Lebensdaten
1883 bis 1964
Geburtsort
Halle/Saale
Sterbeort
Diessen/Ammersee
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 117002364 | OGND | VIAF: 47528672
Namensvarianten
  • Niemeyer, Hermann

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Zitierweise

Niemeyer, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117002364.html [27.11.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Max (s. 2);
    Rom 1910 Elisabeth (* 1886), T d. Ludwig Immelen u. d. Josephine Wittschier;
    T Marianne (* 1922, Hans-Georg Siebeck, 1911–90, Verleger);
    E Robert Harsch-N. (* 1932), seit 1955 im Verlag, den er seit 1964 allein weiterführt; Verwandte Felix v. N. (s. 1), Theodor (s. 4), Adelbert (s. 5).

  • Leben

    N. erhielt seine Ausbildung zum Buchhändler in der Frommannschen Buchhandlung in Jena und bei Ermanno Loescher in Rom. Im Herbst 1910 trat er in die Lippert'sche Buchhandlung ein, die er im folgenden Jahr samt dem Verlag „Max Niemeyer Halle/S.“ übernahm. Auch ihm lag die Pflege des sprach- und literaturwissenschaftlichen Repertoires am Herzen. So verlegte er seit 1923 die von Paul Kluckhohn und Erich Rothacker gegründete „Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte“. Zu diesem Kerngebiet trat nun auch die Philosophie. Edmund Husserl hatte bereits 1900/01 seine „Logischen Untersuchungen“ dem Verlag anvertraut; seine Schüler Martin Heidegger, Max Scheler, Alexander Pfänder und Roman Ingarden folgten nach. 1913 gründete Husserl das „Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung“, das in N.s Verlag erschien.

    1949 verließ N. Halle unter Zurücklassung allen Besitzes, da sich das geisteswissenschaftliche Programm unter den veränderten politischen Verhältnissen nicht fortführen ließ. Sein Schwiegersohn nahm ihn in seinen Verlagsräumen in Tübingen (J. C. B. Mohr) auf und ermöglichte ihm 1950 die Fortführung seiner Arbeit auf Grund der alten Verlagsrechte im „Max Niemeyer Verlag Tübingen“, während der Verlag in Halle 1953 verstaatlicht, später nach Leipzig verlegt und 1974 aufgelöst wurde. Seit 1951 wurde die „Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte“ gemeinsam mit dem Metzler Verlag weitergeführt, bis dieser sie ganz übernahm. Seit 1954 betreut der Verlag die Publikationen des Deutschen Historischen Instituts in Rom, zu dem N. seit seiner Lehrzeit Verbindung unterhielt. 1953 bzw. 1955 konnte der Verlag in Tübingen in eigene Räume umziehen.|

  • Auszeichnungen

    Ehrensenator d. Universitäten Tübingen (1953) u. Freiburg/Br. (1959);
    Dr. phil. h. c. (FU Berlin 1954).

  • Literatur

    R. Harsch-Niemeyer (Hg.), Btrr. z. Methodengesch. d. neueren Philologien, Zum 125jg. Bestehen d. Max Niemeyer Verlages, 1995 (P von Max u. Hermann); G. Olzog u. J. Hacker (Hg.), Dok. dt.sprachiger Verlage, 121995 (Verz. d. Hauptautoren u. -werke, Buchreihen, Zss.);
    Gesamtverz. 1950-1995 (mit üb. 3200 lieferbaren Titeln). – Zu Max: BJ 16, Tl.;
    W. Braune, in: PBB 37, 1912, S. 341-47. – Zu Hermann: J. Schröbler u. H. de Boor, in: PBB 87, 1965, S. 1 f.;
    H. Widmann, Tübingen als Verlagsstadt, 1971.

  • Autor/in

    Robert Harsch-Niemeyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Harsch-Niemeyer, Robert, "Niemeyer, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 235 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117002364.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA