Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
altmärkische Adelsfamilie
Konfession
katholisch,evangelisch
Normdaten
GND: 138362823 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Möllendorff, von
  • Wilamowitz-Moellendorff, von
  • Döring-von Moellendorff
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Orte

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Zitierweise

Moellendorff, von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138362823.html [12.11.2019].

CC0

  • Leben

    Die Familie entstammt dem altmärk. Uradel mit dem gleichnamigen Stammhaus bei Osterburg und ist eines Stammes mit der Familie v. Krusemark. 1343 werden Goske und Gerke urkundlich erwähnt. 1391 ist die Familie auf Pabsdorf b. Jerichow, 1476 auf Cumlosen und 1542 auf Gadow, Gartz und Krampfer bezeugt. Die sichere Stammreihe beginnt mit Kurt, der um 1476 auf Gadow saß. Sein Enkel Christoph ( 1575) war der erste ev. Domdechant in Magdeburg.

    Marcus (erw. um 1575) und Ebel (erw. um 1560) sind die Stammväter der beiden Linien, deren erste sich unter Max Friedrich ( 1762), auf Lindenberg, und Lütge Christoph ( 1747), auf Bernheide, in zwei Äste teilte. Der erste Ast erlosch bereits mit Max Friedrichs Sohn Wichard (1724–1816, s. 1). preuß. Generalfeldmarschall. Dieser stiftete 1799 ein Fideikommiß und adoptierte seinen Neffen Wichard v. Bonin (1782–1813); 1806 erfolgte die Namens- und Wappenvereinigung „v. Bonin-M.“. Nachdem Wichard 1813 bei Hagelsberg gefallen war, kam es 1815 zur Namens- und Wappenvereinigung „v. Wilamowitz-M.“ für Hugo (preuß. Gf. 1857, 1806-65). Ottokar (preuß. Frhr. 1864, 1811-67) und Arnold (preuß. Frhr. 1864, 1813-88), Söhne aus der Ehe der Henriette Ernestine v. Bonin mit Theodor Daniel v. Wilamowitz ( 1837). Arnolds Sohn Ulrich (1848–1931) war der berühmte Berliner Altphilologe.

    Nachfahren von Lütge Christoph sind Wilhelm (1875–1940), Vorstand der Hamburg-Bremer Feuerversicherungs-AG, der Amtsgerichtsrat Fritz (* 1909), Dr. iur., der Reedereidirektor Heinz (* 1918), der Kaufmann Kurt (* 1919), die Architekten Wolf' (* 1908) und Michael (* 1937), die Malerin Ulrike (* 1939) sowie der Karikaturist Horst (* 1906) und dessen Sohn, der Bühnenbildner Roger (* 1940).

    Die Ebelsche Linie teilte sich in die Äste „Krampfer“ und „Horst“. Sowohl Otto (1829–94), Fideikommißherr auf Krampfer, Simonshagen und Klein-Gottschow, wie sein Bruder Reimar (1830–94), Fideikommißherr auf Horst und Blumenthal, waren mit Töchtern des preuß. Generalfeldmarschalls Leonhard Gf. v. Blumenthal (1810–1900, s. NDB II) verheiratet. Reimars Schwiegersohn Arnold Wahnschaffe (1865–1941) wurde 1909 Unterstaatssekretär in der Reichskanzlei.

    Ohne nachweisbaren Anschluß an die vorstehenden Linien, zum Majorat, jedoch nicht zur Fideikommißstiftung berechtigt, ist die auf Joachim (um 1680) zurückgehende Stammreihe. Zu ihr gehören der Sinologe und Diplomat Paul Georg (1847–1901, s. 2) sowie dessen Bruder, der Zoologe Otto Franz (1848–1903, s. 3) und dessen Söhne, der Wirtschaftstheoretiker Wichard (1881–1937, s. 4) und der Mediziner Wilhelm (1887–1944, s. Gen. 3).

  • Autor/in

    Franz Menges
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Menges, Franz, "Moellendorff, von" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 628 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138362823.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA