Lebensdaten
1871 bis 1927
Geburtsort
Lötzen (Ostpreußen)
Sterbeort
Ebenhausen (Oberbayern)
Beruf/Funktion
Filmindustrieller
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 135725976 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Davidson, Paul

Literatur(nachweise)

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Zitierweise

Davidson, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135725976.html [24.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Kaufmann.

  • Leben

    D. absolvierte das Gymnasium und trat in die Kaufmannslehre ein. 1904 gründete er die „Allgemeine Kinomathographen Theatergesellschaft“ in Frankfurt/Main, die sich hauptsächlich mit der Errichtung von Filmtheatern befaßte. Aus dieser entwickelte sich 1910 die Projektionsgesellschaft „Union“ als erste Filmaktionsgesellschaft Deutschlands mit einem Kapital von 500 000 Mark. Diese Gesellschaft ging im Jahre 1918 in die neu gegründete Universum Film AG (UFA) mit einem Kapital von 25 000 000 Mark über. D. errichtete ferner 1908 in Mannheim das erste Filmtheater und das erste größere selbständige Filmtheater 1907 am Alexanderplatz in Berlin. 1912 gründete er das Filmatelier in Tempelhof und später war er maßgeblich an der Gründung des Ateliers in Neubabelsberg beteiligt.

    D. war als Begründer der repräsentativen deutschen Filmindustrie einer der Großen, die neben der kaufmännischen Organisation die künstlerische Weiterentwicklung des Films nie außer Acht ließen. Über 200 Filme sind unter seiner Leitung entstanden und Schauspieler wie Pola Negri, Ernst Lubitsch, Emil Jannings, Paul Wegener, Henny Porten und andere mehr sind durch ihn zu ihrer künstlerischen Entwicklung gekommen. Die von ihm gegründete „Europäische Film-Allianz“ (Efa) mußte zugrunde gehen, als die durch ihn groß gewordenen Schauspieler und Regisseure nach Amerika abwanderten. Seine Lebensarbeit bildet noch heute das Fundament der Organisation der deutschen Filmindustrie. Eine große Zahl der unter seiner Leitung hergestellten Filme sind in die Filmgeschichte eingegangen, unter anderem „Engelein“, „Puppe“, „Golem“, „Der Rattenfänger von Hameln“, „Madame Dubarry“, „Rübezahl“, „Die Bergkatze“, „Kohlhiesels Töchter“ und andere.

  • Autor/in

    Hanns-Wilhelm Lavies
  • Empfohlene Zitierweise

    Lavies, Hanns-Wilhelm, "Davidson, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 538 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135725976.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA