Lebensdaten
gestorben 15. Jahrhundert
Beruf/Funktion
Eremit ; Einsiedler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136316441 | OGND | VIAF: 80682008
Namensvarianten
  • Johann
  • Johann Frankenfurter
  • Johann
  • mehr

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Zitierweise

Johann Frankenfurter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136316441.html [29.06.2022].

CC0

  • Genealogie

    B (?) Johannes v. Gelnhausen ( 1443), 1433/34-39 Abt v. Maulbronn.

  • Biographische Darstellung

    J. war 1436-40 „magnus officialis et negociator“ Hzg. Sigmunds, nämlich Salzmair, d. i. oberster Beamter von Salzbergwerk und Saline zu Hall in Tirol. Er verzichtete jedoch, von Meister Eckharts asketischen Idealen beeinflußt und selbst Anhänger der devotio moderna, auf seine einträgliche Stellung und errichtete 1441 im nahen Halltal im späteren St. Magdalena eine Rupertuskapelle mit Eremiten-Klause (in 1291 m Höhe), in die er sich mit einem Mitbruder (wohl Bruder?) Heinrich zurückzog. Johannes von Gelnhausen war darüber sehr besorgt und bat den Heidelberger Theologieprofessor Johs. Wenck, einen Vertreter altüberkommener Theologie, konservativer Frömmigkeit und Gegner des Cusanus, seinen von häretischen Einflüssen irregeleiteten Bruder vom „abgescheiden leben“ abzubringen und zum Eintritt in eine bewährte Ordensgemeinschaft zu bewegen. Im folgenden Briefwechsel erweist sich Wenck als scharfer Gegner des neuen Frömmigkeitsideals. Der Tiroler Landesfürst Hzg. Sigmund von Österreich stiftete 1447 zur Rupertuskapelle dieser Eremitage eine Wochenmesse, während wenig später die beiden Waldbrüder in das Reform-Kloster Tegernsee OSB übersiedelten, wo der mit Nikolaus von Kues befreundete Bernhard von Waging wirkte. Auf J.s Bitten gab jener, der mit diesem seit langem in Verbindung stand, 1452 eine Eremitenregel heraus. Später ist J. wohl wieder in die Diözese Brixen zurückgekehrt. Sein weiterer Aufenthalt und Tod sind ebenso unbekannt wie sein Geburtsdatum. Zu St. Magdalena im Halltal aber folgten den Eremiten bald Waldschwestern, für die Cusanus gleichfalls 1452 Statuten erließ.

  • Literatur

    R. Haubst, N. v. Kues u. J. Wenck, 1955;
    Cusanus-Gedächtnisschr., hrsg. v. N. Grass, 1970, S. 339 ff., 375 ff. (Eremitenregel ed. H. Hallauer), 381 ff.

  • Autor/in

    Nikolaus Grass
  • Zitierweise

    Grass, Nikolaus, "Johann Frankenfurter" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 549 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136316441.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA