spätere Kritiker wie etwa Böhms Weggefährte und Frankfurter Kollege Heinrich Kronstein (1897–1972) entgegneten, dass dieser Entwurf zu idealistisch sei, nur das Individuum und den Staat betrachte und den Einfluss der Institutionen unterschätze. Böhms Ansatz wich daher in den 1960er Jahren einer wertorientierten Privatrechtslehre.

    Ein zentraler Schauplatz der Auseinandersetzung um die Privatrechtsordnung war in der Weimarer Zeit, auf die sich Böhms frühe Schriften beziehen, und erneut in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik das Kartellrecht. Die Kontroverse in der Bundesrepublik zwischen Vertretern einer wirtschaftsliberalen Politik wie Böhm, Eucken oder Ludwig Erhard (1897–1977) und etwa dem Bundesverband der Deutschen Industrie, vertreten durch dessen Präsidenten Fritz Berg (1901–1979), mündete in das GWB und in die Gründung des Bundeskartellamts 1958. Das GWB trat am selben Tag in Kraft wie der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der zentrale Elemente des bundesdeutschen Kartellrechts aufnahm und als Muster für die Wettbewerbsgesetze aller EU-Mitgliedstaaten diente. Böhms wichtigster Schüler war Ernst-Joachim Mestmäcker (1926–2024).

    1949–1971 Mitgründer und erster Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
    1951–1977 Gründungsmitglied des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (1951–1969 Vorstandsvorsitzender, Mitglied des Stiftungsrats)
    1954 Goethe-Plakette des Landes Hessen
    1955 Stephen S. Wise Award des American Jewish Congress
    1956 Médaille Dixième Anniversaire des Zentralverbands belgischer Widerstandskämpfer
    1956 Dr. h. c., New School of Social Research, New York City
    1960 Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main
    1960 Dr. rer. pol. h. c., Universität Frankfurt am Main
    1970 Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1975 mit Stern und Schulterband)
    1970 Freiherr-vom-Stein-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung
    1970 Alexander-Rüstow-Plakette der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft
    1970 Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland
    2017 Franz-Böhm-Vorlesung des Walter Eucken Instituts, Freiburg im Breisgau (jährlich)

    Nachlass:

    Konrad Adenauer Stiftung, Archiv für Christlich Demokratische Politik, St. Augustin, Nr. 01-200 Franz Böhm. (weiterführende Informationen)

    Weitere Archivmaterialien:

    Universitätsarchiv Freiburg im Breisgau, Bestand B-0017, Verz.-Einh. 600, Böhm, Franz.

    Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde, Reichsjustizministerium R 3001/5 2107. (Personalakte).

    Hessisches Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden, Abt. 504, Nr. 5 042. (Personalakte)

    Universitätsarchiv Frankfurt am Main, Hauptakte, Abt. 14 Nr. 269.

    Gedruckte Quellen:

    Franz Böhm, [Briefe von 1941 bis 1975], in: Edgar Bonjour (Hg.), Freundesbriefe, 1987, S. 23–51.

    Monografien:

    Der Kampf des Monopolisten gegen den Außenseiter als wettbewerbsrechtliches Problem. Vorstudien zu einer Untersuchung über die Struktur des Wettbewerbs- und Kampfrechts, 1933. (Diss. iur.)

    Wettbewerb und Monopolkampf. Eine Untersuchung zur Frage des wirtschaftlichen Kampfrechts und zur Frage der rechtlichen Struktur der geltenden Wirtschaftsordnung, 1933, Nachdr. 1964, Neuausg. 2010. (Habilitationsschrift)

    Die Ordnung der Wirtschaft als geschichtliche Aufgabe und rechtsschöpferische Leistung, 1937.

    Wirtschaftsordnung und Staatsverfassung, 1950.

    Die Aufgaben der freien Marktwirtschaft, 1951.

    Der vollständige Wettbewerb und die Antimonopolgesetzgebung. Das Programm der Freiheit, 1953.

    Die Luxemburger Wiedergutmachungsverträge und der arabische Einspruch gegen den Israelvertrag, 1954.

    Aufsätze:

    Das Problem der privaten Macht, in: Die Justiz 3 (1928), S. 324–345.

    Recht und Macht, in: Die Tatwelt 10 (1934), S. 115–132 u. 169–193.

    Der Wettbewerb als Instrument staatlicher Wirtschaftslenkung, in: Günter Schmölders (Hg.), Der Wettbewerb als Mittel volkswirtschaftlicher Leistungssteigerung und Leistungsauslese, 1942, S. 4–92.

    Pestalozzi als Erzieher und Staatsdenker, in: Ansprachen des Ministerpräsidenten und des Ministers für Kultus und Unterricht in Großhessen bei der Gedenkfeier vom 8. Februar 1946, S. 8–32.

    Die Bedeutung der Wirtschaftsordnung für die politische Verfassung, in: Süddeutsche Juristen-Zeitung 1 (1946), H. 6, Sp. 141–149. (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Kartellauflösung und Konzernentflechtung. Spezialistenaufgabe oder Schicksalsfrage?, in: Süddeutsche Juristen-Zeitung 2 (1947), H. 9, Sp. 495–505. (zugangsbeschränkte Onlineressource)

    Das Reichsgericht und die Kartelle, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 1 (1948), S. 197–213.

    Die Idee des ORDO im Denken Walter Euckens, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 3 (1950), S. XV–LXIV.

    Das wirtschaftliche Mitbestimmungsrecht der Arbeiter im Betrieb, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 4 (1951), S. 21–250.

    Der Rechtsstaat und der soziale Wohlfahrtsstaat, in: Erich Kosiol/Andreas Paulsen (Hg.), Grundsatzfragen der Wirtschaftsordnung, 1953, S. 96–174.

    Der vollständige Wettbewerb und die Antimonopolgesetzgebung, in: Wirtschaft und Wettbewerb 3 (1953), S. 178–192.

    Die Sozialpolitik in der Marktwirtschaft, in: Sozialer Fortschritt 3 (1954), S. 125–130.

    Eine Weltverpflichtung. Israels Recht auf Existenz, in: Die Gegenwart 11 (1956), S. 496–500.

    Wettbewerbsfreiheit und Kartellfreiheit, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 10 (1958), S. 167–203.

    Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Franz Böhm. Reden und Schriften über die Ordnung einer freien Gesellschaft, einer freien Wirtschaft und über die Wiedergutmachung, 1960. (Aufsatzsammlung)

    Die deutsch-israelischen Beziehungen, in: Die Gegenwart 19 (1965), S. 601–625.

    Privatrechtsgesellschaft und Marktwirtschaft, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 17 (1966), S. 75–151.

    Der Zusammenhang zwischen Eigentum, Arbeitskraft und dem Betreiben eines Unternehmens, in: Kurt Biedenkopf/Helmut Coing/Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Festgabe für Heinrich Kronstein, 1967, S. 11–45.

    Das Recht der internationalen Kartelle, in: ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft 20 (1969), S. 295–332.

    Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Franz Böhm. Freiheit und Ordnung in der Marktwirtschaft, 1980. (Aufsatzsammlung)

    Mitherausgeber:

    ORDO. Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, 1948–1977.

    Lexikonartikel:

    Art. „Großmann-Doerth, Hans Gustav“, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 7, 1966, S. 155. (Onlineressource)

    Monografien und Sammelwerke:

    Marie Baum, Leuchtende Spur. Das Leben Ricarda Huchs, 1950.

    Christine Blumenberg-Lampe, Das wirtschaftspolitische Programm der „Freiburger Kreise“. Entwurf einer freiheitlich-sozialen Nachkriegswirtschaft – Nationalökonomen gegen Nationalsozialismus, 1973.

    Kurt Biedenkopf/Eberhard Günter/Bruno Heck/Yohanan Meroz/Ernst-Joachim Mestmäcker, Franz Böhm. Beiträge zu Leben und Wirken, 1980.

    Traugott Roser, Protestantismus und Soziale Marktwirtschaft. Eine Studie am Beispiel Franz Böhms, 1998.

    Tamara Zieschang, Das Staatsbild Franz Böhms, 2003.

    Nils Goldschmidt (Hg.), Wirtschaft, Politik und Freiheit. Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und der Widerstand, 2005.

    Niels Hansen, Franz Böhm mit Ricarda Huch. Zwei wahre Patrioten, 2009.

    Karl Riesenhuber (Hg.), Privatrechtsgesellschaft, 2009.

    Hans Maier (Hg.), Die Freiburger Kreise. Akademischer Widerstand und Soziale Marktwirtschaft, 2014.

    Ernst-Joachim Mestmäcker, Wettbewerb in der Privatrechtsgesellschaft, 2019.

    Aufsätze und Beiträge:

    Ernst-Joachim Mestmäcker, Der Böhm-Entwurf eines Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, in: Wirtschaft und Wettbewerb 5 (1955), S. 285–295.

    Alexander Hollerbach, Wissenschaft und Politik. Streiflichter zu Leben und Werk Franz Böhms (1895–1977), in: Dieter Schwab/Joseph Listl/Hans-Wolfgang Strätz/Dieter Giesen (Hg.), Staat, Kirche, Wissenschaft in einer pluralistischen Gesellschaft. Festschrift zum 65. Geburtstag von Paul Mikat, 1989, S. 283–299.

    Rudolf Wiethölter, Franz Böhm (1895–1977), in: Bernhard Diestelkamp/Michael Stolleis (Hg.), Juristen an der Universität Frankfurt am Main, 1989, S. 208–252.

    Jan Tumlir, Franz Böhm and the Development of Economic-constitutional Analysis, in: Alan Peacock/Hans Willgerodt (Hg.), German Neo-Liberals and the Social Market Economy, 1989, S. 125–141.

    Ernst-Joachim Mestmäcker, Franz Böhm, in: Stefan Grundmann/Karl Riesenhuber (Hg.), Deutschsprachige Zivilrechtslehrer des 20. Jahrhunderts in Berichten ihrer Schüler. Eine Ideengeschichte in Einzeldarstellungen, Bd. 1, 2007, S. 31–54.

    Louis Pahlow, Die Entzauberung des Ordoliberalismus. Heinrich Kronstein und das Frankfurter Institut für ausländisches und internationales Wirtschaftsrecht in den 1950er und 1960er Jahren, in: 100 Jahre Rechtswissenschaft in Frankfurt. Erfahrungen, Herausforderungen, Erwartungen, hg. v. Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2014, S. 395–408.

    Gunther Teubner, Wirtschaftsverfassung oder Wirtschaftsdemokratie? Franz Böhm und Hugo Sinzheimer jenseits des Nationalstaates, in: ebd., S. 519–534.

    Sebastian Sigler, Franz Böhm. Wie einer der Väter der sozialen Marktwirtschaft der Gestapo entkam, in: ders. (Hg.), Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler, 2014, S. 229–248.

    Jochen Mohr, Die Interdependenz der Ordnungen als rechts- und wirtschaftsphilosophische Konzeption. Law and Economics bei Walter Eucken und Franz Böhm, in: JuristenZeitung 73 (2018), S. 685–694.

    Festschriften:

    Helmut Coing/Heinrich Kronstein/Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Wirtschaftsordnung und Rechtsordnung. Festschrift zum 70. Geburtstag von Franz Böhm, 1965.

    Heinz Sauermann/Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Wirtschaftsordnung und Staatsverfassung. Festschrift für Franz Böhm zum 80. Geburtstag, 1975.

    Ludwig-Erhard-Stiftung (Hg.), Wirtschaftsordnung als Aufgabe. Zum 100. Geburtstag von Franz Böhm, 1995.

    Nachrufe:

    Helmut Coing/Horst Dieter Schlosser, Professor Franz Böhm †, in: Uni-Report Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt v. 26.10.1977, S. 11.

    Ernst-Joachim Mestmäcker, Franz Böhm in memoriam, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft 133 (1977), S. 573 f.

    Lexikonartikel:

    Michael Stolleis, Art. „Böhm, Franz“, in: Frankfurter Personenlexikon. (L, P) (Onlineressource)

    Fotografie, ca. 1960, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main.

    Fotografie, undatiert, Fotograf unbekannt, Abbildung in: Helmut Coing/Heinrich Kronstein/Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Wirtschaftsordnung und Rechtsordnung. Festschrift zum 70. Geburtstag von Franz Böhm, 1965.

    Fotografie, Abbildung in: Heinz Sauermann/Ernst-Joachim Mestmäcker (Hg.), Wirtschaftsordnung und Staatsverfassung. Festschrift für Franz Böhm zum 80. Geburtstag, 1975.

    Fotografie, Universitätsarchiv Frankfurt am Main, Abbildung in: Bernhard Diestelkamp/Michael Stolleis (Hg.), Juristen an der Universität Frankfurt am Main, 1989, S. 209.

  • Autor/in

    Stefan Kadelbach (Frankfurt am Main)

  • Zitierweise

    Kadelbach, Stefan, „Böhm, Franz“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118512471.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA