Lebensdaten
1534 bis 1572
Geburtsort
Buren (?)
Sterbeort
Jülich (?)
Beruf/Funktion
Architekt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 138712948 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pasqualini, Maximilian von

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Zitierweise

Pasqualini, Maximilian von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138712948.html [06.06.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Alessandro (s. 1);
    M Elisabeth Schouten;
    B Johann (s. 3);
    um 1560 Ida Tack;
    4 S (2 früh †), u. a. Johann (II.) (1562–1612), Alexander (1567–1623), beide Architekten u. Ing., 2 T.

  • Leben

    Nach der Ausbildung durch seinen Vater dürfte P. eine Studienreise nach Italien unternommen haben. 1556 übernahm er Bauaufgaben seines Vaters in den Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg, als dieser in Bielefeld weilte. Bereits Ende 1558 wurde er zum jülich-klevischen Landesbaumeister ernannt. Nachdem sein Bruder Johann alt genug war, übernahm dieser seit 1565 die Bauleitung im Hzgt. Kleve und in der Gfsch. Mark. P. arbeitete in Bensberg, Brüggen, Grevenbroich, Hambach, Heinsberg, Jülich, Kleve, Monschau, Münstereifel, Sinzig und Sittard an Bauten und Festungen Hzg. Wilhelms V. Ein besonderes Schwergewicht lag dabei auf Jülich (Schloß, Zeughaus, Rathaus, Festungsanlagen) und Hambach (Schloß), die als Residenzstadt bzw. Hoflager ausgebaut wurden. Es ist anzunehmen, daß P. die von seinem Vater begonnenen Arbeiten am Düsseldorfer Schloß weiterführte und den Entwurf für das neue Rathaus in Düsseldorf anfertigte. In beschränktem Maße lieferte P. auch für andere Auftraggeber Entwürfe, so z. B. 1564 und 1568 für die Festung Ehrenbreitstein im Auftrag der Trierer Kurfürsten Johann v. der Leyen ( 1567) und Jakob III. v. Eltz (1510–81). Anscheinend bestanden, wie schon bei seinem Vater, Beziehungen zum Grafen v. Arenberg.

    Da keiner der quellenmäßig belegten Bauten P.s erhalten geblieben ist, fällt es schwer, P.s Stil angemessen zu beurteilen. Seiner eigenen Stilentfaltung waren enge Grenzen gesetzt, da er großenteils Entwürfe seines Vaters umsetzte. Von den eigenen Arbeiten waren die meisten nüchterne Zweckbauten, wie die Kanzlei in Kleve. Allgemein dürfte sich sein Stil im Gegensatz zu dem ital. geprägten seines Vaters den einheimischen Gepflogenheiten, vor allem denen der Niederlande, angepaßt haben. Im Bereich des Festungsbaus stand er dagegen ganz in der Tradition seines Vaters. Obgleich schriftliche Belege fehlen, wird der Ausbau von Schloß Rheydt seit 1558, das das Zentrum einer kleinen Unterherrschaft bildete, für den hzgl.-jülichschen Rat Otto v. Bylandt (1530–91) allgemein ihm zugeschrieben. Neuere bauhistorische Untersuchungen ergaben, daß der Architekt des Umbaus es vermochte, aus einem Konglomerat von Vorgängerbauten ein einheitlich wirkendes Gebäude zu schaffen, das auch in der Innenausstattung den Anforderungen zeitgemäßen feudalen Wohnens entsprach. P. wurde auch als Architekt der im 19. Jh. niedergelegten Fassade des sog. Archivgebäudes in Jülich angesehen, einem ehem. Teil des Hofes des Schultheißen Peter Römer. Die Zuschreibungskriterien reichen hierzu jedoch nicht aus.

  • Literatur

    D. Herkenrath, Schloß Rheydt, 1962;
    dies, M. P. u. seine Fam., in: Rhein. Lb. II, 1966, S. 109-24, G. v. Büren, Die Architektendarstellungen am renaissancezeitl. Chorgestühl der Kirche St. Anna in Düren, in: Dürener Gesch.bll. 84, 1997, S. 267-84;
    U. Mainzer (Hg.), Schloß Rheydt, 1998.

  • Portraits

    Ein Abbild P.s wird in d. ganzfigurigen, halbplast. Reliefdarst. e. Architekten am Chorgestühl d. Kirche St. Anna in Düren v. 1562 gesehen.

  • Autor/in

    Guido von Büren
  • Empfohlene Zitierweise

    Büren, Guido v., "Pasqualini, Maximilian von" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 87 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138712948.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA