Heinemann, Gustav

Lebensdaten
1899 – 1976
Geburtsort
Schwelm (Ruhrgebiet)
Sterbeort
Essen
Beruf/Funktion
Bundespräsident ; Jurist ; Industriemanager ; Bundes- und Landesminister ; Politiker ; Oberbürgermeister ; Innenminister ; Minister ; Rechtsanwalt
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 118548115 | OGND | VIAF: 41879327
Namensvarianten

  • Heinemann, Gustav Walter
  • Heinemann, Gustav
  • Heinemann, Gustav Walter
  • Heinemann-Liebold, Gustav Walter
  • Heinemann, Gustav W.
  • Heinemann, Gustav Walther
  • Heinemann-Liebold, Gustav Walther

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Zitierweise

Heinemann, Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118548115.html [02.02.2026].

CC0

  • Heinemann, Gustav Walter

    1899 – 1976

    Bundespräsident, Jurist, Industriemanager, Bundes- und Landesminister

    Gustav Heinemann war einer der markantesten bundesdeutschen Politiker nach 1945. Als Bundespräsident seit 1969 bemühte er sich insbesondere um die Stärkung des demokratischen Bewusstseins der Deutschen und rief die deutschen Freiheitsbewegungen, etwa die 1848er Revolution, immer wieder in Erinnerung. Mit seinen Staatsbesuchen in den Niederlanden, Dänemark und Norwegen förderte er die Aussöhnung mit Staaten, die im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung gelitten hatten.

    Lebensdaten

    Geboren am 23. Juli 1899 in Schwelm (Ruhrgebiet)
    Gestorben am 7. Juli 1976 in Essen
    Grabstätte Parkfriedhof (Ehrengrab) in Essen
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Gustav Heinemann, Imago Images (InC)
    Gustav Heinemann, Imago Images (InC)
  • 23. Juli 1899 - Schwelm (Ruhrgebiet)

    1906 - 1917 - Essen-Bredeney

    Schulbesuch (Abschluss: Notabitur)

    Volksschule; seit 1909 Goethe-Gymnasium

    1917 - 1918

    Kriegsdienst (aus Gesundheitsgründen ohne Fronteinsatz)

    Deutsches Heer

    1918 - 1922 - Münster; Marburg an der Lahn; München; Göttingen

    Studium der Rechtswissenschaften (Abschluss: Erstes juristisches Staatsexamen), der Nationalökonomie und Geschichtswissenschaft (Nebenfach)

    Universität

    1920 - 1922

    Mitglied

    Reichsbund Deutscher Demokratischer Studenten (Studentengruppe der Deutschen Demokratischen Partei)

    März 1920 - Thüringen

    bewaffneter Einsatz zur Verteidigung der Republik

    Marburger Volkskompanie

    1922 - Marburg an der Lahn

    Promotion (Dr. rer.pol.)

    Universität

    1923 - 1926 - Kirchhain bei Marburg an der Lahn; Marburg an der Lahn; Essen

    Referendar (Abschluss: Zweites juristisches Staatsexamen)

    1926 - Essen

    angestellter Rechtsanwalt

    Anwaltskanzlei

    1929 - Münster

    Promotion (Dr. iur.)

    Universität

    1928 - 1949 - Essen

    Justiziar und Prokurist; 1936 Bergwerksdirektor; 1939 stellvertretendes, Juli 1945 reguläres Vorstandsmitglied

    Rheinische Stahlwerke AG

    1930 - 1933

    Mitglied

    Christlich-Sozialer Volksdienst

    1933 - 1945

    Mitglied

    NS-Rechtswahrerbund; NS-Volkswohlfahrt

    1933 - 1939 - Köln

    Lehrbeauftragter

    Juristische Fakultät der Universität

    1934 - 1945

    Mitglied, bis 1938 in führender Position; Rechtsberater

    Bekennende Kirche

    1937 - 1950 - Essen

    Vorsitzender

    Christlicher Verein Junger Männer

    1945 - 1952 - Essen

    Gründungsmitglied (Austritt)

    CDU

    Februar 1946 - 1949 - Essen

    ehrenamtlicher Bürgermeister; Oktober 1946 gewählter Oberbürgermeister

    Stadtverwaltung

    1947 - 1950 - Düsseldorf

    Abgeordneter der CDU

    Landtag Nordrhein-Westfalen

    Juni 1947 - September 1948 - Düsseldorf

    Minister der Justiz

    Landesregierung Nordrhein-Westfalen

    1948 - 1961

    Mitglied

    Kommission für internationale Angelegenheiten des Weltrats der Kirchen

    1949 - 1950 - Bonn

    Bundesminister des Innern (Rücktritt)

    Bundesregierung

    1949 - 1955

    Präses

    Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

    1949 - 1962

    Mitglied

    Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland

    1951

    Gründungsmitglied

    Notgemeinschaft für den Frieden Europas

    seit 1951 - Essen

    Rechtsanwalt

    Kanzleigemeinschaft mit Diether Posser (1922–2010)

    1952 - 1957

    Gründungsmitglied (1957 Auflösung der Partei)

    Gesamtdeutsche Volkspartei

    1957 - 1976

    Mitglied

    SPD

    1957 - 1969 - Bonn

    Abgeordneter der SPD

    Bundestag

    1958 - 1969 - Bonn

    Mitglied des Bundesvorstands

    SPD

    1966 - 1969 - Bonn

    Bundesminister der Justiz

    Bundesregierung

    1969 - 1974 - Bonn

    Bundespräsident

    Bundesrepublik Deutschland

    7. Juli 1976 - Essen

    alternativer text
    Gustav Heinemann, Imago Images (InC)

    Ausbildung und Tätigkeit in der Wirtschaft

    Heinemann wuchs in einer Familie mit liberal-demokratischer Grundhaltung auf. Nach dem Notabitur wurde er im Juni 1917 zum Kriegsdienst einberufen, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht an der Front eingesetzt und begann im November 1918 in Münster ein Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie, das er 1922 in Marburg an der Lahn mit dem Ersten juristischen Staatsexamen abschloss. 1922 wurde er hier bei Walter Troeltsch (1866–1933) in Nationalökonomie zum Dr. rer. pol. promoviert. Während seiner Studienzeit engagierte sich Heinemann in der Studentengruppe der republiktreuen Deutschen Demokratischen Partei, wo er seine Kommilitonen Ernst Lemmer (1898–1970) und Wilhelm Röpke (1899–1966) kennenlernte, mit denen er enge Freundschaft schloss.

    Nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen trat Heinemann 1926 als Rechtsanwalt in eine renommierte Essener Anwaltskanzlei ein und erwarb 1929 einen zweiten Doktortitel (Dr. iur.) an der Universität Münster. 1929 wechselte er als Justiziar und Prokurist in die Rheinische Stahlwerke AG in Essen, wo er 1939 stellvertretendes, im Juli 1945 reguläres Vorstandsmitglied wurde.

    Kirchliche Bindung unter dem NS-Regime

    Unter dem Einfluss seiner Ehefrau Hilda fand Heinemann um 1929 zum evangelischen Glauben. Er engagierte sich auf Gemeindeebene und trat der Splitterpartei Christlich-Sozialer Volksdienst bei. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 empfand Heinemann als politische Katastrophe. Er leistete Widerstand gegen das NS-Regime v. a. innerhalb der Evangelischen Kirche, wo er gegen staatliche Übergriffe und gegen den wachsenden Einfluss der von den Nationalsozialisten gesteuerten Deutschen Christen eintrat. Heinemann war aktives Mitglied der Bekennenden Kirche, zog sich aber Ende 1938 wegen Unstimmigkeiten über deren taktisches Vorgehen aus seinen dortigen Ämtern zurück und konzentrierte sich auf die Leitung des Essener Christlichen Vereins Junger Männer, der ebenfalls in Opposition zum NS-Regime stand. Zudem unterstützte Heinemann jüdische Menschen in Essen und beteiligte sich seit 1943 daran, untergetauchte Juden mit Lebensmitteln zu versorgen.

    Zugleich behielt Heinemann seine Position als erfolgreicher Industriemanager nach 1933 bei, ungeachtet der Tatsache, dass die Rheinischen Stahlwerke mit der von ihnen geförderten Kohle die NS-Rüstungs- und Kriegswirtschaft stützten. Auch für den Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen trug Heinemann als stellvertretendes Vorstandsmitglied Mitverantwortung, wenngleich er deren Schicksal in persönlichen Aufzeichnungen und Gesprächen bedauerte. Seit 1933 war er Mitglied im NS-Rechtswahrerbund. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich Heinemann wiederholt mit seinem teils ambivalenten Verhalten während der NS-Herrschaft auseinander, u. a. durch seine öffentliche Selbstanklage „Mich lässt die Frage nicht los, warum ich im Dritten Reich nicht mehr widerstanden habe?“ bei seiner Ansprache zum Gedenken an die hingerichteten Widerstandskämpfer am 19. Juli 1969 in der Gedenkstätte Plötzensee sowie durch seine Mitwirkung am „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ der Evangelischen Kirche vom Oktober 1945.

    Politische Tätigkeit nach 1945

    Nach dem Ende des NS-Regimes im Mai 1945 engagierte sich Heinemann auf kommunaler Ebene beim Aufbau demokratischer Strukturen und an führender Stelle bei der Erneuerung der Evangelischen Kirche: Seit August 1945 war er Mitglied der Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und amtierte von 1949 bis zu seiner Abwahl 1955, die v. a. auf seiner Gegnerschaft zu Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967) und dessen Deutschlandpolitik beruhte, als Präses der Synode der EKD. 1945 gehörte Heinemann zu den Gründern der CDU in Essen, war seit Februar 1946 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt und wurde im Oktober 1946 zum Oberbürgermeister Essens gewählt; von Juni 1947 bis September 1948 amtierte er zusätzlich als Justizminister von Nordrhein-Westfalen. Im September 1949 von Adenauer als Innenminister in die Bundesregierung berufen, trat Heinemann bereits im Oktober 1950 zurück, weil er Adenauers Wiederbewaffnungspläne und dessen autoritären Führungsstil ablehnte.

    In den folgenden Jahren verfolgte Heinemann ohne politisches Amt das Konzept einer Herauslösung Deutschlands aus dem Ost-West-Konflikt mit dem Ziel einer möglichst raschen Wiedervereinigung. 1952 trat er wegen der Wiederbewaffnungspolitik aus der CDU aus und war Mitgründer der Gesamtdeutschen Volkspartei, die aus der Ende 1951 ebenfalls von ihm mitgegründeten Notgemeinschaft für den Frieden Europas entstand und sich nach mehreren Wahlniederlagen Mitte 1957 wieder auflöste. Mit engen Mitstreitern, darunter Helene Wessel (1898–1969), Erhard Eppler (1926–2019) und Johannes Rau (1931–2006), trat Heinemann 1957 der SPD bei und war als Bundestagsabgeordneter von 1957 bis 1969 und als Mitglied des Bundesvorstands von 1958 bis 1969 maßgeblich an der Umwandlung der SPD von einer Arbeiter- in eine linke Volkspartei beteiligt.

    Im Dezember 1966 übernahm Heinemann in der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD das Amt des Bundesministers der Justiz. Schwerpunkte seines Wirkens waren u. a. eine umfassende Strafrechtsreform, die den Resozialisierungsgedanken an die Stelle des vorherrschenden Sühneprinzips setzte, die Liberalisierung des politischen Strafrechts, eine Lockerung des "Homosexuellen-Paragrafen" 175 sowie die rechtliche Gleichstellung unehelicher Kinder. Mit Blick auf die unzureichende Strafverfolgung und Verurteilung von NS-Tätern durch die westdeutsche Justiz erreichte Heinemann 1969 die Verlängerung der Verjährungsfrist bei Mord von 20 auf 30 Jahre, deren vollständige Aufhebung erfolgte 1979. In Heinemanns Amtszeit als Justizminister fiel auch die Verabschiedung des neu gefassten Ordnungswidrigkeitengesetzes von 1968, das jedoch eine fatale, vom Gesetzgeber völlig unbeabsichtigte Nebenwirkung hatte: Aus formaljuristischen Gründen mussten zahlreiche Strafverfahren gegen sog. NS-Schreibtischtäter, auch gegen Angehörige des Reichssicherheitshauptamts, eingestellt werden, da deren Taten als Beihilfe galten und nun verjährt waren. Die entsprechenden Passagen hatte höchstwahrscheinlich der selbst NS-belastete Unterabteilungsleiter im Bundesjustizministerium, Eduard Dreher (1907–1996), absichtlich in den Gesetzentwurf eingearbeitet.

    Während der Studentenproteste 1968 plädierte Heinemann für größeres Verständnis und gegen eine pauschale Vorverurteilung der Protestierenden, womit er sich deutlich von konservativen westdeutschen Politikern unterschied.

    Bundespräsident

    Im März 1969 wurde Heinemann auf Vorschlag der SPD und mit den Stimmen der FDP zum Bundespräsidenten gewählt, was von großen Teilen der Bevölkerung und im westlichen Ausland begrüßt wurde. Als „Bürgerpräsident“ setzte Heinemann viele Akzente. Ein besonderes Anliegen war ihm die Stärkung des demokratischen Bewusstseins der Deutschen, die er zu bürgerschaftlichem Engagement aufrief und dabei immer wieder an die deutschen Freiheitstraditionen wie die Revolution von 1848 erinnerte. Auf seine Initiative wurde 1974 in Rastatt die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte eröffnet. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Versöhnung mit westlichen Nachbarstaaten, die im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung gelitten hatten. Als erster Bundespräsident besuchte er die Niederlande, Dänemark und Norwegen, wo er für die von Deutschen begangenen Verbrechen um Vergebung bat.

    Aus Altersgründen verzichtete Heinemann auf eine zweite Amtszeit. Nach Ausscheiden aus dem Amt im Juni 1974 zog er sich nach Essen zurück und meldete sich nur noch sporadisch zu gesellschaftlichen Themen zu Wort.

    1963 Dr. theol. h. c., Universität Bonn
    1967 Dr. theol. h. c., Universität Tübingen
    1969 Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1969 Großkreuz des Ordens vom Niederländischen Löwen
    1970 Dr. iur. h. c., Universität Marburg an der Lahn
    1970 Ritter des Elefantenordens (Dänemark)
    1970 Großkreuz des Königlichen St. Olavs Ordens (Norwegen)
    1970 Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union
    1970–1973 Dauerbriefmarkenserie der Deutschen Bundespost und der Deutschen Bundespost Berlin
    1972 Großkreuz des Ordens of the Bath (Knight Grand Cross of the Most Honourable Order of the Bath) (Großbritannien)
    1972 Dr. iur. h. c., Universität Edinburgh
    1973 Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der italienischen Republik
    1974 Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
    1974 Dr. iur. h. c., New School of Social Research, New York City
    1974 Ehrenbürger der Stadt Bonn
    1974 Ehrenbürger der Stadt Berlin-West
    1977 Gustav-Heinemann-Bürgerpreis der SPD
    zahlreiche Benennungen von Straßen und Schulen

    Nachlass:

    Friedrich Ebert Stiftung, Archiv der sozialen Demokratie. (weiterführende Informationen)

    Weitere Archivmaterialien:

    Evangelisches Zentralarchiv, Berlin.

    Bundesarchiv, Koblenz, Bestand B 122 Bundespräsidialamt.

    ThyssenKrupp Konzernarchiv, Duisburg, Bestand Rheinische Stahlwerke.

    Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund.

    Die Spartätigkeit der Essener Kruppschen Werksangehörigen unter besonderer Berücksichtigung der Kruppschen Spareinrichtungen, 1922. (ungedr. Diss. phil.)

    Die Verwaltungsrechte an fremden Vermögen, 1929. (Diss. iur.)

    Das Kassenarztrecht, 1929, 51969.

    Gustav Heinemann/Friedrich A. Pinkerneil (Hg.), Handbuch des deutschen Bergwesens, 5 Bde., 1938–1944.

    Der Bergschaden nach preußischem Recht, 1941, 31961 u. d. T. Der Bergschaden.

    Deutsche Friedenspolitik. Reden und Aufsätze, 1952.

    Im Schnittpunkt der Zeit. Reden und Aufsätze, mit einem Vorw. v. Helmut Gollwitzer, 1957.

    Plädoyer für den Rechtsstaat. Rechtspolitische Reden und Aufsätze, 1969.

    Verfehlte Deutschlandpolitik. Irreführung und Selbsttäuschung. Artikel und Reden, 1966, 31970.

    Reden und Interviews, 1969–1974, 5 Bde., hg. v. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 1970–1974.

    Präsidiale Reden, mit einer Einl. v. Theodor Eschenburg, 1975, 21977.

    Allen Bürgern verpflichtet. Reden des Bundespräsidenten 1969–1974, 1975.

    Glaubensfreiheit – Bürgerfreiheit. Reden und Aufsätze zu Kirche, Staat, Gesellschaft 1945–1975, 1976, 21990.

    Versöhnung ist wichtiger als ein Sieg. Vier Weihnachtsansprachen 1970–1973 und Helmut Gollwitzers Ansprache bei der Beerdigung von Gustav Heinemann 1976, 1976.

    Es gibt schwierige Vaterländer. Reden und Aufsätze 1919–1969, 1977, 21988.

    Wir müssen Demokraten sein. Tagebuch der Studienjahre 1919–1922, hg. v. Brigitte Gollwitzer/Helmut Gollwitzer, 1980.

    Der Frieden ist der Ernstfall, hg. v. Martin Lotz, 1981.

    Unser Grundgesetz ist ein großes Angebot. Rechtspolitische Schriften, hg. v. Jürgen Schmude, 1989.

    Bibliografie:

    Gustav W. Heinemann, Bibliographie, bearb. v. Martin Lotz, hg. v. Archiv der sozialen Demokratie (Friedrich-Ebert-Stiftung), 1976.

    Diether Koch, Heinemann und die Deutschlandfrage, 1972.

    Werner Koch, Heinemann im Dritten Reich. Ein Christ lebt für morgen, 1972.

    Heinrich Böll/Helmut Gollwitzer/Carlo Schmid (Hg.), Anstoß und Ermutigung. Gustav W. Heinemann, Bundespräsident 1969–1974, 1974.

    Helmut Lindemann, Gustav Heinemann. Ein Leben für die Demokratie, 1978.

    Ruth Bahn-Flessburg, Leidenschaft mit Augenmaß. Fünf Jahre mit Hilda und Gustav Heinemann, 1984.

    Jörg Ettemeyer, Gustav W. Heinemanns Weg im evangelischen Kirchenkampf 1933–1945, 1993.

    Jörg Thierfelder/Matthias Riemenschneider (Hg.), Gustav Heinemann. Christ und Politiker, 1999.

    Inge Deutschkron, Gustav Heinemann. Logik eines Lebens, in: Vorgänge 169 (2005), H. 1, S. 108–125.

    Otto Dann, Eine Sternstunde des Bundestages. Gustav Heinemanns Rede am 23. Januar 1958, 2008.

    Jörg Treffke, Gustav Heinemann. Wanderer zwischen den Parteien. Eine politische Biographie, 2009.

    Manfred Görtemaker/Christoph Safferling (Hg.) Die Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Vergangenheit. Eine Bestandsaufnahme, 2013.

    Thomas Flemming, Gustav W. Heinemann. Ein deutscher Citoyen, 2014.

    Norbert Frei, Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit, 2023, S. 177–211.

    Fotografien, 1946–1974, in: Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Thomas Flemming (Berlin)

  • Zitierweise

    Flemming, Thomas, „Heinemann, Gustav“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118548115.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA