Lebensdaten
um 1490 bis 1525
Geburtsort
Stolberg (Harz)
Sterbeort
bei Mühlhausen (Thüringen)
Beruf/Funktion
evangelischer Prediger ; Theologe ; Bauernführer
Konfession
katholisch,evangelisch
Normdaten
GND: 118585533 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Münzer, Thomas
  • Müntzer, Thomas
  • Münzer, Thomas

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Müntzer, Thomas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118585533.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N.;
    M N. N. ( 1521);
    1523 Ottilie v. Gersen;
    1 S.

  • Leben

    M. stammt vermutlich aus stadtbürgerlichen Kreisen. Erste gesicherte Daten sind die Immatrikulationen in Leipzig 1506 und in Frankfurt/Oder 1512. Offen bleibt, wo er seine akademischen Grade erwarb (baccalaureus artium, magister artium, baccalaureus biblicus). Das Studium wurde wohl durch berufliche Tätigkeit – vielleicht als Hilfslehrer in Aschersleben – unterbrochen. Die Aussage in dem Verhör von 1525, „in der Jugend“ habe er ein Verbündnis gestiftet, konnte bisher nicht entschlüsselt werden. In der Diözese Halberstadt wurde M. zum Priester geweiht, was ihm 1514 ermöglichte, eine niedrig dotierte Altarpfründe an der Michaeliskirche in Braunschweig anzunehmen, die er bis 1522 – davon mehrere Jahre in absentia – innehatte. Hier verkehrte er in einem Kreis angesehener Bürgerfamilien, die sich frühreformatorischen Anschauungen öffneten, die|M. teilte und vielleicht auch beeinflußte. Da er von der Braunschweiger Pfründe allein seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten konnte, übernahm er 1515/16 das Amt eines Präfekten im Kanonissenstift Frose bei Aschersleben und unterhielt hier eine Privatschule, in der er u. a. Söhne aus seinem Braunschweiger Bekanntenkreis unterrichtete. Als M. sich zwischen 1517 und 1519 länger oder mehrmals für kürzere Zeit in Wittenberg aufhielt, war er bemüht, eine Wirkungsstätte zu finden, besuchte aber auch eine humanistische Vorlesung. Ostern 1519 vertrat er in Jüterbog den Prediger Franz Günther, als dieser mit den Franziskanern in Konflikt geriet. M.s dortige Predigten zeugen von frühreformatorisch geprägter Kirchenkritik, die er aber schärfer als die Wittenberger artikulierte. Im Verlauf des Jahres 1519 wurde er Beichtvater im Zisterzienserinnenkloster Beuditz bei Weißenfels, wo er sich intensiv mit antiken, patristischen, mystischen, humanistischen und reformatorischen Schriften befaßte. M. drängte es, seine Erfahrungen anderen zu vermitteln. Gelegenheit dazu bot sich, als er im Mai 1520 für ein halbes Jahr die Vertretung für den Prediger Johannes Egranus an der Marienkirche in Zwickau übernahm und nach dessen Rückkehr an die Katharinenkirche wechselte. Erstmals standen ihm jetzt Kanzeln in einer großen Stadtgemeinde zur Verfügung. Als er mit den Franziskanern in Auseinandersetzungen geriet, deckte ihn der Rat, doch als nach der Rückkehr Egrans auch mit diesem ein heftiger Streit entbrannte und M. gar der Aufruhrstiftung verdächtigt wurde, entließ der Rat den Predigeram 16.4.1521. Die Quittung für sein letztes Gehalt unterschrieb er selbstbewußt als „Thomas Müntzer, qui pro veritate militat in mundo“. In Briefunterschriften bezeichnete er sich von nun an wiederholt als „Knecht der Auserwählten Gottes“, ein Zeichen dafür, daß er seine eigene Rolle in einer apokalyptischen Perspektive sah.

    Von Zwickau ging M. nach Böhmen. Der in Prag verfaßte, aber nicht publizierte Sendbrief („Prager Manifest“) gibt erstmals genauer über seinen Standort Auskunft. Der von ihm wahrgenommene Verfall der Kirche seit dem Tod der Apostel sollte durch eine „neue apostolische Kirche“ zuerst in Böhmen, dann überall in der Welt überwunden werden. Die apokalyptische Erwartungshaltung und die Befürwortung einer umfassenden Reformation zielten auf die Sammlung der Auserwählten in der Zeit des Gerichts. M. fand in Prag jedoch nicht die erhoffte Resonanz und angesichts einsetzender Repressionen verließ er im November 1521 die Stadt. Stationen seiner anschließenden Wanderschaft waren wahrscheinlich Jena, Erfurt, Stolberg, Nordhausen, Weimar und ein Ort nahe Wittenberg. Ende 1522 wurde M. für kurze Zeit Kaplan des Nonnenklosters St. Georgen in Glaucha bei Halle. Er sah sich spätestens von jetzt an als „eyn williger botenleuffer Gots“.

    Kurz vor Ostern 1523 wurde M. in der kursächs. Amtsstadt Allstedt Prediger an der Johanniskirche. Die von ihm eingeleitete Liturgiereform beabsichtigte, den Hörern das Evangelium in deutscher Sprache zu vermitteln und die Gemeinde in den Gottesdienst einzubeziehen (Deutsches Kirchenamt, 1523; Deutsch-ev. Messe, 1524). Seine liturgischen Schriften fanden über Allstedt hinaus Verbreitung. Sie dienten teilweise als Vorlage für die Einrichtung deutscher Messen in Erfurt und Nürnberg, im Hzgt. Braunschweig-Calenberg, in der Gfsch. Lippe und im Hzgt. Pommern. Da M.s Predigten viele Besucher anzogen, suchte der altgläubige Gf. Ernst von Mansfeld unter Berufung auf ein Mandat des Reichsregiments den Zulauf zu unterbinden, vermochte aber weder ein Eingreifen des Allstedter Rats noch des sächs. Kurfürsten zu bewirken. M. war dadurch erstmals herausgefordert, sein Verhältnis zu den fürstlichen Obrigkeiten zu bedenken. Auch erbot er sich, seine Lehre öffentlich prüfen zu lassen. In diesem Zusammenhang dürften seine Schriften „Protestation oder Erbietung … von dem rechten Glauben und der Taufe“ und „Von dem gedichteten Glauben“ (1524) verfaßt worden sein. Kritisch beleuchtete er den nach seiner Überzeugung von altgläubigen Geistlichen und auch von Reformatoren verbreiteten falschen Glauben, womit die zunächst nur schwer faßbare Distanz zu Luther, der M.s Wirken aufmerksam verfolgte, deutlichere Konturen gewann. Am Morgen des 13.7.1524 bot sich M. die Gelegenheit, Hzg. Johann und seinem Gefolge auf dem Allstedter Schloß seinen Standpunkt vorzutragen. In einer Predigt über Daniel 2 entfaltete er seine Reformationsauffassung und forderte die sächs. Fürsten auf, als sich zu Christus bekennende Regenten dieses Werk zu befördern, da ihnen sonst das Schwert genommen werde (Auslegung des andern Unterschieds Daniels des Propheten, 1524).

    Nachdem im März 1524 die Mallerbacher Kapelle nahe Allstedt zerstört und die Tat Anhängern M.s angelastet worden war, eskalierten die Ereignisse, zumal sich verfolgte ev. Untertanen aus benachbarten Gebieten nach Allstedt flüchteten. Der vielleicht schon während des Konflikts mit Gf. Ernst entstandene Bund zur Verteidigung des Evangeliums gewann in dieser Situation eine neue Gestalt. Da nach M.s Meinung der Landfrieden gebrochen wurde und die sächs. Fürsten sich seinen Appellen versagten, sah M. nunmehr ein Widerstandsrecht gegen gottlose Obrigkeiten als gegeben an. Nach einem Verhör in Weimar am 1.8.1524 wurde ihm auferlegt, seinen Bund aufzulösen und den von ihm beschäftigten Drucker zu entlassen. Der Rat sollte zudem endlich die Beteiligten von Mallerbach bestrafen. Nachdem M.s Wirkungsmöglichkeiten dadurch erheblich eingeengt wurden, verließ er in der Nacht vom 7. zum 8. August heimlich Allstedt.

    In der Freien Reichsstadt Mühlhausen ist M. seit Mitte August 1524 nachweisbar. Er wurde freundlich aufgenommen und begann seine Tätigkeit ebenfalls mit einer Gottesdienstreform. Im Gefolge von am 19.9. durch einen Streit zwischen einem Kirchner und einem der Bürgermeister ausgelösten Unruhen wurden 11 Artikel verbreitet, an deren Erarbeitung er beteiligt gewesen sein dürfte. Sie verlangten die Einsetzung eines neuen Rates, der „zu Gots ehr und der stadt nutz“ handeln sollte. Während dieser Ereignisse entstand vermutlich ein militärisch organisierter Bund („Ewiger Bund Gottes“). Doch die Bewegung scheiterte, und Anfang Oktober wurden M. und Heinrich Pfeiffer, der schon zuvor in Mühlhausen gewirkt hatte, vom Rat aus der Stadt gewiesen.

    Im Südwesten des Reiches begann zu dieser Zeit der Bauernkrieg. Obwohl Reaktionen M.s auf die Ereignisse nicht bekannt sind, ist es auffällig, daß er sich nach der Ausweisung aus Mühlhausen nach Nürnberg begab, ohne öffentlich aufzutreten. Dort wurden vor bzw. nach seinem Aufenthalt seine Schriften „Ausgedrückte Entblößung des falschen Glaubens der ungetreuen Welt“ und „Hochverursachte Schutzrede und Antwort wider das geistlose und sanftlebende Fleisch zu Wittenberg“ im Oktober bzw. Dezember 1524 gedruckt. Letztere war M.s Antwort auf Vorwürfe Luthers, dessen Theologie er kritisch durchleuchtete. Den Fürsten drohte er an, angesichts ihres Versagens werde die Schwertgewalt der Gemeinde übertragen werden. Von Nürnberg führte M.s Weg über Basel nach Grießen im Klettgau, wo er erstmals mit der bäuerlichen Aufstandsbewegung konfrontiert war, ohne daß über seine Aktivitäten Genaueres ausgesagt werden kann. Im Februar 1525 kehrte er nach Mühlhausen zurück und wurde von der Gemeinde als Prediger der Marienkirche angenommen. Unter seinem Einfluß wurde am 17.3. gemäß den elf Artikeln des Vorjahres ein neuer Rat gewählt.

    Orientiert an der Bibel und in Auseinandersetzung mit der kirchlichen Tradition, zudem beeinflußt von mystischen und apokalyptischen Überlieferungen, formte M. eine von Luther abweichende reformatorische Theologie, die stark von der spiritualistischen Unterscheidung zwischen dem „lebendigen Reden Gottes“ und dem „toten Buchstaben der Schrift“ geprägt war. Da nach M. die Ordnung, die Gott seiner Schöpfung gegeben hatte, durch den Sündenfall „verkehrt“ wurde, sah er in der Gewinnung des rechten Glaubens durch die Nachfolge Christi in seinen Leiden und das „Gleichförmigwerden“ mit ihm, in der Abkehr von der kreatürlichen Welt mit ihren Lüsten, ihrer Gier nach Gütern und Herrschaft die Voraussetzung für die Wiederherstellung dieser Ordnung. M. wollte die Menschen auf diese „Veränderung der Welt“ vorbereiten. Hinter seinem ständigen Drängen und Ermahnen stand die Überzeugung, in der apokalyptischen „Zeit der Ernte“ zu leben, in der die Scheidung der Auserwählten von den Gottlosen erfolge, um das Gericht und das Reich Christi, eine Welt ohne Herrschaft und Ausbeutung, vorzubereiten. Da die Fürsten sich versagt hatten, dieses Werk zu befördern, meinte M., Gott benutze nunmehr die aufständischen Bauern als sein Werkzeug. Deshalb verband er seine Sache mit der Aufstandsbewegung in Thüringen.

    Seit Mitte April 1525 unterstützte M. die Aktionen der thür. Aufständischen. Als aus dem in Frankenhausen sich formierenden Bauernlager ein Hilfeersuchen an Mühlhausen erging, brach nach Verzögerungen ein Mühlhauser Aufgebot unter Führung M.s dorthin auf. In der Wagenburg, die auf einer Anhöhe bei Frankenhausen errichtet wurde, suchte er dann die Aufständischen im Zeichen des Bundes mit Gott – Symbol war der Regenbogen – für den endzeitlichen Kampf zu motivieren. Doch dem plötzlichen Angriff der fürstlichen Truppen am 15.5., die möglicherweise einen zuvor geschlossenen Waffenstillstand brachen, vermochten die Aufständischen nicht standzuhalten. Die meisten wurden erschlagen, nur einer kleinen Zahl gelang es, sich in die Stadt Frankenhausen zu retten. Dort wurde M. entdeckt und an Ernst v. Mansfeld übergeben, der ihn am 16.5. auf Schloß Heldrungen verhören ließ. Seinen letzten Willen bekundete M. in einem Brief an die Mühlhauser Gemeinde vom 17.5.: Das Volk habe ihn nicht recht verstanden, es habe nur den Eigennutz gesucht und sei deshalb|von Gott gestraft worden. Die Bauern und Städtebürger, die eine Neuordnung des sozialen und politischen Lebens erkämpfen wollten, und M., der darin nur einen vorbereitenden Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der Ordnung Gottes sah, hatten kurzzeitig zusammengefunden, verfolgten aber unterschiedliche Ziele. M. und Pfeiffer wurden im Feldlager der Fürsten bei Mühlhausen die Köpfe abgeschlagen und allen zur Mahnung aufgespießt.

    Für M., der sich als von Gott gesandten Propheten verstand, waren Reformation und apokalyptische Erfüllung eins. In seiner Auseinandersetzung mit dem städtischen Milieu, mit den fürstlichen Obrigkeiten und den Aufständischen während des Bauernkrieges, entstand seine Lehre nicht als direkte Antwort auf die jeweils spezifischen Konfrontationen, aber er formte sie in deren Kenntnis. Sein seelsorgerisches Bemühen richtete sich auf die Verwirklichung seiner Reformationsvorstellung, die letztlich die Rückführung der Menschen in die Ordnung Gottes anstrebte. Dies war aber nicht ohne radikale Umgestaltung der Gesellschaft möglich, so daß der Prediger und Seelsorger zum Revolutionär wurde. Nach M.s Tod wurden Person und Werk verteufelt, aber auf lange Sicht lieferte er kirchenkritischen Strömungen und seit der Franz. Revolution auch revolutionären Bewegungen Argumente für ihre oppositionelle Haltung.

  • Werke

    Schrr. u. Briefe, hrsg. v. G. Franz, 1968.

  • Literatur

    ADB 23;
    M. Bensing, Th. M. u. d. Thüringer Aufstand, 1966;
    W. Elliger, Th. M., Leben u. Werk, 31976;
    E. Wolgast, Th. M., Ein Verstörer d. Ungläubigen, 1981, 21989;
    M. Steinmetz, Th. M.s Weg nach Allstedt. 1988;
    S. Bräuer u. H. Junghans (Hrsg.), Der Theologe Th. M., Unterss. zu seiner Entwicklung u. Lehre, 1989;
    U. Bubenheimer, Th. M., Herkunft u. Bildung, 1989;
    H.-J. Goertz, Th. M., Mystiker – Apokalyptiker – Revolutionär, 1989 (W, L, P);
    G. Vogler, Th. M., 1989 (W, L, P);
    I. Warnke, Wb. zu Th. M.s dt. Schrr. u. Briefen, 1993;
    G. Seebaß, Th. M., in: TRE 23, 1994, S. 414-36 (W, L);
    BBKL.

  • Portraits

    Kupf. v. Ch. van Sichem, 1608 (Porträtähnlichkeit nicht belegt).

  • Autor/in

    Günter Vogler
  • Empfohlene Zitierweise

    Vogler, Günter, "Müntzer, Thomas" in: Neue Deutsche Biographie 18 (1997), S. 547-550 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118585533.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Münzer: Thomas M., geb. um das Jahr 1490 zu Stolberg am Harze, erhielt, ungewiß wo und auf welche Art, eine gelehrte Bildung und fühlte sich schon frühe zur Theologie, insbesondere, wie es scheint, zum Studium der Mystiker hingezogen. In einem unsteten Leben wurde er von Ort zu Ort geführt. Er war Lehrer zu Aschersleben und Halle, wird 1515 als Propst vermuthlich eines Nonnenklosters zu Frohsa bezeichnet, lehrte vielleicht danach am Martinigymnasium in Braunschweig, hielt sich eine Zeit lang in Leipzig auf, wurde 1519 Kaplan und Beichtvater der Bernhardiner-Nonnen im Kloster Beutwitz bei Weißenfels (vgl. einen von hier datirten Brief Münzer's bei K. und W. Krafft: Briefe und Documente aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert. Elberfeld, Lucas 1875 S. 99) und folgte 1520 einem Rufe nach Zwickau, wo er zuerst Prediger zu St. Marien, dann zu St. Katharinen wurde. Hier wandte er sich mit Entschiedenheit wider das Klosterwesen und suchte gegen die Anfeindungen der Bettelmönche die Hülfe Luther's nach. Ein anderer Streit, der ihn vollkommen mit seinem Berufsgenossen Egranus entzweite (s. A. D. B. Bd. V S. 692), führte zunächst zur Entfernung dieses Mannes aus der Stadt. Aber auch M., dessen Verbindung mit den unruhigen Tuchweberknappen und dem unter ihnen angesehenen schwärmerischen Nikolaus Storch gefährlich erschien, mußte 1521 vom Platze weichen. Er begab sich nach Böhmen, der Wiege der taboritischen Lehren, für die er sehr empfänglich war. Vermuthlich war eine Zeit lang Marcus Thomae Stübner aus Elsterberg mit ihm, der in Wittenberg studirt und Melanchthon's Freundschaft gewonnen hatte. M. welcher auf Sympathien des böhmischen Volkes gerechnet haben mochte, schlug am 1. November 1521 in Prag eine pathetische Proclamation an, in der er verkündete, aus diesem auserwählten Lande werde die neue Kirche ausgehen, und predigte in der Kapelle Corporis Christi (s. des Bartholomäus von St. Aegidien Chronik, herausgegeben von C. Höfler, Prag 1859, S. 102). Aber er fand keinen Anhang und wurde kurze Zeit in Haft gehalten. Er verweilte 1522 wieder in den thüringisch-sächsischen Gegenden, namentlich in Nordhausen, und erlangte im Anfange des Jahres 1523 eine Pfarrstelle in Alstedt, wo er sich mit einer aus dem Kloster ausgetretenen Nonne verheirathete. Hier führte er eine durchaus deutsche Gottesdienstordnung ein, die er in mehreren Druckschriften, wie namentlich „Ordnung und Berechnunge des Teutschen Ampts ze Alstadt“ weiteren Kreisen bekannt machte. Er behielt hier die Taufe der Unmündigen noch bei. Auch später hat er, so sehr er sich mit gewissen Ideen mancher Anabaptisten berührte, nachweislich niemals wiedergetauft. Von Alstedt aus schrieb er noch im Juli 1523 freundschaftlich an Luther, um sich gegen manche Vorwürfe zu rechtfertigen, aber sein Gegensatz zu den führenden Geistern Wittenbergs verschärfte sich zusehends. Seine Zwickauer Gesinnungsgenossen, Storch und Stübner, hatten schon Ende 1521 in Wittenberg Aufregung hervorgerufen, indem sie sich wunderbarer Offenbarungen rühmten und wider die Kindertaufe Einwendungen erhoben. Mit Andreas Karlstadt (Bodenstein, s. A. D. B. Bd. III S. 8—15, doch ist es ein Irrthum, wenn es daselbst heißt: „Münzer sei „eben damals nach Wittenberg gekommen") stand er in Briefwechsel, und als Karlstadt mit Preisgebung seines akademischen Lehramtes die Pfarrei von Orlamünde einnahm, wirkten sie eine Zeit lang in derselben Richtung. Anknüpfend an die Mystik setzten sie die innere Eingebung über das Bibelwort, eiferten gegen die „neuen Papisten“ und forderten radicale Aenderungen des Cultus, wie namentlich Zerstörung der Altäre und Bilder. Bei M. nahmen jedoch die spiritualistischen Ansichten, die Schilderungen der qualvollen Seelenzustände, die zur Vergottung führen, untermischt mit dem Berichte von Träumen und Visionen, einen glühenderen Charakter an. M. ging ohne Zweifel schon damals über die Bestrebungen Karlstadt's dadurch hinaus, daß er als Prediger, Schriftsteller und Agitator, wenn schon er es gelegentlich leugnete, auch das politisch-sociale Gebiet in Angriff nahm und für die Ausführung von Umsturzversuchen Genossen warb. Schon in seiner Jugend scheint er einen geheimen Bund gegen den Erzbischof zu Magdeburg ins Leben gerufen zu haben. Er hatte gleichviel Neigung wie Talent, durch Stiftung von Vereinen, vorzüglich unter der ärmeren, mannigfach gedrückten Bevölkerung in|Stadt und Land, unter Handwerkern und Bauern sich Anhang zu verschaffen. Die Ziele seines Strebens sind nicht durchaus klar und die dunkle, excentrische Sprache seiner Schriften erschwert es, seine politischen und socialen Ideen in voller Schärfe zu fassen. Den Tod vor Augen hat er bekannt: die Gütergemeinschaft habe an der Spitze seines Programms gestanden und die Obrigkeit, welche sich ihrer Einführung nicht fügen wolle, solle dem Untergange geweiht sein.

    In dem ehrgeizigen Fanatiker vermengten sich chiliastische Gedanken, die auf eine unmittelbare, gewaltsame Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden ausgingen, mit der bitteren Erkenntniß so vieler auch durch die Reformation unheilbarer Leiden der bürgerlichen Gesellschaft. Um die Wette mit seinem Amtsgenoffen Simon Haferitz, einem ausgetretenen Carmeliter, der später reuig wurde, verhetzte er das massenhaft zuströmende Volk und gewann großen Anhang. Die Propaganda für eine gewaltsame, radicale Durchführung der Reformation bot dazu die beste Gelegenheit. Es war in Münzer's Sinn, wenn das Volk die Kapelle zu Mallerbach, zu deren wunderthätigem Marienbilde gewallfahrtet wurde, im April 1524 stürmte und verbrannte. Unterthanen benachbarter, katholisch gesinnter Herrschaften, die sich von diesen bedrängt sahen, weil sie zu Münzer's Predigt herbeieilten, ermahnte er, mit anderen im Bunde zu den Waffen zu greifen. Er begeisterte Männer und Frauen zum bevorstehenden Kampfe gegen „die Tyrannen und alle, die wider das Evangelium streben" und prophezeite, daß von den „Auserwählten Gottes“ einer wol 1000 oder 20,000 der Feinde erwürgen werde. „Die Zeit ist vorhanden“, schrieb er verfolgten Unterthanen des Herzogs Georg von Sachsen, „daß ein Blutvergießen über die verstockte Welt ergehen soll um ihres Unglaubens willen. Da werden dann einem jeden seine Güter, die er vorhin um Gottes willen nicht hat wollen wagen, genommen werden um des Teufels willen ohne seinen Dank.“ In einer Predigt, die er 1524 vor den Herzögen Johann und Johann Friedrich auf dem Schlosse zu Alstedt hielt und dann drucken ließ (unter dem Titel „Außlegung des andern Unterschyds Danielis") forderte er sie auf, „das Regiment bei der Wurzel anzuheben", die Gottlosen zu vertilgen, widrigenfalls ihnen „das Schwert genommen werden müsse". Er verkündigte, daß der Herr „mit einer eisernen Stange unter die alten Töpfe schmeißen werde". Auch die Orlamünder suchte er zu gewaltthätigem Vorgehen fortzureißen, sie weigerten sich indessen „zu Messern und Spießen zu laufen" und wollten nur „mit dem Harnisch des Glaubens gewaffnet sein". Zwei weitere Schriften Münzer's aus dem Jahre 1524 zu Alstedt geschrieben, eine „Protestation oder Empietung" und „Von dem getichten Glauben" wandten sich namentlich gegen die reformatorische Lehre vom Glauben ans Evangelium, dem er die innere Offenbarung gegenüberstellte. Inzwischen hatte Luther selbst schon zum Einschreiten gegen den „Satan zu Alstedt“ gerathen, der den „Herrn Omnes“ zum Aufruhr errege. M., dessen Thätigkeit namentlich wegen des Verhältnisses zum Herzog Georg von Sachsen gefährlich zu werden drohte, wurde nach Weimar citirt und hatte sich hier am 1. August 1524 zu verantworten. Schösser, Schultheiß und Rath zu Alstedt wurden aufgefordert, Münzer's Druckerei eingehen zu lassen und den Drucker zu verabschieden, ihm selbst keine aufrührerische Predigt und Conspiration nachzusehen. Das landesherrliche Gebot sollte erfüllt werden, aber man gab dem Kurfürsten von Alstedt aus zu verstehen, daß, wenn M. ungehört verdammt würde, ein großer Aufruhr erfolgen möchte. Jedoch noch ehe weiteres gegen ihn verfügt wurde, entwich er heimlich über die Mauer in die thüringische Reichsstadt Mühlhausen, von wo er am 15. August die Getreuen in Alstedt ersuchte, seinem Weibe ein kleines Zehrgeld zu geben. Schon vor Münzer's Ankunft hatte in Mühlhausen ein entlaufener Mönch von bedeutender Begabung, Heinrich Pfeifer, nach Abstellung des alten Kirchendienstes die städtische|Verfassung im Kampfe mit dem Rathe zu ändern gewußt. Luther's den Mühl Häusern ertheilte Warnung vor dem falschen Geiste und Propheten, der in Schafskleidern dahergehe und inwendig ein reißender Wolf sei, kam zu spät.

    Den günstigen Boden Mühlhausen's, wo sich alsbald eine Verbindung der Gemeinde mit der umwohnenden Bauernschaft anbahnte, fand M. für seine Zwecke wie gemacht. Er soll unter anderem gelehrt haben, man solle keiner Obrigkeit mehr gehorsam sein, Niemandem Zinsen oder Renten geben und den geistlichen Stand verfolgen und austreiben. Auch gab er hier eine Schrift in Druck: „Ausgetrückte Emplößung des falschen Glaubens der ungetreuen Welt", in der er sich als „Thomas Muntzer mit dem Hammer" bezeichnete, wider „die großen Hansen", die dem Herodes gleichen, eiferte und die „armen verworfenen Bauern“ beklagte, die „ihr Leben mit der ganz sauren Nahrung zugebracht, auf daß sie den erzgottlosen Tyrannen den Hals gefüllt haben“. Eine neue Bewegung in der Stadt führte den Rath noch einmal zum Siege und hatte Ende September die Vertreibung Münzer's und Pfeifer's zur Folge. M. begab sich, ohne Zweifel von Pfeifer begleitet, nach Süddeutschland. In Nürnberg ließ er seine „Hochverursachte Echutzrede und Antwort wider das geistlose sanfftlebende Fleysch zu Wittenberg“ erscheinen. Sie war in erster Linie gegen Luther gerichtet, den er mit ausgesuchten Schimpfwörtern, wie „Erzteufel, Doctor Lügner, Wittenbergischer Pabst“ bedachte. Er warf ihm vor, daß er den Fürsten schmeichle, ihnen Klöster und Kirchen schenke, während er die Bauern durch den Hinweis auf das die Mächtigen bedrohende Wort Gottes zu sättigen suche. Daneben entwickelte er seine eigene politische Theorie: „daß eine ganze Gemeinde Gewalt des Schwertes habe" und daß die Fürsten „nicht Herren, sondern Diener des Schwertes“ seien, daher auch widerrechtlich alle Creatur, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, das Gewächs auf Erden sich zu eigen gemacht hätten. Die Schrift schloß mit den Worten: „Das Volk wird frei werden und Gott will allein der Herr darüber sein.“ Er trug seine Lehre von der Souveränität des Volkes und von der Nothwendigkeit einer neuen Gütervertheilung mit Berufung auf Stellen der Bibel leidenschaftlich vor und traf damit die revolutionäre Stimmung der in ihren Tiefen erregten unteren Volksmassen in Stadt und Land. Von der Nürnberger Obrigkeit alsbald Vertrieben, wandte er sich in die südwestlichen Gaue Deutschlands, wo sich seinen Agitationen ein weites Feld eröffnete. Hier, um die Ausläufer des Schwarzwaldes, an den Grenzen der Eidgenossenschaft, hatte bereits das Vorspiel zu dem großen Bauernkriege des folgenden Jahres begonnen.

    Die Stadt Waldshut, mit der vorderösterreichischen Regierung in Streit, wurde von aufrührerischen Bauern besetzt. Eine Züricher Freischaar stellte sich zum Schutze der Stadt ein und der einflußreiche Prediger Balthasar Hubmaier (s. Bd. XIII S. 264), der sich auf Schweizer Boden geflüchtet hatte, kehrte zu der ihm anhangenden Bürgerschaft zurück, um bald als einer der vornehmsten Wiedertäufer und zugleich als einer der radicalsten Führer der Revolution eine wichtige Rolle zu spielen. M. kam über Basel, wo er, begleitet von Hugowaldus, den Oekolampadius aufgesucht hatte, in diese Gegenden. Etwa acht Wochen trieb er hier, das Feuer schürend, sein Wesen. Die klettgauische Ortschaft Grießen wird hier als sein Sitz genannt, doch kann nicht bezweifelt werden, daß er, rastlos agitirend, von Stadt zu Stadt, von Don zu Dorf umherzog. Waldshut lag so nahe, daß er mit Leichtigkeit die Bekanntschaft jenes Balthasar Hubmaier machen konnte, und der Einfluß, den er auf diesen äußerte, muß als sehr bedeutend betrachtet werden. Von Zürich aus stellten sich, wenn Bullinger's Angaben Glauben zu schenken ist, Konrad Grebel (s. A. D. B. Bd. IX S. 619), Felix Manz und andere radicale Gegner Zwingli's bei ihm ein, die|M. schon früher, obwol in wesentlichen Punkten von ihm abweichend, brieflich ihre Hochachtung ausgesprochen hatten. Am 13. December 1524 wagte M. wieder nach Mühlhausen zurückzukehren, wo er noch viele Anhänger hatte. Pfeifer hatte sich wol schon früher eingefunden. Beiden gelang es mit Hilfe der benachbarten Bauern in stürmisch er. Volksbewegung den alten Rath zu stürzen, während die Bilder und Altäre in allen Kirchen zerstört, die Kirchenschätze geraubt, die Klöster aufgehoben und ausgeplündert wurden. Ohne sein Predigtamt aufzugeben hatte M. auf die Verhandlungen des neuen Rathes großen Einfluß, wohnte häufig seinen Sitzungen bei und betrieb kriegerische Vorbereitungen. Zunächst ging es an ein nächtliches „Pfaffenstürmen“ in den benachbarten Gebieten des Herzogs Georg. Als im Frühling 1525 der Bauernaufruhr von Süddeutschland aus sich mit reißender Schnelligkeit verbreitete, wurde Mühlhausen zum Mittelpunkte der Revolution in ihrer furchtbarsten Erscheinung. Während der praktischere und nüchternere Pfeifer als der Mann der wohl berechneten, schnellen That erscheint, suchte M. durch leidenschaftliche Mahn- und Drohbriefe in die Ferne zu wirken und den Bruderbund, der nöthigenfalls mit Feuer und Schwert gestiftet werden sollte, zu erweitern. Auch mit seinen oberdeutschen Freunden scheint er in reger Verbindung geblieben zu sein und von ihren Fortschritten Großes erhofft zu haben. Pfeifer trieb zum Losbruche und machte mit der Verwüstung von Kirchen, Schlössern und Klöstern des Eichsfeldes den Anfang. Andere Haufen wandten sich mordend und brennend gegen den Harz, die goldene Aue, das Mansfeldische. Adlige, die dem Drucke wichen, schworen, „alles frei zu geben und frei zu lassen, was Gott der Allmächtige gefreiet hat“. Wer Widerstand leistete, hatte auf keine Gnade zu rechnen. M. erschien zeitweilig im Felde, doch blieb Mühlhausen sein hauptsächlicher Stützpunkt. Von hier aus fuhr er fort durch flammende Anschreiben den Aufstand zu befördern. Er unterzeichnete sich mitunter „Thomas Münzer mit dem Schwerte Gideonis“, forderte mit wilden Worten dazu auf, mit den Gottlosen kein Erbarmen zu haben und verkündete aus biblischen Stellen, „daß die Gewalt dem gemeinen Volke gegeben werden solle“. Sein Einfluß drang jedoch nicht überall durch und selbst in Mühlhausen hatte er mitunter über die Widersetzlichkeit „der Brüder“ zu klagen.

    Während die Bauernschaaren zu keiner festen Verbindung gelangten, waren die Streitkräfte Philipps von Hessen, Georgs von Sachsen, Heinrichs von Braunschweig im Begriffe sich zu vereinigen, um die Empörung zu dämpfen. Sie zogen gegen Frankenhausen, in dessen Nähe ein starker, aber schlecht gerüsteter Haufe lag. Unterhandlungen, zu deren Führung Graf Albrecht von Mansfeld sich bereit erklärt hatte, wurden durch die Ankunft Münzer's hintertrieben. Er war mit ein paar hundert Mann aus Mühlhausen angelangt und schrieb am 12. Mai drohend an den Grafen Albrecht und noch ungestümer an den katholischen Grafen Ernst von Mansfeld. Am 15. erfolgte der Angriff der Fürsten auf das Bauernheer, das sie mit leichter Mühe nach Einnahme der Wagenburg in wilde Flucht versprengten. M. entging dem Gemetzel, man fand ihn in Frankenhausen in einem Bette versteckt und führte ihn nach dem Schlosse Heldrungen ab. Die Folter entriß ihm ein umfassendes Bekenntniß. Er rieth den Brüdern in Mühlhausen die Waffen niederzulegen und bat, seinem Weibe und seinem Kinde seine Habe ausliefern zu lassen. Inzwischen hatte der neue Kurfürst von Sachsen. Johann, in seinen Gebieten die Ruhe wiederhergestellt. Mit den Siegern von Frankenhausen verbunden, rückte er vor die Stadt Mühlhausen, die am 25. Mai um Gnade bat und ein blutiges Strafgericht erlebte. M., von Heldrungen herbeigebracht, ward an einem der letzten Tage des Mai hingerichtet. Er soll vor seinem Ende die Fürsten ermahnt haben, fleißig in den Büchern Samuelis und der Könige zu lesen. Auch Pfeifer's, der aus Mühlhausen geflüchtet war,|hatte man sich bemächtigt. Er wurde gleichzeitig mit M. enthauptet und beider Köpfe wurden aufgepfählt. Ein Bruder Pfeiser's, Namens Georg, noch im März 1526 in Erfurt gefangen gehalten, wurde freigelassen.

    • Literatur

      Urkunden zur Geschichte Thomas Münzer's und des Bauernkrieges in Thüringen (1523—25) in E. Förstemann, Neues Urkundenbuch zur Geschichte der evangelischen Kirchenreformation, Hamburg 1842, Bd. I. — Zur Geschichte des Bauernkrieges im Thüringischen und Mansfeldischen (Briefe aus dem Weimarer Archiv, gesammelt von Förstemann) in den Neuen Mittheilungen des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums 1868, Bd. XII, ebda. 1878: Das Ende des Bauernkrieges in Thüringen (Archivalien aus dem Dresdener Archiv, gesammelt von Seidemann), vgl. Forschungen zur deutschen Geschichte, Bd. XI u. XIV. Cornelius. Geschichte des Münsterischen Aufruhrs, Bd. II, S. 240—249. Heinrich Pfeifer und Thomas Münzer in Mühlhausen. Eine urkundliche Mittheilung aus der Mühlhäuser Chronik von Dr. F. A. Holzhausen in A. Schmidt's historischer Zeitschrift, Bd. IV. Kawerau, Kleine Nachlese z. Briefwechsel des Thomas M., in Zeitschr. d. Harzvereins, Bd. XII. Neues Archiv f. sächs. Gesch.- u. Alterthumskunde, Bd. III, 85. G. T. Strobel, Leben, Schriften und Lehren Thomae Müntzer's, Nürnberg und Altdorf 1795. J. K. Seidemann, Thomas Münzer, Dresden und Leipzig 1842. Die betreffenden Abschnitte in Zimmermann's Geschichte des großen Bauernkrieges, 2. Aufl. 1856 (mit Vorsicht zu benutzen, sie beruhen zum Theil auf der Ausbeute des Archivar Stephan aus dem Mühlhauser Archiv, die zusammengefaßt in: Stephan, Anzeige betreffend die Reformationsgeschichte Mühlhausens, 1862). G. Droysen, Zur Schlacht von Frankenhausen, Zeitschrift für preußische Geschichte, 1874.

    • Korrektur

      S. 46. Z. 25 v. o.: Vgl. Otto Merx: Th. Münzer und H. Pfeiffer 1523 bis 25. Göttingen 1889. H. Wolfram: Th. Münzer in Allstedt (Zeitschr. d. Vereins f. Thür. Gesch. N. F. Bd. 5). Brief Th. Münzers 1524 (in Zeitschr. des Harz-Vereins 1894, I).

  • Autor/in

    Alfred Stern.
  • Empfohlene Zitierweise

    Stern, Alfred, "Müntzer, Thomas" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 41-46 unter Münzer [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118585533.html#adbcontent

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