Lebensdaten
1242 bis 1285
Beruf/Funktion
Markgraf von Landsberg ; Markgraf von Meißen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 138736537 | OGND | VIAF: 90993338
Namensvarianten
  • Dietrich von Landsberg
  • Dietrich von Meißen
  • Dietrich II.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Dietrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138736537.html [05.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich der Erlauchte ( 1288), Markgraf v. Meißen;
    M Constantia ( 1243), T Hzg. Leopolds VII. v. Österreich ( 1230);
    B Albrecht ( 1314/15, s. NDB I), Markgraf v. Meißen, Landgraf v. Thüringen;
    1258 Helene (1241/42-1304), T des Markgrafen Johann I. v. Brandenburg (†1266);
    K Friedrich Tuta (1269–1291), Sophia (1258/59-1318, Verlobte Kg. Konradins [†1268], 1271 Hzg. Konrad II. v. Glogau [ 1273/74]), Äbtissin des Klarissenklosters Weißenfels, Gertrud (†1325), Scholastrix im gleichen Kloster, Helene (⚭ Joh. II. v. Brandenburg).

  • Leben

    Nach dem Anfall der Landgrafschaft Thüringen und der Pfalzgrafschaft Sachsen an das Haus Wettin wurden D. und sein älterer Bruder Albrecht von ihrem Vater ohne königlichen Lehnsauftrag abwechselnd mit der Verwaltung dieser beiden Herrschaftsgebiete betraut. Später hat Markgraf Heinrich, ebenfalls aus eigener landesherrlicher Machtvollkommenheit, für D. ein neues Fürstentum geschaffen, die Markgrafschaft Landsberg. Gegen die benachbarten weltlichen und geistlichen Dynasten, besonders den Erzbischof von Magdeburg und den Bischof von Merseburg, sich durchzusetzen, nahm die ganze Kraft des jungen Landesherrn in Anspruch. Seine Fürsorge galt in erster Linie den Städten, so hat er Leipzig von der Gerichtsbarkeit edelfreier Herrenvögte befreit, an deren Stelle, von der Gemeinde gewählt, der Schultheiß und seine Beisitzer traten.

  • Literatur

    R. Kötzschke u. H. Kretzschmar, Sächs. Gesch. I, 1935;
    H. Helbig, Der wettin. Ständestaat, 1955. L ADB V.

  • Autor/in

    Herbert Helbig
  • Empfohlene Zitierweise

    Helbig, Herbert, "Dietrich" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 678 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138736537.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Dietrich, zweiter Sohn des Markgrafen Heinrich d. Erlauchten von Meißen, geb. 1242, erhielt von seinem Vater noch bei dessen Lebzeiten das Osterland und Landsberg, nach welchem letzteren er gewöhnlich genannt wird. 1259 übertrug Heinrich aus unbekannten Gründen Landsberg an den älteren Sohn Albrecht und dessen Antheil, Thüringen, an den jüngeren, stellte jedoch 1262 die frühere Ordnung wieder her. Wahrscheinlich in Folge dieser Theilungen gerieth D. wiederholt mit seinem Bruder in Fehde, dann nahm er an den Kämpfen der Deutschritter gegen die Preußen hervorragenden Antheil. An seinem früheren Verbündeten, dem Erzbischof Erich von Magdeburg, rächte er seine Gefangennehmung durch Verwüstung des Erzstiftes und Zerstörung von Taucha. Nach Rudolfs von Habsburg Erwählung hielt er sich gleich seinem Vater und Bruder zu Ottokar, wurde aber 1277 in den zwischen beiden geschlossenen Frieden aufgenommen, auch scheint Rudolf in dem folgenden Kampfe Dietrichs Neutralität durch Zugeständnisse erkauft zu haben. Die Stadt Leipzig verdankt D. wichtige Privilegien. Vermählt war D. seit 1268 mit Helene von Brandenburg, die ihm außer seinem einzigen Sohn Friedrich Tutta drei Töchter gebar. Er 8. Febr. 1285 auf dem Rückweg aus Polen, wo er die jüngste derselben,|Gertrud, mit Herzog Bolko von Münsterberg verlobt hatte. Die älteste, Sophie, als Kind wahrscheinlich die Verlobte Konradins, heirathete den Herzog Konrad von Glogau und trat, 1273 verwittwet, gleich ihrer Schwester Gertrud in das von ihrem Vater 1285 gestiftete Clarissinnenkloster zu Weißenfels; die zweite, Helene, wurde die Gemahlin Johanns II. von Brandenburg.

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Dietrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 187-188 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138736537.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA