Lebensdaten
1847 bis 1923
Geburtsort
Gandersheim
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Bankier
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136109608 | OGND | VIAF: 80510192
Namensvarianten
  • Koch, Rudolph (bis 1908)
  • Koch, Rudolph von
  • Koch, Rudolph (bis 1908)
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Zitierweise

Koch, Rudolph von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136109608.html [11.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1821–91), Oberstaatsanwalt am Obergericht in Braunschweig, Gründer u. Hrsg. d. Zs. f. Rechtspflege im Hzgt. Braunschweig, 1854 ff., S d. Wilhelm, Lehrer u. Kantor in Braunschweig, u. d. Philippine Rabe;
    M Therese (1819–95), T d. Großkaufm. Martin Zwilgmeyer (1778–1834) in Braunschweig u. d. Elise Westhoff;
    Ur-Gvm Joh. Benjamin Heinr. Rabe (1738–1803), Bes. e. Fayence-Fabrik in Braunschweig;
    B Victor v. K. (1848-1911), Dir. d. Dt. Bank, Filiale Hamburg;
    1) Braunschweig 1872 Marie (1852–86), 2) Berlin 1887 Rosalie (1854–1930), gesch. v. Karl Schüller (1843–1907), Prof. d. Chirurgie in B. (s. BLÄ), beide T d. Kaufm. u. Stadtrats Friedrich Seele u. d. Rosalie Albine Aue;
    3 S, 3 T aus 1), u. a. Friedrich (1882–1954), stellv. Dir. d. Dt. Bank in Elberfeld, 2 S aus 2).

  • Leben

    K. gehörte der Deutschen Bank seit der Gründung im März 1870 an, zunächst als Prokurist, dann bis 1872 als stellvertretender Direktor und seit 1878 als Mitglied des Vorstandes. Seine Aufmerksamkeit wandte er in erster Linie dem Kontokorrentgeschäft zu, wobei er vor allem das Filialnetz auszubauen versuchte. Die Pflege des Kontokorrent- und Depositengeschäfts ließ sich nicht von einem einzigen Platze aus durchführen, sondern hierzu bedurfte es einer umfassenden Zweigstellenorganisation. Hand in Hand mit diesen Arbeiten ging das Bestreben, Beziehungen zu verschiedenen Provinzbanken anzuknüpfen. K. gehörte daher dem Aufsichtsrat vieler solcher Banken an und übernahm oft den Vorsitz. Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem Aufbau der Deutschen Überseeischen Bank, wobei er vor allem Argentinien, Chile und Peru betreute. Ferner war er Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft für Süd-West-Afrika und des Schlesischen Bankvereins.

    International wurde K. durch seine Tätigkeit bei der Erschließung der Türkei durch deutsches Kapital bekannt. Er leitete zehn Jahre lang das türkische Generalkonsulat und wurde danach von der türkischen Regierung zum Ehren-Generalkonsul ernannt. In dieser Zeit erwarb er sich großen Grundbesitz, unter anderem die Herrschaft Bärenwalde im Kreis Schlochau und die benachbarten Güter Adelig Rutenberg und Neuberge. Außerdem gründete er die von K.sche Familienstiftung Ziegenberg. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen Bank (1909) wurde er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und nach dem Tode von Wilhelm Herz 1914 Vorsitzender. K. gehörte seit der Gründung des Centralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes in Berlin 1901 dem Präsidium an, desgleichen dem Präsidium des ersten deutschen Bankiertages (1902). Jahrelang war er Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank.

  • Literatur

    Jb. d. Vermögens u. Einkommens d. Millionäre in Preußen, 1912, S. 474 f.;
    E. Schmidt, Männer d. Dt. Bank u. Disconto-Ges., 1957;
    E. Achterberg, Berliner Hochfinanz, 1965;
    F. Seidenzahl. 100 J. Dt. Bank, 1970;
    Dt.GB 16.

  • Autor/in

    Manfred Pohl
  • Empfohlene Zitierweise

    Pohl, Manfred, "Koch, Rudolph von" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 277 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136109608.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA