Lebensdaten
1871 bis 1950
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Bibliothekar ; Germanist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118784099 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Minde-Pouet, Georg
  • M.-P.
  • Minde Pouet, Georg
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Zitierweise

Minde-Pouet, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118784099.html [25.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Adolph M. (* 1837), Kaufm. u. Krawattenfabr., unehel. S d. Johanne Mathilde Minde;
    M Bertha,| T d. Schaffners Friedrich Galle u. d. Charlotte Linke;
    Stief-V Johann Ludwig Hermann Pouet, Polizeiwachtmeister;
    Posen 1899 Marie, T d. Landmessers Robert Lemmen u. d. Anna N. N.;
    3 T.

  • Leben

    M. besuchte das Französische Gymnasium und legte dort 1890 seine Reifeprüfung ab. Er studierte Deutsche und Romanische Philologie sowie Kunstgeschichte in Berlin; 1895 wurde er bei Erich Schmidt mit der ersten stilanalytischen Arbeit über das Werk Heinrich v. Kleists promoviert. 1897-98 volontierte M. an den Kgl. Museen in Berlin, war dann Hilfsarbeiter und seit 1901 Assistent am Provinzialmuseum und der Landesbibliothek in Posen. 1903 wurde er Direktorialassistent am Kaiser-Friedrich-Museum in Posen, ging aber im selben Jahr als erster Bibliothekar an die neu errichtete Stadtbibliothek in Bromberg, die er aufbaute. Für sein umfassendes kulturpolitisches Wirken in Posen-Westpreußen sind die Verbindung von Bibliothek und Museum, von Ausstellungs-, Vortrags- und Publikationstätigkeit sowie sein organisatorisches Wirken im Vereinsleben charakteristisch. 1913 wurde er Direktor der Stadtbibliothek und der Städtischen Sammlungen in Dresden, denen er eine gemeinsame Verwaltung gab. Im Verlaufe des Weltkrieges war er bei der Archivverwaltung des Generalgouvernements Warschau mit der Durchsicht der Warschauer Archive auf Material zur sächs.-poln. Geschichte beauftragt. Am 1.5.1917 wurde er als Nachfolger G. Wahls zum Direktor der Deutschen Bücherei in Leipzig ernannt. In seiner schwierigen Amtszeit gelang es M., ihre Existenz dauerhaft zu sichern. 1921 trat das Reich in den Kreis der Garanten der Deutschen Bücherei ein, und im September 1922 wurde ein Finanzierungsschlüssel zwischen dem Reich, dem Staat Sachsen und der Stadt Leipzig festgelegt, der bis 1940 galt. Im Oktober 1923 legte M. sein Amt nieder. Seit 1921 widmete sich M. als Vorsitzender der Kleist-Gesellschaft der Herausgabe der Werke Heinrich v. Kleists und der Kleistforschung. 1930 arbeitete er am Aufbau der Bibliothek des Deutschen Museums in München mit. M. war auch an der Herausgabe des ersten Bandes der Neuen Folge von K. Goedekes „Grundriß zur Geschichte der Deutschen Dichtung“ (1962) beteiligt.|

  • Auszeichnungen

    Prof.titel (1911).

  • Werke

    Schriften u. Reden, hrsg. v. E. Rothe, 1941 (P).|

  • Nachlaß

    Nachlaß: Amerika-Gedenkbibl. Berlin, Kleist-Slg.; Dt. Literaturarchiv Marbach (Briefe).

  • Literatur

    A. Warschauer, G. M.-P. 1898-1913, 1913;
    A. Habermann, R. Klemmt, F. Stiefke, Lex. dt. wiss. Bibliothekare 1925–80, 1985, S. 220 f.;
    Rhdb. (P);
    Wi. 1935;
    Kürschner, Gel.-Kal. 1950;
    Kosch, Lit.-Lex.3.

  • Autor/in

    Johannes Buder
  • Empfohlene Zitierweise

    Buder, Johannes, "Minde-Pouet, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 534-535 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118784099.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA