Bauer, Fritz
- Lebensdaten
- 1903 – 1968
- Geburtsort
- Stuttgart
- Sterbeort
- Frankfurt am Main
- Beruf/Funktion
- Jurist ; Generalstaatsanwalt ; Richter ; Schauspieler
- Konfession
- jüdisch
- Normdaten
- GND: 119375664 | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
-
- Bauer, Fritz
- Bauer, Fritz Max
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-
Bauer, Fritz
1903 – 1968
Jurist, Generalstaatsanwalt
Fritz Bauer war eine zentrale Figur der justiziellen Aufarbeitung des NS-Unrechts in der Bundesrepublik. Nach seiner Rückkehr aus dem skandinavischen Exil 1949 war er Generalstaatsanwalt in Braunschweig, ab 1956 in Frankfurt am Main. Er initiierte den ersten Auschwitz-Prozess, der von 1963 bis 1965 stattfand, und bereitete zahlreiche weitere Verfahren vor, die für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit von großer Bedeutung waren.
Lebensdaten
Fritz Bauer, Imago Images (InC) -
Autor/in
→Lena Foljanty (Wien)
-
Zitierweise
Foljanty, Lena, „Bauer, Fritz“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119375664.html#dbocontent
Ausbildung, Tätigkeit und Emigration bis 1945
Bauer, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, besuchte das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart, wo er 1921 das Abitur erhielt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, München und Tübingen und dem Ersten juristischen Staatsexamen 1924 wurde er 1927 bei Karl Geiler (1878–1953) in Heidelberg mit der wirtschaftsrechtlichen Dissertation „Die rechtliche Struktur der Truste“, einem Vergleich von Deutschland, den USA und Russland, zum Dr. iur. promoviert. 1928 legte er das Zweite juristische Staatsexamen ab und wurde Hilfsstaatsanwalt in Stuttgart, 1930 Richter am dortigen Amtsgericht. Seit 1920 Mitglied der SPD, war er 1928 Mitgründer des Republikanischen Richterbunds und trat dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold bei, wo er zuletzt Vorsitzender von dessen Stuttgarter Ortsgruppe war. Im März 1933 wurde er im Konzentrationslager Heuberg bei Stetten (Schwäbische Alb) und in einer Haftanstalt in Ulm inhaftiert und kam im November wieder frei. Aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ im Mai 1933 entlassen, emigrierte er im März 1936 nach Kopenhagen. 1941 publizierte er in dänischer Sprache das ökonomische Buch „Penge“ (dt. Geld).
Nach der Besetzung Dänemarks, mehreren kurzzeitigen Verhaftungen und dem Beginn der Deportationen von Juden flüchtete Bauer im Oktober 1943 mit seiner Familie nach Stockholm, wo er als freier Publizist, im Landesvorstand der Exil-SPD sowie als Chefredakteur und Mitherausgeber von deren Zeitschrift „Sozialistische Tribüne“ arbeitete, die er Ende 1944 u. a. mit Willy Brandt (1913–1992) gegründet hatte. 1944 veröffentlichte er in schwedischer Sprache das Buch „Krigsförbrytarna inför domstol“, das 1945 u. d. T. „Die Kriegsverbrecher vor Gericht“ in deutscher Sprache erschien.
Justizielle Aufarbeitung der NS-Verbrechen
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollte Bauer in Deutschland am Wiederaufbau einer Demokratie mitwirken. Da sich zunächst keine passende Position ergab, kehrte er nach einem kurzen Aufenthalt in Braunschweig zunächst nach Dänemark zurück, wo er für die Zeitschrift „Deutsche Nachrichten“ schrieb, die sich an deutsche Flüchtlinge richtete und das Ziel der Reeducation verfolgte. 1949 wurde ihm mit Unterstützung des SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher (1895–1952), den er seit Ende der 1920er Jahre kannte, die Position als Landgerichtsdirektor in Braunschweig angeboten. 1950 wurde er zum Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Braunschweig, 1956 unter Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) (SPD) zum Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Frankfurt am Main ernannt; diese Position hatte er bis zu seinem Tod inne.
Bauer stellte sich wie kein anderer Angehöriger der bundesdeutschen Justiz in den Dienst der Aufarbeitung des NS-Unrechts. Der von ihm initiierte erste Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gegen Angehörige des SS-Lagerpersonals stellt einen Wendepunkt in der Erinnerungsgeschichte der Nachkriegszeit dar und rückte Auschwitz in das Bewusstsein der westdeutschen Öffentlichkeit: Dank Bauer wurden nicht nur die Taten der zunächst 22, später 20 Angeklagten verhandelt, sondern der gesamte Verbrechenskomplex Auschwitz unter Hinzuziehung zeithistorischer Gutachten. Erstmals fanden die Überlebenden von Auschwitz vor einem deutschen Gericht umfassend Gehör, denn unter den 360 vernommenen Zeugen waren 211 Opferzeugen.
Daneben leitete Bauer zahlreiche Verfahren ein, die wegweisend für die justizielle Aufarbeitung des Nationalsozialismus waren. 1952 vertrat er persönlich die Anklage vor dem Landgericht Braunschweig gegen Otto-Ernst Remer (1912–1997), den stellvertretenden Vorsitzenden der rechtsextremen und kurze Zeit später verbotenen Sozialistischen Reichspartei (SRP), der zum Scheitern des Putsches vom 20. Juli 1944 beigetragen und die Widerstandskämpfer um Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907–1944) in der Bundesrepublik öffentlich als „Landesverräter“ bezeichnet hatte. Remers Verurteilung wegen übler Nachrede (§ 186 StGB), da kein Verrat vorliege, war mutig, wurde breit diskutiert und wird heute als entscheidender Schritt auf dem Weg zur Rehabilitierung des Widerstands gegen den Nationalsozialismus gesehen.
In Frankfurt am Main leitete Bauer u. a. Ermittlungen gegen Josef Mengele (1911–1979), Martin Bormann (1900–1945) und Adolf Eichmann (1906–1962) ein, die gegen Mengele erfolglos blieben, gegen Bormann durch dessen Tod 1945 überholt waren, aber gegen Eichmann zu einem Welt- und Fernsehereignis wurden. Bauer umging die ambivalente bundesdeutsche Strafjustiz, indem er seit 1957 dem israelischen Geheimdienst Mossad Informationen zu Eichmanns Aufenthalt weitergab und auf israelische Stellen einwirkte, für dessen Verhaftung aktiv zu werden.
Daneben ermittelten Bauers Behörde und die ihm nachgeordneten Staatsanwaltschaften u. a. zum Genozid an den Sinti und Roma, zu den Deportationen der ungarischen, bulgarischen und griechischen Juden, zu den Verbrechen in Dänemark, zu Massenexekutionen durch Einsatzgruppen im besetzten Osteuropa sowie zu den „Euthanasie“-Morden, insbesondere auch gegen die Spitzen der NS-Justiz, die diese gedeckt hatten. Die Strafverfahren mündeten überwiegend in milde Strafen oder Verfahrenseinstellungen; dies gilt insbesondere für die „Euthanasie“-Verfahren, bei denen sich ein Großteil der Angeklagten der Strafverfolgung entziehen konnte; das Verfahren gegen die Justizspitzen wurde nach Bauers Tod eingestellt. Bauers Tätigkeit war in der bundesdeutschen Justiz und Öffentlichkeit stark umstritten, was er in den 1960er Jahren mit dem Satz beschrieb: „Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland“.
Engagement in Politik und Strafrechtsreform
Bauer blieb politisch engagiert, als SPD-Mitglied, Mitgründer und Gründungsherausgeber der SPD-nahen Zeitschrift „Die neue Gesellschaft“ (1954), Mitgründer der kritischen Bürgerrechtsvereinigung Humanistische Union (1961) sowie der Zeitschrift „Kritische Justiz“ (1968). Mit zwölf Büchern und zahlreichen kleineren Schriften griff er in aktuelle Diskussionen ein. Neben der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit war ihm die Reform des Straf- und Strafvollzugsrechts ein dringendes Anliegen mit dem Ziel, die sozialen Hintergründe einer Tat zu berücksichtigen und eine wahre Resozialisierung zu ermöglichen. Er setzte sich für die Abschaffung des § 175 StGB ein, der noch bis 1994 männliche Homosexualität unter Strafe stellte, und trat engagiert für eine demokratische und pluralistische Gesellschaft sowie die Verantwortungsübernahme des Einzelnen ein. Die juristische Zeitgeschichte würdigte ihn nach seinem Tod nicht. Erst 2009 und 2013 erschienen umfassende Biografien. 2017 und 2019 wurden sein ehemaliges Arbeitszimmer im Landgericht Frankfurt am Main und der Auschwitzprozesssaal im Bürgerhaus Gallus nach ihm benannt.
| 1968 | Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union (ein- oder zweijährlich) |
| 1968 | Ludwig-Thoma-Medaille der Stadt München in Gold |
| 1995 | Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Frankfurt am Main |
| seit 2010 | Benennungen von Straßen und Plätzen nach Fritz Bauer, u. a. in Stuttgart-Sillenbuch (2010), Frankfurt am Main (2011), Braunschweig (2012), Tübingen (2017), München (2017), Bonn (2018), Darmstadt (2023) |
| 2012 | Fritz-Bauer-Saal, Amtsgericht Stuttgart |
| 2013 | Fritz-Bauer-Preis für soziales Engagement des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums, Stuttgart |
| 2014 | Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte des Bundesministeriums der Justiz (zweijährlich) |
| 2017 | Fritz-Bauer-Gesamtschule, St. Augustin |
| 2016 | Gedenkstein v. Tamara Grčić (geb. 1964) „Nur die Spitze des Eisbergs“, Oberlandesgericht Frankfurt am Main |
| 2019 | Fritz-Bauer-Saal (ehemaliges Arbeitszimmer Bauers), Landgericht Frankfurt am Main |
| 2019 | Fritz-Bauer-Saal, Saalbau Frankfurt am Main |
| 2020 | Fritz-Bauer-Foyer, Lichthof des Bundesministeriums der Justiz |
| 2022 | Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen |
| 2024 | Stele gegenüber von Bauers Wohnhaus, Wiederholdstraße 10, Stuttgart |
| Infotafel vor Bauers Wohnhaus 1951–1956, Jasperallee 27, Braunschweig |
Nachlass:
Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn.
Archiv des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main.
Gedruckte Quellen:
Werner Renz (Hg.), „Von Gott und der Welt verlassen“. Fritz Bauers Briefe an Thomas Harlan, Einführungen und Anmerkungen von Werner Renz und Jean-Pierre Stephan, 2015.
Monografien:
Die rechtliche Struktur der Truste. Ein Beitrag zur Organisation der wirtschaftlichen Zusammenschlüsse in Deutschland unter vergleichender Heranziehung der Trustformen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Rußland, 1927. (Diss. iur.)
Penge, 1941, schwed. 1944. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Krigsförbrytarna inför domstol, 1944, dän. 1945, dt. u. d. T. Die Kriegsverbrecher vor Gericht, 1945 (zugangsbeschränkte Onlineressource), Neuausg. mit einem Nachw. v. Joachim Rückert 2026.
Ökonomisk Nyorientering, 1945. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Rättegången i Nürnberg, 1946. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Monopolernes diktatur, 1948. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Das Verbrechen und die Gesellschaft, 1957.
Die Wurzeln faschistischen und nationalsozialistischen Handelns, hg. v. Landesjugendring Rheinland-Pfalz, 1961, 42020 hg. u. mit einer Einl. v. David Johst, span. 2020. (zugangsbeschränkte Onlineressource)
Vom kommenden Strafrecht, 1969.
Die Humanität der Rechtsordnung. Ausgewählte Schriften, hg. v. Joachim Perels/Irmtrud Wojak, 1998.
Kleine Schriften, 2 Bde., hg. v. Lena Foljanty/David Johst, 2018.
Herausgeberschaften:
Die Mobilisierung des Geistes, 1960.
Widerstand gegen die Staatsgewalt. Dokumente der Jahrtausende, 1965.
Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischen Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. 1, 1968.
Monografien und Sammelwerke:
Fritz Bauer. Eine Denkschrift, hg. v. Hessischen Ministerium der Justiz, 1993.
Hanno Loewy/Bettina Winter (Hg.), NS-„Euthanasie“ vor Gericht. Fritz Bauer und die Grenzen juristischer Bewältigung, 1996.
Matthias Meusch, Von der Diktatur zur Demokratie. Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen 1956–1968, 2001.
Claudia Fröhlich, „Wider die Tabuisierung des Ungehorsams“. Fritz Bauers Widerstandsbegriff und die Aufarbeitung von NS-Verbrechen, 2006.
Thomas Horstmann/Heike Litzinger (Hg.), An den Grenzen des Rechts. Gespräche mit Juristen über die Verfolgung von NS-Verbrechen, 2006.
Irmtrud Wojak, Fritz Bauer 1903–1968. Eine Biographie, 2009.
Fritz Bauer Institut/Katharina Rauschenberger (Hg.), Rückkehr in Feindesland? Fritz Bauer in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte, 2013.
Ronen Steinke, Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht. Biografie, mit einem Vorw. v. Andreas Voßkuhle, 2013.
Fritz Backhaus/Monika Boll/Raphael Gross (Hg.), Fritz Bauer. Der Staatsanwalt, Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, 2014.
Werner Renz, Fritz Bauer und das Versagen der Justiz. Nazi-Prozesse und ihre „Tragödie“, 2015.
Christoph Schneider, Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer, 2017.
Gedenkakt aus Anlass des 50. Todestages von Fritz Bauer, 1. Juli 2018, hg. v. Fritz Bauer Institut, 2018.
Katharina Rauschenberger/Sybille Steinbacher (Hg.), Fritz Bauer und „Achtundsechzig“. Positionen zu den Umbrüchen in Justiz, Politik und Gesellschaft, 2020.
Désirée Hilscher, Den Helden geschaffen. Fritz Bauers Rückkehr ins kollektive Gedächtnis, 2022.
Aufsätze, Beiträge und Zeitungsartikel:
Rudolf Wassermann, Fritz Bauer (1903–1968), in: Peter Glotz/Wolfgang R. Langenbucher (Hg.), Vorbilder für Deutsche. Korrektur einer Heldengalerie, 1974, S. 296–309.
Ilse Staff, Fritz Bauer (1903–1968). Im Kampf um des Menschen Rechte, in: Kritische Justiz (Hg.), Streitbare Juristen. Eine andere Tradition, 1988, S. 440–450.
Steffen Steffensen, Fritz Bauer (1903–1968). Jurist und Volkswirt, in: Willy Dähnhardt/Birgit S. Nielsen (Hg.), Exil in Dänemark. Deutschsprachige Wissenschaftler, Künstler und Schriftsteller im dänischen Exil, 1993, S. 171–177.
Irmtrud Wojak, Fritz Bauer, Robert M. W. Kempner und der Aufbau einer demokratischen Rechtsordnung nach 1945, in: Claus-Dieter Krohn/Martin Schumacher (Hg.), Exil und Neuordnung. Beiträge zur verfassungspolitischen Entwicklung in Deutschland nach 1945, 2000, S. 299–320.
Joachim Perels, Die Humanität einer demokratischen Rechtsordnung – Fritz Bauer, in: ders., Entsorgung der NS-Herrschaft? Konfliktlinien im Umgang mit dem Hitler-Regime, 2004, S. 311–317.
Jan Thiessen, Fritz Bauer - zur schwierigen Rezeption eines Lebenswerkes, in: Juristenzeitung 70 (2015), S. 1069–1080.
Werner Renz, Fritz Bauer und der Nachruhm, in: Recht und Politik. Zeitschrift für deutsche und europäische Rechtspolitik 55 (2019), H. 3, S. 285–296.
Werner Renz, Wider die Kriminalisierung von Sexualität. Fritz Bauers Kritik des repressiven Sexualstrafrechts, in: Michael Mayer/Michael Schwartz (Hg.), Verfolgung – Diskriminierung – Emanzipation. Homosexualität(en) in Deutschland und Europa 1945 bis 2000, 2023, S. 93–111.
Nachrufe:
Hessisches Ministerium der Justiz (Hg.), Fritz Bauer. In memoriam, 1969.
Richard Schmid, Fritz Bauer 1903–1968, in: Kritische Justiz 1 (1968), H. 1, S. 60 f.
Ilse Staff, In memoriam Fritz Bauer, in: Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums 7 (1968), H. 27, S. 2857 ff.
Dolf Sternberger, Fritz Bauer, in: Die Zeit v. 5.7.1968.
Rudolf Wassermann, Ein Streiter ohne Furcht und Tadel. Nachruf für Fritz Bauer, in: Recht und Politik 4 (1968), H. 2, S. 41.
Robert M. W. Kempner, Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer ist gestorben. Ein Streiter ohne Furcht und Tadel, in: Das Reichsbanner 12 (1968), H. 7/8, S. 5.
Belletristik:
Alexander Kluge, "Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter". 48 Geschichten für Fritz Bauer, 2013. (Erzählungen)
Dokumentarfilme:
Die Würde eines jeden Menschen. Erinnern an Fritz Bauer, Drehbuch und Regie: David H. Wittenberg, 1995.
Fritz Bauer – Tod auf Raten, Drehbuch und Regie: Ilona Ziok, 2010.
Mörder unter uns. Fritz Bauers einsamer Kampf, Regie: Peter Hartl, ZDF 2013.
Fritz Bauer, un procureur contre le nazisme, Regie: Catherine Bernstein, 2018.
Fritz Bauers Erbe. Gerechtigkeit verjährt nicht, WDR 29.10.2025. (Onlineressource)
Spiefilme:
Im Labyrinth des Schweigens, Spielfilm, Drehbuch: Elisabeth Burghardt/Giulio Ricciarelli, Regie: Giulio Ricciarelli, 2014.
Der Staat gegen Fritz Bauer, Spielfilm, Drehbuch: Olivier Guez/Lars Kraume, Regie: Lars Kraume, 2015.
Die Akte General, Spielfilm, Drehbuch: Alexander Buresch, Regie: Stephan Wagner, 2016.
Tonträger und DVD:
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961–1968, hg. v. Fritz Bauer Institut, 2 DVDs (298 Min.), 2014. (weiterführende Informationen)
David Johst (Hg.), Fritz Bauer. Sein Leben, sein Denken, sein Wirken. Tondokumente mit Originaltönen von Fritz Bauer, kommentiert u. eingeleitet v. Burghart Klaußner, 4 CDs (306 Min.), 2017.
Fotografie v. Stefan Moses (1928–2018), Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, archiv stefan moses. (Onlineressource)
Fotografie, 1961, dpa. (Onlineressource)
Bronzebüste v. Pavel Feinstein (geb. 1960), 2020, Foyer des Bundesministerims der Justiz, Berlin. (Onlineressource)
270-Eurocent-Briefmarke, Reihe „Aufrechte Demokraten“ der Deutschen Post AG, Entwurf v. Detlef Behr. (Onlineressource)