Lebensdaten
1883 bis 1941
Geburtsort
Würzburg
Sterbeort
Murnau (Oberbayern)
Beruf/Funktion
Wirtschaftstheoretiker
Konfession
lutherisch?
Normdaten
GND: 119388766 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Feder, Gottfried

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Zitierweise

Feder, Gottfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119388766.html [24.02.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Hans, GR, Reg.dir. in Ansbach, S d. Gottfr. Rr. v. F. (1806–92), bayer. GR, Präs. d. Oberverwaltungsgerichtshofs (s. Schärl);
    M Mathilde Luz, aus Beamtenfam.;
    Ur-Groß-Ov Gg. Heinr. (s. 1);
    1908 Elisabeth Richter; Schwager Karl Alex, v. Müller (1882-1962), Historiker;
    2 S. 1 T.

  • Leben

    F. ist in den Krisenjahren nach 1919 durch seine Forderung nach „Brechung der Zinsknechtschaft“ in einer neuen Wirtschaftsordnung hervorgetreten, die in das Programm der NSDAP Eingang fand und ihr starke Anziehungskraft verlieh. Von Beruf Bauingenieur, befaßte er sich nach Jahren unternehmerischer Bautätigkeit im In- und Ausland mit finanzpolitischen Studien und kam dabei – wie vor ihm auch andere Geldreformer – zu der Auffassung, daß die Heilung der wirtschaftlichen Nachkriegsschäden und der Wirtschaftskrisen überhaupt durch eine Änderung des Geld- und Kreditwesens (Verstaatlichung der Banken und Abschaffung des Zinses) zu erreichen wäre. F. entfaltete in den 20er Jahren eine rege publizistische und organisatorische Tätigkeit und galt als der Wirtschaftsexperte der NSDAP. Er war 1924-36 Reichstagsabgeordneter, verlor aber im 3. Reich rasch an Bedeutung. Nach Hitlers Friedensschluß mit der überlieferten liberalen Wirtschaftsform wurde F. – 1931 noch Vorsitzender des Wirtschaftsrates der NSDAP, 1933 noch Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium, 1934 Reichskommissar für das Siedlungswesen – 1936 auf einen Lehrstuhl an der TH Berlin abgeschoben.

  • Werke

    Das Manifest z. Brechung d. Zinsknechtschaft, 1919;
    Der dt. Staat auf nationaler u. soz. Grundlage, 1923 (ausführl. Progr.schr. d. Nationalsozialismus);
    Kampf gegen d. Hochfinanz, 1932 (Sammelwerk);
    Nationalsozialist. Bibl. 1, 7, 8, 35, 45. – Hrsg.: Die Flamme;
    Dt. Wochenschau;
    Dt. Technik;
    Nationalsozialist. Bibl., 1928-38.

  • Literatur

    W. Scheunemann, Der Nationalsozialismus, Quellenkrit. Studie s. Staats- u. Wirtsch.auffas- sung, 1931;
    Zbl. d. Bauverwaltung 61, 1941, S. 669-84;
    G. Kroll, Von d. Weltwirtsch.k rise z. Staatskonjunktur, 1958, S. 421 ff.;
    Hdwb. d. Staatswiss. IV, 1927, S. 767 ff.;
    Reichstagshandbücher 1924–33, IX. Wahlperiode (P).

  • Autor/in

    Sonja Noller
  • Empfohlene Zitierweise

    Noller, Sonja, "Feder, Gottfried" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 42 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119388766.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA