Dates of Life
1874 – 1946
Place of birth
Siegenburg (Niederbayern)
Place of death
Holzhausen bei Augsburg
Occupation
Kunsthistoriker ; Kirchenkomponist ; Jesuit
Religious Denomination
katholisch
Authority Data
GND: 116516283 | OGND | VIAF: 40131841
Alternate Names
  • Kreitmaier, Josef
  • Kreitmaier, Joseph

Objekt/Werk(nachweise)

Relations

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Citation

Kreitmaier, Josef, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116516283.html [15.04.2024].

CC0

  • Genealogy

    V Ignaz (1828–93), Dekorations- u. Kirchenmaler in S., aus Malerfam., d. sich in S. b. z. 30j. Krieg zurückverfolgen läßt;
    M Anna Kernle ( 1892), T e. Schmieds aus Tegernbach b. Augsburg.

  • Biographical Presentation

    K. besuchte seit 1886 das Wilhelmsgymnasium in München, seit 1888 das bischöfliche Knabenseminar in Metten. Bereits als 9jähriger erhielt er Violinunterricht, in der Oberprima begann er mit eigenen Kompositionen. Nach der Reifeprüfung 1895 trat er ins Regensburger Klerikalseminar ein, wo er mit Karl Adam, dem späteren Tübinger Theologieprofessor Freundschaft schloß. Der Kirchenkomponist Michael Haller übte in dieser Zeit großen Einfluß auf ihn aus. 1897 trat K. ins Noviziat der Gesellschaft Jesu zu Tisis (Vorarlberg) ein. 1899 begannen in Exaeten (Niederlande) die Studien in Rhetorik. In Valkenburg (Niederlande) studierte er Philosophie und Theologie, wobei diese Studien 1902-04 durch eine praktische Tätigkeit am Aloisiuskolleg in Sittard unterbrochen wurden. 1907 wurde K. zum Priester geweiht. Die aszetische Schlußausbildung, das sogenannte Tertiat, absolvierte er 1908/09 in Wijnandsrade bei Valkenburg. Wegen einer stimmlichen Behinderung wurde K. vom Orden als Redakteur des „Leuchtturm“ 1909 in Luxemburg, 1910/11 in Köln eingesetzt. Um in der Redaktion der „Stimmen aus Maria Laach“ (später „Stimmen der Zeit“) die Bereiche Kunst und Musik übernehmen zu können, studierte er in München Kunst- und Musikgeschichte bei H. Wölfflin, A. Sandberger, Th. Kroyer und Eugen Schmitz. Seit 1918 war K. Mitarbeiter, 1927-36 Schriftleiter der „Stimmen der Zeit“. In ihm hatte die Zeitschrift einen „Kunstreferenten von Format, dessen gediegenes Urteil auch in Künstlerkreisen sehr geschätzt wurde“ (Pribilla). Einige Jahrzehnte lang gehörte er der Jury der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst an. Auch als Kirchenkomponist hatte K. beachtlichen Erfolg. Das von ihm herausgegebene Gesangbuch „Gloria“ hat in 17 Auflagen etwa 500 000 Exemplare erreicht, eine Singmesse wurde 1937 preisgekrönt und sein „Christkönigslied“ erfreute sich großer Beliebtheit.|

  • Awards

    1938 wurde K. als Abgeordneter seiner Ordensprovinz zur Generalkongregation nach Rom gesandt. 1941-45 war er Hausoberer der unter den Nationalsozialisten versprengten Schriftstellergemeinschaft der „Stimmen der Zeit“.

  • Works

    Weitere W Beuroner Kunst, 1914, ⁵1923;
    W. A. Mozart, 1919;
    Eduard v. Steinte, 1917, ²1932;
    Die Weihnachtskrippe, 1919, ²1931;
    Leo Samberger, 1923;
    Michelangelo, 1924;
    Dominanten, Aufsatzslg., 1924;
    Von Kunst u. Künstlern, Aufsatzslg., 1926;
    Peter Lippert, 1938, ²1939;
    18 Art. in „Stimmen aus Maria Laach“ bzw. in „Stimmen d. Zeit“, 10 Art. in weiteren Zss., 127 Art. in LThK. -
    Kompositionen: St. Ignatius, Oratorium. 1940;
    4 lat. Messen, 6 dt. Singmessen;
    insges. 250 Kompositionen;
    4 Liederslgg., u. a. Lauda Sion, ⁵1936. -
    Aus d. Leben e. Mittelmäßigen, 1939 abgeschlossener hs. Lebensabriß (Archiv d. „Stimmen d. Zeit“ München);
    hs. Verz. d. literar. Arbeiten u. musikal. Kompositionen, ebd.

  • Literature

    M. Pribilla, in: Mitt. aus d. dt. Provinzen d. Ges. Jesu 111, 1947, S. 270-76;
    G. Straßenberger, in: Alt u. Jung Metten 23, 1956/57, S. 87-92 (P);
    Rhdb. (P).

  • Portraits

    Medaille, 1935 (München, Redaktion „Stimmen d. Zeit“);
    Ölgem. v. L. Samberger (ebd.).

  • Author

    Heinrich Pfeiffer SJ
  • Citation

    Pfeiffer SJ, Heinrich, "Kreitmaier, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 740-741 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116516283.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA