Lebensdaten
1897 bis 1969
Geburtsort
Graz
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Holztechnologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 140069968 | OGND | VIAF: 103379014
Namensvarianten
  • Mörath, Edgar
  • Mörath, Edgar
  • Mörath, Edgar Wilhelm Eugen

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Zitierweise

Mörath, Edgar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140069968.html [13.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor (* 1864). Apotheker u. Drogist in G., S d. Anton, Dr. med., Ordinarius d. Kinderklinik in G., u. d. Maria Hauser;
    M Alexandrine (* um 1864) aus Windischgraz (Steiermark), T d. Handelsmanns Martin Mörtl u. d. Maria Malaverh;
    1921 Mathilde. T d. Obervermessungsrats Eduard Wiesler u. d. Mathilde Tomaschegg.

  • Leben

    Nach Teilnahme am 1. Weltkrieg, in dem er mehrfach verwundet und ausgezeichnet wurde, studierte M. in Graz Chemie. 1921-30 war er als leitender Ingenieur in verschiedenen chemischen, pharmazeutischen und holzverarbeitenden Betrieben tätig. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann M. 1930. als er zur Gründung des ersten Holzforschungsinstituts an einer Technischen Hochschule nach Darmstadt berufen wurde. 1931 promovierte er zum Dr.-Ing., 1932 habilitierte er sich mit Untersuchungen über Holzeigenschaften und erhielt die venia legendi für Technologie des Holzes. 1936 übernahm er die Leitung des Forschungsinstituts für Sperrholz und andere Holzerzeugnisse in Berlin-Dahlem. Am 2. Weltkrieg nahm M. bis 1942 teil, wurde dann ins Reichsforstamt berufen und wirkte 1943-45 als Sekretär des „Komitees Holzverwertung“ der Internationalen Forstzentrale. Hier oblag ihm auch die Herstellung und Aufrechterhaltung wissenschaftlicher Kontakte mit dein neutralen Ausland. Nach dem Zusammenbruch 1945 ging M. nach Österreich als Vorsitzender der Ausschüsse für mechanische und chemische Holzverwertung sowie Dokumentation der neugegründeten Österr. Gesellschaft für Holzforschung. 1949 wurde er zum Forestry Officer der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen berufen, mit der Aufgabe, das Gesamtgebiet der Technologie der Forstprodukte in weltweiter Sicht zu bearbeiten. Zur praktischen Umsetzung seiner Erfahrungen und Kenntnisse wechselte M. 1954 in die Holzindustrie, zunächst als Technischer Direktor bei der Karl Richtberg KG in Bingen - deren 12 Werke für Holzbearbeitung und Holzschutz er rationalisierte – und seit 1957 als Direktor für Forschung und Entwicklung der International Plastics Ltd. in London. Während seiner dortigen Tätigkeit wurden fünf Spanplattenwerke in England, Schweden, Rußland und der ČSSR errichtet. 1962 kehrte M. endgültig nach Österreich zurück, 1964 wurde er zum Leiter des Österr. Holzforschungsinstituts bestellt, nachdem er bereits 1963 in den Vorstand der Österr. Gesellschaft für Holzforschung gewählt worden war. Von 1966 bis zu seinem Tode war M. Generalsekretär der International Academy of Wood Science mit Sitz in Wien.

    Um internationale Zusammenarbeit bemüht, hat M. das junge Gebiet der Holzforschung von den Anfängen an begleitet. Über 130 Veröffentlichungen, darunter mehrere Bücher und Beiträge zu Sammelwerken, spiegeln seine jeweiligen Forschungsschwerpunkte wider. In zahlreichen Untersuchungen befaßte sich M. mit der völlig neuen Form der Holzvergütung: der Holzplatte, ihrer Herstellung und Anwendungsmöglichkeit. Das unter seiner Schriftleitung 1963 erschienene Holzschwellen-Handbuch entsprach dem Bedürfnis nach Vergleichsmöglichkeiten zwischen Holz- und Spannbetonschwellen.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. International Association of Wood Anatomists (1935), d. British Wood Preservers Association u. d. Westeurop. Inst. f. Holzimprägnierung, Den Haag;
    Fellow of the Institute of Wood Science.

  • Werke

    u. a. Btrr. z. Kenntnis d. Quellungserscheinungen d. Buchenholzes, Diss. TH Darmstadt 1931 (Kolloidchem. Beihh. 33, S. 1-4);
    Stud. üb. d. hygroskop. Eigenschaften u. d. Härte d. Hölzer, Habil.schr. Hannover 1932. 21934;
    Die künstl. Holztrocknung, in: Holzindustrie 13, 1933, S. 355-57, 386-88;
    Holzhaltige Leichtbauplatten, in: Mitt. Fachausschuß f. Holzfragen b. VDI u. Dt. Forstver., 1934, Nr. 7, 1938;
    Holz, in: VDI-Jb. 1936, S. 42 f.;
    Die Verwendung v. Holzwolle-. Holzfaser-, Pappe- u. Hartplatten im Bauwesen, 1937;
    Die Bedeutung d. Holzschutzes f. d. Papierfabrikation, in: Wbl. f. Papier-Fabrikation 68, 1938, S. 925-37;
    Die chem. Zusammensetzung d. Holzes, Verhalten d. rohen u. konservierten Holzes. Stangen u. Leitungsmaste, Ermittlung d. Lebensdauer konservierter Hölzer, in: Hdb. d. Holzkonservierung, 31950, S. 37-43;
    Memorandum of the Chemical Utilization of the Forest Products of Tropical and Subtropical Regions, Ber. an d. FAO, Latin-American Office, 1950;
    Economic Comparison of Pulping Raw Materials, FAO Conference on Pulp and Paper, 1952;
    Fachgerechte Anwendung v. Spanplatten im Bauwesen, in: Holzforschung u. Holzverwertung 11, 1959, S. 129-40;
    Bindemittel, Imprägniermittel, Sonstige Flachpreßverfahren, Sonstige Strangpreßverfahren, in: Holzspanwerkstoffe, 1966, S. 54-72, 73-91, 510-18, 526-30;
    The Dependance of Austria's Forest Products Industries Development from the Pertaining Basic Research and Minor Woods and Assortments, in: Sixth World Forestry Congress 1966, Proceedings I, S. 694-97.

  • Literatur

    Holz-Zentralbl. 90, 1964, S. 1640;
    ebd. 93, 1967, S. 1190;
    ebd. 95, 1969, S. 476;
    Holz-Kurier 19, 1964, Nr. 31/32;
    ebd. 22, 1967. Nr. 25, S. 15 (P);
    Forst- u. Holzwirt 24, 1969, S. 137;
    Internat. Holzmarkt 60, 1969, S. 2 f. (P);
    Holztechnol. 10, 1969, S. 205 f. (W-Verz., P);
    Pogg. VII a;
    Kürschner. Gel.-Kal. 1970.

  • Autor/in

    Dorothea Hauff
  • Empfohlene Zitierweise

    Hauff, Dorothea, "Mörath, Edgar" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 665 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140069968.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA