Lebensdaten
um 1400 bis 1472
Sterbeort
Bergen bei Eichstätt
Beruf/Funktion
Theologe ; Benediktiner ; Klosterreformer ; Prior zu Tegernsee
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119552167 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Waging, Bernhard von
  • Bernhard von Waging
  • Waging, Bernhard von
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Zitierweise

Bernhard von Waging, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119552167.html [09.12.2019].

CC0

  • Leben

    B. studierte an der Universität Wien und wurde um 1435 Chorherr in Indersdorf. Seit etwa 1446 (Profeß 1447) war er Benediktiner in Tegernsee, hier Prior 1452–65, Freund des Kardinals Nikolaus von Cues, mit dem er eine bedeutsame Korrespondenz über Mystik und Klosterreform führte. Er war an der Reform verschiedener Klöster beteiligt und um die innere Erneuerung des Klerus bemüht. - Von seinen Werken, die zumeist handschriftlich in München liegen, sind besonders hervorzuheben: Remediarius pusillanimorum et scrupulosorum, De spiritualibus sentimentis et perfectione spirituali und Avisamenta reformationis Ordinis S. Benedicti an den Erzbischof von Salzburg (1464).

  • Werke

    Weitere W Verz. in: B. Pez, Thesaurus anecdotarum novissimus, T. VI, P. III, Augsburg 1721 bis 1729, S. 346-48;
    ders., Bibl. ascetica antiquonova, T. VIII, Regensburg 1723–40, S. 445-525;
    Laudatorium doctae ignorantiae, 1451, abgedr. in: Btrr. z. Gesch. d. Philos. d. MA 14, 1915, H. 2/4.

  • Literatur

    ADB II;
    P. Lindner, in: Oberbayer. Archiv 50, 1897, S. 82-90 (mit Verz. d. Mss.);
    A. Franz, Die Messe im dt. MA, 1902, S. 567-77;
    M. Grabmann, in: Franziskan. Stud. 8, 1921, S. 125-35;
    ders., in: Ma. Geistesleben, 1926/36, I, S. 401-63, II, S. 375;
    ders., in: StMBO 60, 1946, S. 82-98;
    V. Redlich. Tegernsee u. d. dt. Geistesgesch. im 15. Jh., in Schrr.reihe z. bayer. Landesgesch. 9, 1931, S. 914;
    P. Wilpert, Literatur in Bildern, B. v. W., in: Festschr. f. Kronprinz Rupprecht von Bayern, hrsg. v. W. Goetz, 1954;
    LThK;
    E. Krebs, in: Vf.-Lex. d. MA I, 1933, S. 203 f.;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques VIII, 1935, Sp. 768.

  • Autor/in

    Hubert Vogel
  • Empfohlene Zitierweise

    Vogel, Hubert, "Bernhard von Waging" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 117 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119552167.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Bernhard v. Waging, Prior zu Tegernsee, 10. Aug. 1472 als Beichtvater im Nonnenkloster Bergen. Er studirte an der Hochschule zu Wien, woselbst er Baccalaureus wurde und trat dann in das Chorherrnstift Indersdorf, wählte sich aber in der Folge, nach strengerem Orden begehrend, das Benedictinerkloster Tegernsee zum Aufenthalte. Unter dem verdienstvollen Abte Kaspar Aindorfer wirkte er hier als Prior und war für eine Union der Klöster seines Ordens sehr thätig; 1469 vertrat er seinen Prälaten auf dem Convente der Benedictineräbte zu Bamberg. Früher schon hatte er sich im Eichstädischen um die Herstellung der Kirchenzucht viel bemüht, worüber ihm die Briefe des Bischofs Johann von Aich das ehrendste Zeugniß ausstellen. Mit Nicolaus von Cusa stand er in lebhafter Correspondenz; er reiste auf dessen Wunsch nach Brixen, um bei Durchführung kirchlicher Reformen ihm an die Hand zu gehen, wie er u. a. von ihm zum Visitator des unbotmäßigen Klosters Sunnenburg aufgestellt wurde; auch vertheidigte er Cusa's Buch „De docta ignorantia“ gegen die Angriffe des Karthäuserpriors Vincenz von Axbach. Bernhard Pez nennt ihn das Orakel der Aebte und Bischöfe seiner Zeit. Unter seinen vielen asketischen Schriften ist wol die bedeutendste: „Remediarius pusillanimium et scrupulosorum“. Diese und einige andere Abhandlungen desselben Autors finden sich in Pezii Bibliotheca ascetica T. VII. p. 445, T. VIII. p. 595 und im Thesaurus anecd. T. VI. P. III. p. 346.

    • Literatur

      Günthner, Geschichte der litter. Anstalten in Baiern III. S. 124 ff. Kobolt's Gelehrtenlexikon S. 73.

  • Autor/in

    G. Westermayer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Westermayer, Georg, "Bernhard von Waging" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 456 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119552167.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA