Lebensdaten
1676 bis 1754
Geburtsort
Steyr (Oberösterreich)
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 103915877 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lauffensteiner, W. J.
  • Lauffensteiner, Wolf J.
  • Lauffensteiner, Wolf Jacob
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Zitierweise

Lauffensteiner, Wolff Jacob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd103915877.html [25.05.2017].

CC0

Lauffensteiner, Wolff Jacob

Komponist, * 28.4.1676 Steyr (Oberösterreich), 26.3.1754 München. (katholisch)

  • Genealogie

    V Wolff Jacob ( 1689), Türmer in St.; M Anna Susanna Werffer; B Georg Adam (1678–1753), Zimmerwärter u. Musiker im Stift Kremsmünster; - 1) N. N., 2) Maria Catharina v. Empach (1699–1775); 1 T.

  • Leben

    Die erste musikalische Ausbildung erhielt L. von seinem Vater. Vermutlich hat er in Steyr auch die Jesuitenschule besucht, über weitere Studien ist nichts bekannt. 1709 ist er in Graz als Lautenist nachweisbar. 1712 trat er in kurbayer. Dienste und war zunächst Kammerdiener und Musiklehrer der Prinzen während ihrer Grazer Internierung, seit 1715 in alleinigen Diensten des Prinzen bzw. Hzg. Ferdinand in München. In dessen Begleitung machte er zahlreiche Reisen und Feldzüge mit. Nach dem Tod Ferdinands wurde L. pensioniert.

    Ausgehend von der Laute als Kavaliersinstrument der Zeit, war er stets für die gesamte musikalische Unterweisung und Unterstützung seiner Herren zuständig. Er komponierte Kammersymphonien, Lautenkonzerte und Stücke für Laute solo. Leider scheinen nur letztere von ihm erhalten zu sein. Vermutlich spiegelt sich hier seine Biographie wider: die solistischen Lautenkompositionen werden zunächst für den eigenen Gebrauch, dann auch zunehmend für die pädagogischen und kammermusikalischen Erfordernisse entstanden sein, nach 1715 dürfte sich im ferdinandeischen Hofstaat eine Schwerpunktverlagerung zum Lautenensemble (entweder 2 Lauten, oder 1 Laute mit anderen Instrumenten wie Violine, Flöte und Violoncello, die sog. „Lautenkonzerte“) und schließlich zu sog. Kammersymphonien vollzogen haben. 1727 äußert sich Ernst Gottlieb Baron zwar mit einer gewissen Hochachtung über L., kann aber auch nicht verbergen, daß er sich offensichtlich einer anderen Generation und Stilrichtung zugehörig fühlt. L. steht durchaus in der Entwicklung der Zeit, ist aber ganz im Sinne der Münchener Musik unter Karl Albrecht insgesamt stärker als Baron an Wien und Italien orientiert.

  • Werke

    Lautenstücke in Tabulaturhss.: Kremsmünster, Göttweig, Wien (sog. Schwanberg), Prag (sog. Werdenberg, Hellicha), Augsburg. - Neuausgg.: Sonate in A-Dur f. 2 Lauten, in: H. Neemann (Hrsg.), Alte Haus- u. Kammer-Musik mit Laute, o. J. - Zwei Präludien u. 5 Partien f. Laute, in: H. Radke (Hrsg.), Musik alter Meister 30, 1973.

  • Literatur

    E. G. Baron, Hist.-theoret. u. pract. Unters. d. Instruments d. Lauten, 1727; R. Flotzinger, Rochus Berhandtzky u. W. J. L., in: Stud. z. Musikwiss. 27, 1966, S. 200-39; J. Tichota, Francouzská loutnová hudba v Čechách, in: Miscellanea musicologica 25/26, 1973, S. 7-77; C. Gottwald, Die Musikhss. d. Staats- u. Stadtbibl. Augsburg, 1974, S. 227; MGG, Suppl.

  • Autor

    Rudolf Flotzinger
  • Empfohlene Zitierweise

    Flotzinger, Rudolf, "Lauffensteiner, Wolff Jacob" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 711 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd103915877.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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