Lebensdaten
erwähnt 874, gestorben 880
Beruf/Funktion
Bischof von Hildesheim
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13736301X | OGND | VIAF: 81563931
Namensvarianten
  • Markward von Hildesheim
  • Markward
  • Markward von Hildesheim
  • mehr

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Zitierweise

Markward, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13736301X.html [20.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. sächs. Geschl. d. Immedinger.

  • Leben

    M. war Mönch in Corvey und wurde vermutlich auf Empfehlung des Agius von Corvey 874 als fünfter Bischof auf den Hildesheimer Bischofsstuhl berufen. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörte die Spendung der Sterbesakramente an Hathumod, die erste Äbtissin des liudolfing. Hausstiftes Gandersheim; ihrer Nachfolgerin Gerberga I. erteilte er die Benediktion. Während M. sich auch weiterhin um die Belange des Kanonissenstiftes Gandersheim kümmerte und vor allem den Bau des dortigen Münsters förderte, machte er in bezug auf die Abteien Seligenstadt/Osterwieck und Essen, Eigengründungen seines Vorgängers, des Liudolfingers Altfried, keine eigenkirchlichen Ansprüche gegenüber der liudolfing. Familie für das Bistum Hildesheim geltend. Die Absicht, eigenkirchlichen Ansprüchen des Bistums Hildesheim, das nicht mehr von einem Liudolfinger geleitet wurde, vorzubeugen, mag die liudolfing. Grafen Brun und Otto veranlaßt haben, Gandersheim in das Eigentum des Reiches zu geben; 877 verlieh Kg. Ludwig der Jüngere dem Stift Königsschutz und Immunität und garantierte den Töchtern der liudolfing. Familie die Äbtissinnenwürde. M.s Amtszeit währte lediglich fünf Jahre. Er fiel am 2. Febr. 880 zusammen mit dem Mindener Bischof Dietrich und Herzog Brun in einer Schlacht gegen die aus England nach Sachsen eingedrungenen Normannen. Die Überlieferung, daß sich seine Grabstätte in Ebstorf befindet, besteht seit dem 15. Jh.

  • Literatur

    H. Lüntzel, Gesch. d. Diöcese u. Stadt Hildesheim, Bd. 1, 1858, S. 35 f.;
    A. Bertram, Die Bischöfe v. Hildesheim, 1896, S. 23 f.;
    ders., Gesch. d. Bisthums Hildesheim I, 1899, S. 46 f.;
    W. Heinemann, Das Bistum Hildesheim im Kräftespiel d. Reichs- u. Territorialpol. vornehmlich d. 12. Jh., 1968, S. 18;
    Erich Riebartsch, Gesch. d. Bistums Hildesheim v. 815 bis 1024, 1985, S. 163 f.;
    H. Goetting, Die Hildesheimer Bischöfe v. 815 bis 1221 (1227). 1984, S. 117-22 (Qu.).

  • Autor/in

    Hans-Georg Aschoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Aschoff, Hans-Georg, "Markward" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 224 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13736301X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA