Lebensdaten
1723 bis 1787
Geburtsort
Köthen
Sterbeort
London
Beruf/Funktion
Komponist ; Musiker ; Gambenvirtuose
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118646583 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Abel, C. F.
  • Abel, C.F.
  • Abel, Carl F.
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Zitierweise

Abel, Karl Friedrich, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118646583.html [05.12.2016].

CC0

Abel, Karl Friedrich

Komponist und Gambenvirtuose, * 22.12.1723 Köthen, 20.6.1787 London. (evangelisch)

  • Genealogie

    V Christian Ferdinand Abel, 1715-37 Cellist und Gambist in der Köthener Hofkapelle; M Anna Christina van Hohn, aus Schweden; Gvv Clamor Heinrich Abel, um 1660 Kammermusiker in der fürstlich Braunschweigisch-Lüneburgischen Kapelle, Hannover; B Leopold August Abel (* 24.3.1718 Köthen, 25.8.1794 Ludwigslust), Violinist und Komponist; N August Christian Andreas Abel (* 12.8.1751 Braunschweig, 3.8.1834 Ludwigslust) und Friedrich Ludwig Aemilius Abel (* 30.7.1770 Ludwigslust), Violinisten bei der Ludwigsluster Hofkapelle.

  • Leben

    A., der „letzte Gambist“, wie ihn die Musikgeschichte nennt, war einer der größten Virtuosen auf seinem Instrument und zugleich ein angesehener Komponist. Von 1748 an wirkte er in Dresden als Mitglied der Hofkapelle unter J. A. Hasse. 1759 war er in London, wo er als Improvisator und Virtuose auf der Gambe und dem Cembalo gefeiert wurde. Mit Johann Christian Bach verband er sich 1765 zu dem Konzertunternehmen „Bach-A.-Concerts“, das bis zu Johann Christian Bachs Tode (1782) für das Londoner Musikleben eine bedeutsame Rolle spielte und 1775 zur Errichtung eines eigenen Konzertsaales „Hanover-Square-Rooms“ führte. Mit Th. Gainsborough, der A. zweimal porträtierte, war er eng befreundet. – Zusammen mit Johann Christian Bach gab A. dem Londoner Musikleben für fast zwei Jahrzehnte das|Gepräge. Seine Werke nähern sich dem Stile Johann Christian Bachs.

  • Werke

    3sätzige Sinfonien; Sonaten; Trios; Quartette; Cembalo- u. Flötenkonzerte; Soli u. Duette f. Viola da Gamba u. Violoncello (vieles noch unveröffentlicht); Operneinlagen; s. a. Eitner I; MGG (dort auch Neuausgaben).

  • Literatur

    ADB I; J. B. Cramer, The Adagios, the Composition … of the late C. F. A., 1820 (enthält auch eine „Lebensskizze“ A.s v. Ch. Burney); K. Nef, Gesch. d. Sinfonie u. Suite, 1920; Ch. S. Terry, Joh. Chr. Bach, 1929 (P); H. Mersmann, Die Kammermusik I, 1933; H. F. Redlich, in: MGG (auch f. d. ganze Familie).

  • Portraits

    Ölgem. v. C. Robinson (London, Kensington-Palace); v. Th. Gainsborough (London, Slg. A. Wertheimer).

  • Autor

    Georg von Dadelsen
  • Empfohlene Zitierweise

    Dadelsen, Georg von, "Abel, Karl Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 11-12 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118646583.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Abel, Karl Friedrich

  • Leben

    Abel: Karl Friedrich A., berühmter Violdagambist, geb. zu Köthen um 1725, 22. Juni 1787. Er besuchte die Thomasschule zu Leipzig, wo er Seb. Bach's Unterricht genossen haben mag, war 1748—58 Mitglied der Dresdner Capelle, zog dann in Deutschland herum und ließ sich an vielen Höfen mit Beifall hören. Im Jahre 1759 kam er nach London, wurde in der Capelle der Königin als Kammermusiker angestellt und blieb daselbst bis 1782.|Nachdem er darauf noch in Deutschland und mehrmals in Paris gewesen, starb er zu London. Sein Spiel galt für musterhaft und war durch Geschmack, Einfachheit und Größe des Vortrags den jungen Künstlern ein Vorbild; und wie A. der größte Gambist seiner Zeit war, so war er auch der letzte, denn mit ihm starb zugleich auch sein Instrument aus. Auch im Uebrigen war er ein gründlich durchgebildeter Musiker, gewandt in der freien Phantasie, tüchtiger Harmoniker und guter Instrumentalcomponist. Ungefähr 20 seiner Opera sind zu London, Berlin und Paris gedruckt, darunter: Symphonien, Ouvertüren, Concerte, Sonaten, Solos, Trios, Quartette.

  • Autor

    v. Dommer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Dommer, Arrey von, "Abel, Karl Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 13-14 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118646583.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA