Lebensdaten
1907 bis 1985
Geburtsort
Kleve
Sterbeort
Paris
Beruf/Funktion
Photograph
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118747479 | OGND | VIAF: 36936182
Namensvarianten
  • Maywald, Wilhelm
  • Maywald, Willy
  • Maywald, Wilhelm

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Zitierweise

Maywald, Willy, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118747479.html [01.12.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Wilh. August, Bes. d. Hotels Maywald in K.;
    M Helene Hermine Thoma.

  • Leben

    Als Sohn eines Hotelbesitzers wuchs M. in einer internationalen Atmosphäre auf. 1925 begann er mit dem Studium an der Kunstgewerbeschule in Köln und ging anschließend an die Kunsthochschule in Krefeld, 1928 zog er nach Berlin und war als Assistent an Filmproduktionen beteiligt. 1931 ging M. nach Paris, wo er als Photograph zu arbeiten begann. In Zusammenarbeit mit Harry Meerson baute er das Photostudio „Meerson“ auf, das sich in seinen Produktionen an Vorbildern aus „Harper's Bazaar“ und „Vogue“ orientierte. Seit 1934 arbeitete M. im eigenen Atelier als Porträt- und Modephotograph.

    Freundschaften mit Regina Relang, Florence Henri und Dora Maar prägten sein weiteres Schaffen. Erfolge erzielte er mit Photoserien von berühmten Künstlergärten wie denen von Auguste Renoir und Claude Monet. Zu Kriegsbeginn wurde M. interniert; er floh 1942 in die Schweiz und arbeitete dort trotz großer Schwierigkeiten an seiner in Paris begonnenen Serie berühmter Künstlerporträts weiter. Nach Kriegsende erfolgte eine erste Ausstellung von M.s Photographien in Zürich; 1946 kehrte er nach Paris zurück. In den folgenden Jahren arbeitete M. als Photograph für Christian Dior und die Modehäuser Fath, Heim, Griffe und Dessais. Diese Tätigkeit sicherte seine Existenz, während die weiterhin entstehenden Künstlerporträts M. als künstlerischen Photographen berühmt machten. Er hat Pablo Picasso. Marc Chagall, Georges Braque, Le Corbusier, Hans Arp, Henri Matisse und viele andere in ihren Ateliers aufgesucht und photographiert. Eine erste große Ausstellung zu diesem Thema 1949 in Paris und die Publikation „Artistes chez Eux“ (1949) sicherten seinen Erfolg.

    Zu Beginn der 50er Jahre wurden M.s Porträts auch in deutschen Zeitschriften wie „Film und Frau“ publiziert. Für seine Arbeiten erhielt er internationale Preise und Auszeichnungen. In späteren Jahren schuf M. auch Theaterdekorations- und Architekturphotographien. Anfang der 70er Jahre setzte die Würdigung seiner Photographien als kunstgeschichtlich bedeutender Zeugnisse ein. Während die Modephotographien als perfektionierte Darstellungen kommerzieller Traumwelten aus künstlicher Eleganz einen bedeutenden Platz in der Geschichte der angewandten Photographie einnehmen, bezeugen die Porträts der Künstler in ihrer lichttechnischen und kompositorischen Perfektion das hohe künstlerische Niveau von M.s Arbeiten.

  • Werke

    Portrait u. Atelier, 1958;
    Die Splitter d. Spiegels (Autobiogr. mit P. Brissard), 1985 (P).

  • Literatur

    Slg. Gruber, Phot. d. 20. Jh., Mus. Ludwig/Köln, 1984;
    Erinnerungen an d. Mode, in: Fotomagazin 10, 1985, S. 118.

  • Autor/in

    Bodo von Dewitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Dewitz, Bodo von, "Maywald, Willy" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 576-577 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118747479.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA