Lebensdaten
1877 bis 1966
Geburtsort
Hausen/Lauchert (Württemberg)
Sterbeort
Erdmannhausen bei Marbach/Neckar
Beruf/Funktion
evangelischer Missionswissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 128938757 | OGND | VIAF: 116900129
Namensvarianten
  • Oehler, Wilhelm
  • Oehler, W.
  • Oehler-Tübingen, Wilhelm

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Oehler, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128938757.html [20.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann (1846–1931), Dekan in Stuttgart-Bad Cannstatt, S d. Gustav Friedrich (1812–1872), ev. Theol. u. Stiftsephorus in Tübingen (s. ADB 24; BBKL), u. d. Luise Steudel;
    M Marie Lydia (1850–1925), T d. Wilhelm Hankel (1814–99), Geh. Hofrat, Physiker (s. ADB 49);
    Ur-Gvv Johann Christian Friedrich Steudel (1779–1837), Theol.prof. in Tübingen (s. ADB 36);
    Ov Theodor Friedrich (1850–1915), Insp. d. Basler Mission (s. BBKL);
    Om Hermann Hankel (1839–73), Math. (s. NDB II); Vorfahren: Reformatoren Matthäus Alber (1495–1570, s. NDB I) u. Johannes Brenz (1499–1570, s. NDB II), Albrecht Bengel (1687–1752), württ. Prälat u. Pietistenhaupt (s. NDB II);
    1909 Elisabeth (1884–1955), Volksschriftst. (s. BBKL; W), T d. Eduard Heimerdinger (1852–1936), Kaufm. in Stuttgart-Bad Cannstatt, u. d. Mathilde Klee (1860–1935);
    3 S, 1 T.

  • Leben

    1896-1900 studierte O. in Tübingen ev. Theologie, vor allem bei Adolf Schlatter und Theodor Häring. Nach kurzer Lehrtätigkeit am Basler Missionshaus 1901-03 setzte er bei Gustav Dalman am „Deutschen Ev. Institut für Altertumswissenschaft des Hl. Landes“ in Jerusalem seine Studien fort und promovierte 1905 zum Dr. phil. 1906 entsandte ihn die Basler Mission nach China, wo er – seit 1909 zusammen mit seiner Frau – in der Provinz Kanton die Missionsstation Tschonghangkang leitete.

    1920 kehrte er zurück und übernahm in Tübingen die neugegründete Dozentur für Missionswissenschaft an der ev. theol. Fakultät und die Stelle eines Hausgeistlichen am Tropengenesungsheim des Missionsärztl. Instituts. 1926 wurde er Inspektor der Basler Mission für China, deren Niederlassungen er 1929 besuchte; daneben las er als Privatdozent an der Basler Universität Missionstheologie. 1932-49 amtierte er als Pfarrer in Erdmannhausen. Im „Kirchenkampf' stand er als „Vertrauensmann“ auf der Seite der Bekennenden Kirche. Seit 1935 war O. für die Leitung der „Mission der Frauen- und Mädchen-Bibel-Kreise“ in Bad Salzuflen mitverantwortlich. Im Ruhestand schließlich unterrichtete er an der Missionsschule der Bahnauer Bruderschaft in Unterweissach bei Backnang. – Neben einer zweibändigen „Geschichte der deutschen ev. Mission“ (1949/51) verfaßte O. mehrere missionskundliche Arbeiten über China und einige biblizistisch orientierte Studien über das Johannesevangelium, das er als Missionsschrift für die Welt deutete. Ferner veröffentlichte er das weithin verbreitete Andachtsbuch „Seid Täter des Worts“ (1937, 31954).|

  • Auszeichnungen

    D. theol. (Tübingen 1926).

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Ortschaften u. Grenzen Galiläas nach Josephus, 1905 (Diss.);
    Die Taiping-Bewegung, 1923 (theol. Lizentiatenarbeit);
    China u. d. christl. Mission in Gesch. u. Gegenwart, 1925;
    Wege Gottes in China, 1931;
    Das Johannesevangelium, e. Missionsschr. f. d. Welt, 1936;
    Das Wort d. Johannes an d. Gemeinde, 1938;
    Zum Missionscharakter d. Johannesevangeliums, 1941;
    Johannes, Missionsschr. f. d. Welt u. Wort an d. Gemeinde, 1964. – Hg.: Ev. Missions-Magazin N.S. 69-77, 1926-33;
    Elisabeth Oehler-Heimerdinger, 1884–1955, 1955. |

  • Nachlaß

    Nachlaß: Privatarchiv Wiltrud Oehler (T), Erdmannhausen (P).

  • Literatur

    Württ. Forsch.reisen, hg. v. E. Hennig, 1953, 27;
    Stuttgarter Nachrr. v. 22.3.1966;
    Bad Cannstatter Ztg. v. 22.3.1966;
    Unterweißacher Freundesbrief, April/Juni 1966 (P);
    RGG2;
    Calwer Kirchenlex. II, 1941;
    BBKL (W-Verz., L).

  • Autor/in

    Werner Raupp
  • Empfohlene Zitierweise

    Raupp, Werner, "Oehler, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 431-432 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128938757.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA