Wolff, Emil von

Lebensdaten
1818 – 1896
Geburtsort
Flensburg
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Agrikulturchemiker ; Chemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 115599533 | OGND | VIAF: 10579562
Namensvarianten

  • Wolff, Emil Theodor von
  • Wolff, Emil
  • Wolff, Emil von
  • Wolff, Emil Theodor von
  • Wolff, Emil
  • Wolff, E.
  • Wolff, Emil Theodor
  • Wolff, Emil T. von
  • Wolff, Emil Th.
  • Wolff, Aemilius Theodorus

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Zitierweise

Wolff, Emil von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd115599533.html [25.01.2026].

CC0

  • Wolff, Emil Theodor von (württembergischer Personaladel 1870)

    | Agrikulturchemiker, * 30.8.1818 Flensburg, † 26.11.1896 Stuttgart, Hohenheim. (evangelisch)

  • Genealogie

    V Friedrich Karl W. (1766–1845), aus Eutin, 1797 Gymn.prof. in F., 1824–41 Rektor ebd., Klass. Philol., Schriftst. (s. Dansk Lex.; ), S d. Melchior Heinrich (Henrich, Hinrich) (1727–1786), aus Eutin, 1755 Hofprediger ebd., 1772 Sup. ebd., 1784 Mithg. d. Eutin, Gesangbuchs, u. d. Amalia Juliana Fal(c)kenhagen (1735–1804);
    M Marie Bartelsen (* um 1780), aus F., Pflege-T d. Georg Friedrich Weise (1741–1811), bis 1788 Kantor in Eutin, 1788 Pastor in Malente;
    11 Geschw u. a. B Carl Heinrich W. (1810–68), Med. in Kiel, Friedrich Rudolph (1812–1855), ev. Theol. in Kiel, Adolf Wilhelm W. (1815–98), Dr. iur., PD in Kiel, RA, 1858 Appellationsger.advocat, Schriftst. in F. (s. ADB 44; Dansk Lex.);
    Tante-v Anna Elisabeth W. (1759–1805, Jacob Christoph Rudolph Eckermann, 1754–1837, Prof. d. ev. Theol. in Kiel, 1822/23 Rektor, 1816 dän. Kirchenrat, s. ADB V), Schw Luise Amalie W. (* 1808, Johann Sigismund Strodtmann,* 1797, aus Hadersleben);
    1855 Ottilie (1830–1902), aus St., T d. August v. Weckherlin (1794–1878, württ. Personaladel 1837), Prof. f. Tierhaltung u. Tierzucht u. Dir. d. Land- u. Forstwirtschaftl. Lehranstalt Hohenheim, Geh. Hofdomänenrat, Hofkameralverw., 1845 hohenzollern-simaring. Gutsdir. WGR, württ. Rr.kreuz I. Kl. 1837 (s. ADB 41; Lb. Schwaben 14; Biogr. Hdb. Pflanzenbau), u. d. Sophia Heuglin (1803–1891);
    4 K u. a. S Bernhard Otto Emil W. (1870–1943), aus St.;
    Schwager Adolf (Adolph) Strodtmann (1829–1879), Schriftst. (s. ADB 36; Biogr. Lex. Schleswig-Holstein III; Killy).

  • Biographie

    Nach dem Abitur an der Flensburger Gelehrtenschule 1838 studierte W. Medizin an der Univ. Kiel. Aus dieser Zeit sind ca. 30 von ihm angefertigte, teils farbige Skizzen des Studentenlebens, der Stadt Kiel und weiterer Ortschaften Schleswig-Holsteins erhalten.

    Als Mitglied der Burschenschaft Albertina pflegte er Kontakte zu Theodor Storm (1817–1888), Theodor Mommsen (1817–1903), Friedrich Esmarch (1823–1908) und Lorenz v. Stein (1815–90). Nach einem Wechsel 1839 an die Univ. Berlin studierte er Naturwissenschaften und wurde nach einem Semester in Kopenhagen mit der Dissertation „De Compositione fossilium Eckebergitis scapoliti et mejonitis“ von dem Chemiker Richard Felix Marchand (1813–1850) zum Dr. phil. promoviert. 1843 ging er mit Marchand als dessen Assistent an das Chemische Institut der Univ. Halle/Saale. 1847 publizierte W. ein Lehrbuch der Agrikulturchemie, das Angaben zur Bodenkunde und Düngehinweise enthielt.

    Im Herbst 1847 wurde er Dozent für Naturwissenschaften an dem vom Agrarwissenschaftler Ernst Theodor Stöckhardt (1816–1898) auf dem Rittergut Brösa bei Bautzen gegründeten Institut für die praktische und theoretische Ausbildung junger Landwirte. 1851 zum Direktor der weltweit ersten staatlichen Landwirtschaftlichen Versuchsstation zu Möckern bei Leipzig ernannt, führte er Boden-, Dünge- und Futtermitteluntersuchungen sowie Feldversuche zur Ermittlung einer optimalen Düngung verschiedener Kulturpflanzen durch. Außerdem verfaßte W. „Die naturgesetzlichen Grundlagen des Ackerbaus“ (2 Bde., 1851/52), in dem neben Boden- und Klimakunde auch Bodenbearbeitung und Düngung behandelt wurden. 1854 wechselte er als Professor für Chemie und Agrikulturchemie an die Land- und Forstwirtschaftliche Akademie Hohenheim, wo er allgemeine Chemie, Agrikulturchemie und landwirtschaftliche Fütterung in Vorlesungen und Praktika lehrte. Hier gründete er 1865 eine staatliche Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsstation (LUFA).

    Die LUFA in Möckern und in Hohenheim ermittelten unter W.s Leitung die Gehalte an Wasser, Asche, Stickstoff, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Silizium und Chlor von 230 Kulturpflanzenarten, von Materialien zur Einstreu im Stall, von gewerblichen Produkten und Abfällen, von tierischen Produkten wie Milch, Käse, Fleisch sowie von tierischen und menschlichen Exkrementen, die der organischen Düngung von Böden dienten. Die Ergebnisse seiner Analysemethodik veröffentlichte W. als „Anleitung zur chemischen Untersuchung landwirthschaftlich wichtiger Stoffe“ (1857, ⁴1899 hg. v. E. Haselhoff). W. wurde v. a. von Justus v. Liebig (1803–73) und dessen Buch zur Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie angeregt, vertrat aber andere Ansichten als dieser. Liebig hatte eine Stickstoffdüngung im Gegensatz zu den „Stickstöfflern“, deren Wortführer W. war, für nicht notwendig gehalten, was er revidieren mußte.

    Mit Schafen und Pferden führte W. Fütterungsversuche durch, ermittelte z. B. die Verdaulichkeit von Leinkuchen, Baumwollsamen, Getreidestroh, Wiesenheu, Futterrüben und Kartoffeln. In Feldversuchen und Gewächshäusern wurden mit Kartoffeln, Rot|klee und Lein die Düngewirkung von Fäkalien, Kompost, Asche und Mineraldünger untersucht und aus den Pflanzengehalten an Mineralstoffen sowie den erzielten Erträgen der zu düngende Bedarf an Nährelementen abgeleitet. W.s daraus resultierendes Werk „Praktische Düngerlehre“ wurde vielfach aufgelegt und übersetzt (1868, ¹³1897, seit ¹⁶1917 u. d. T. Wolffs Düngerlehre, hg. v. H. C. Müller; franz. 1887). W. trat 1894 in den Ruhestand und siedelte nach Stuttgart über. Aufgrund der Durchführung entsprechender Bodenbedarfsuntersuchungen gilt er als Wegbereiter der angewandten Agrikulturchemie in Deutschland, dessen bekanntester Schüler Oskar Kellner (1851–1911) war.

  • Auszeichnungen

    |württ. Rr.kreuz I. Kl. (1870);
    Krone z. Rr.kreuz (1881);
    Dr. rer. pol. h. c. (Tübingen 1877);
    Ehrenmitgl. d. Verbandes landwirtsch. Versuchsstationen Dtld.;
    – E.-W.-Str., Stuttgart.

  • Werke

    Weitere W Vollst. Übersicht d. elementaranalyt. Unterss. organ. Substanzen nebst Andeutung d. verschiedenen Theorien über deren chem. Konstitution, 1846;
    Lehrb. d. Agrikulturchemie, 1847;
    Berr. d. Versuchsstation Möckern, 1852–54;
    Mitt. d. Versuchsstation Hohenheim, 1868–94;
    Die landwirtsch. chem. Versuchsstation Hohenheim 1866–1870, 1872 (mit C. W. Funke u. C. Kreuzhage);
    Die Ernährung d. landwirtsch. Nutztiere, e. krit. Zus.stellung, 1876.

  • Literatur

    |ADB 55;
    F. Nobbe (Hg.), Entwicklung u. Tätigkeit d. land- u. forstwirtsch. Versuchsstationen in d. ersten 25 J. ihres Bestehens, 1877;
    O. Kellner, in: Landwirtsch. Jb. 26, 1897, S. 903–45;
    Sonderh. z. 150-j. Jub. d. landwirtsch. Versuchsanstalt Leipzig-Möckern, 2002;
    M. Rackwitz (Hg.), Kieler Tagebb. aus d. Vormärz u. d. schleswig-holstein. Erhebung, 2008 (mit 5 Skizzen v. W.);
    K. Stahr, U. Fellmeth u. H.-P. Blume, E. T. v. W. (1813–1896), e. Pionier d. Agrikulturchemie, in: Persönlichkeiten d. Bodenkde. V, 2015, S. 1–29 (W-Verz., P), gründl. überarb. im Internet, 2019;
    Dansk Lex.;
    Pogg. II–III;
    Biogr. Hdb. Pflanzenbau.

  • Autor/in

    Hans-Peter Blume
  • Zitierweise

    Blume, Hans-Peter, "Wolff, Emil Theodor von (württembergischer Personaladel 1870)" in: Neue Deutsche Biographie 28 (2024), S. 437-438 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd115599533.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Wolff, Emil von

  • Biographie

    Wolff: Dr. Emil von W., Professor für Agriculturchemie an der königl. württembergischen land- und forstwirthschaftlichen Akademie zu Hohenheim, am 26. November 1896 zu Stuttgart. Als Sohn des Gymnasialrectors W. zu Flensburg am 30. August 1818 geboren, erhielt er seine Schulbildung an dem dortigen humanistischen Gymnasium, besuchte nach dessen Absolvirung im J. 1838 zunächst die Universität Kiel in der Absicht, sich dem medicinischen Studium zu widmen. Nach einigen Semestern wandte er sich jedoch ganz dem naturwissenschaftlichen Studium zu und ging zu diesem|Zwecke nach Berlin, wo er noch eine Reihe von Semestern bis zu seiner im Herbste 1843 erfolgten Doctorpromotion auf die betreffenden Studien verwendete. Demnächst als Assistent im chemischen Laboratorium der Universität Halle beschäftigt und zugleich litterarisch thätig, sah er sich veranlaßt, im Herbste 1847 eine Function als Lehrer für Naturwissenschaften an der landwirthschaftlichen Privatlehranstalt zu Bautzen anzunehmen. Nachdem er schon in Halle die elementaranalytische Untersuchung der organischen Substanz sowie die Theorie bezüglich ihrer chemischen Constitution litterarisch behandelt hatte, ließ er sich durch J. v. Liebig's bahnbrechende Lehren bestimmen, sich ebenfalls der neuen Wissenschaft der Agriculturchemie zuzuwenden und auf dem Gebiete der Boden- und Pflanzenchemie selbständig zu arbeiten. Als erste Frucht dieser wissenschaftlichen Thätigkeit konnte er schon gegen Ende 1847 ein „Lehrbuch der Agriculturchemie“ herausgeben, das im wesentlichen auf chemische Forschungen basirt war. Einen weiteren Erfolg führte die Einlenkung in die neue Studienrichtung für ihn herbei, indem er 1850 einen Ruf zur Leitung der neu gegründeten landwirthschaftlichen Versuchsstation in Möckern erhielt, womit ihm, als dem ersten Dirigenten der ersten landwirthschaftlichen Versuchsstation Deutschlands, eine sehr schwierige Aufgabe übertragen und ein der wissenschaftlichen Aufhellung äußerst bedürftiges Gebiet überantwortet wurde. Von großem Interesse und vollem Verständniß für diese Aufgabe geleitet, erledigte er zuvörderst die organisatorischen Erfordernisse, bestimmte die Mittel und Wege für die Forschungen in den verschiedensten Richtungen und ging dann sofort mit experimentellen Arbeiten vor, welche der Verfolgung drängender Fragen einerseits hinsichtlich der Ernährung der Nutzthiere wie andererseits der Hebung des Ackerbaus dienen sollten. Die Ergebnisse der letzteren Arbeitsrichtung gaben ihm schon nach wenigen Jahren Anlaß, mit einer Schrift über „die naturgesetzlichen Grundlagen des Ackerbaues“ vor das Forum der Fachgelehrten zu treten und damit eine Polemik gegen J. von Liebig zu eröffnen.

    Nicht lange wirkte er jedoch an dieser Stelle, da er noch vor Ablauf des Jahres 1853 als Professor für Chemie und Agriculturchemie an die königl. württembergische Akademie für Land- und Forstwirthschaft zu Hohenheim berufen wurde. Obwohl er hier zunächst auf die ihm übertragene umfassende Lehrthätigkeit angewiesen war, so konnte er doch auf Grund der in Möckern erzielten Untersuchungsresultate sich alsbald mit litterarischen Aufgaben weiter befassen und bis 1861 zur Veröffentlichung der Schrift „Die landwirthschaftliche Fütterungslehre und die Theorie der thierischen Ernährung“ gelangen. Hatte er zuerst in Hohenheim auf eine Fortsetzung der Forschungen verzichten müssen, so wurde ihm doch mit der 1865 dort bewerkstelligten Errichtung einer landwirthschaftlichen Versuchsstation das längst begehrte Forschungsinstitut mit entsprechenden Mitteln zur Verfügung gestellt. So konnte er sich nun wieder mit erneutem Eifer den Untersuchungen zuwenden, welche einerseits dem Bereiche der Fütterungslehre, andererseits den Gebieten der Bodenkunde und der Düngerlehre entlehnt werden mochten.

    Im Zusammenhange mit diesen Arbeiten verfaßte er eine Reihe theils rein wissenschaftlich gehaltener, theils zur Anwendung für die landwirthschaftliche Praxis bestimmter Schriften, welche in den 1870er und 80er Jahren publicirt wurden. Unter diesen sind besonders hervorzuheben: „Die Fütterung der landwirthschaftlichen Nutzthiere, eine kritische Zusammenstellung etc.", 1876, desgleichen: „Die Grundlagen für eine rationelle Fütterung des Pferdes“, 1885, ferner: „Anleitung zur Untersuchung landwirthschaftlich wichtiger Stoffe“, 1877, sowie: „Aschenanalysen von landwirthschaftlichen Produkten,|Fabrikabfällen und wildwachsenden Pflanzen", 1877/80. Gleichzeitig war er bemüht, die Nutzanwendung von seinen Ermittlungen in sehr instructiv und populär gehaltenen Schriften darzulegen, welche in großer Zahl von Auflagen erschienen und zu großer Verbreitung gelangt sind. Als solche haben seine „Praktische Düngerlehre“, 1868, sein Leitfaden der Fütterungslehre: „Die rationelle Fütterung der landwirthschaftlichen Nutzthiere“, 1874, seine als Beiträge für den Landwirthschaftlichen Kalender von Mentzel und A. v. Lengerke verfertigten „Tabellen über die mittlere Zusammensetzung der landwirthschaftlichen Düngemittel und Futtermittel“, sowie seine tabellarisch angeordneten Data über die in Nährstoffantheilen ausgedrückte Verdaulichkeit der Futtermittel mit Anreihung der darauf basirten Fütterungsnormen allgemeine Beachtung und bis auf die neueste Zeit ungeschmälerte Anwendung gefunden.

    Mochte er sich bei der Bearbeitung dieser verschiedenen, mehr oder minder geklärten Gegenstände vielfach auch auf die einschlägigen Arbeiten von Wilh. Henneberg und Justus v. Liebig gestützt haben, so erwarb er sich noch ein besonderes Verdienst durch die Verfolgung der Aufgabe, thunliche Aufklärung über die Beziehungen zwischen Leistungen und Futterbedarf und über die Regelung der Nahrung nach den Anforderungen an die Leistung der Nutzthiere zu gewinnen. Die dabei erzielten Aufschlüsse über den Einfluß und die Nährwirkung der verschiedenen Futtercompositionen sind längere Zeit von grundlegender Bedeutung für die Regelung der Fütterung bei Milchkühen, Mast- und Arbeitsthieren gewesen.

    Sein umfassendes und verdienstvolles Wirken als Rathgeber für die Landwirthe und als Forscher im Dienste der Wissenschaft fand, wie es nicht anders zu erwarten war, in den betheiligten Kreisen allseitige Anerkennung, indem ihm nicht nur zahlreiche Auszeichnungen durch Verleihung hoher Orden, durch Ernennung zum Ehrenmitgliede gelehrter Gesellschaften sowie des Verbandes der Versuchsstationen im Deutschen Reiche dargebracht worden waren, sondern auch eine Ehrenpromotion zum Doctor rerum politicarum seitens der staatswissenschaftlichen Facultät in Tübingen votirt wurde. Außerdem hatten auch seine Leistungen aks Lehrer bei der Gediegenheit und Lebendigkeit seiner Vorträge stets ungetheilten Beifall in den Kreisen der Studirenden erweckt, so daß diese nicht selten einer lebhaft empfundenen Verehrung durch spontane Ovationen Ausdruck zu geben suchten; ebenso wurde er von den vielen, aus seiner Schule hervorgegangenen Agriculturchemikern als der Nestor ihres Faches geschätzt und gefeiert.

    In seinem Privatleben stets als ein Mann von ernstem und ehrenhaftem Charakter befunden, war ihm auch in dem Kreise seiner Collegen, in deren Mitte er ebenso seinen Sinn für ungezwungene Geselligkeit wohlgemuth zu äußern pflegte, wie er der ihm eigenthümlichen Bescheidenheit und Uneigennützigkeit treu blieb, stets aufrichtige Sympathie und Hochschätzung dargebracht worden. Schwer wurde ihm daher der Abschied von Hohenheim, als er im Herbst 1894 von seiner amtlichen Stellung zurücktrat; aber es war ihm doch vergönnt, sich noch wissenschaftlich zu beschäftigen und im ungestörten Genuß einer wohlthuenden Muße seinen Lebensabend in Stuttgart zu beschließen.

  • Literatur

    Vgl. „Emil Wolff“ von Dr. L. Morgen in der Zeitschrift: Landwirthschaftliche Versuchsstationen, Jahrg. 1897, und den gleichnamigen Nachruf von Geh. Reg.-Rath Dr. Tollens im Journal für Landwirthschaft, Jahrg. 1897.

  • Autor/in

    C. Leisewitz.
  • Zitierweise

    Leisewitz, Carl, "Wolff, Emil von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 55 (1910), S. 115-117 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd115599533.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA