Lebensdaten
1886 bis 1966
Geburtsort
Lüdenscheid
Sterbeort
Lüdenscheid
Beruf/Funktion
Metallindustrieller
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137640781 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hueck, Eduard
  • Hueck, Oskar Eduard

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Zitierweise

Hueck, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137640781.html [18.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard (1854–1932), Messing- u. Britanniawarenfabr. in L., S d. Eduard (1819–81), Metallwarenhändler u. Knopffabr., seit 1864 Alleininhaber d. vorher gemeinsam mit s. B Konstanz (1812–1901) betriebenen Familienunternehmung mit (1870) etwa 150 Beschäftigten, u. d. Mathilde, T d. Hammerwerkbes. Caspar Wilhelm Winkhaus;
    M Eugenie (* 1862), T d. Kreisphysikus Dr. August Hülsmann in Dortmund u. d. Ottilie Ecker;
    Ur-Gvv Wilhelm (1784–1866) Gründer d. Firma;
    B Alfred (1889-1975), Prof. d. Rechte in Jena u. München;
    Vt Werner (1882–1962), Prof. d. Pathol. (s. Kürschner, Gel.-Kal.), Richard (1893–1968), Firmenteilhaber, Mitgl. d. Bekennenden Kirche, 1946-48 Oberbgm. v. L. ( Schriftstellerin Else Hueck-Dehio, * 1897); Vt 3. Grades Adolf (s. 1);
    - 1918 Gertrud, T d. Prof. Dr. med. Röpke u. d. Margarethe Dönhoff aus Solingen;
    2 S, 3 T;
    N Götz (* 1927), Prof. d. Rechte.

  • Leben

    H. trat nach nicht zu Ende geführtem Jurastudium 1909 in die von seinem Vater geleitete Familienunternehmung ein. Die Firma Eduard Hueck in Lüdenscheid, die zu Beginn des 20. Jahrhundert aus einer Drahtzieherei, einem Kupfer- und Messingwalzwerk und einer Fabrik (170 Arbeiter) zur Herstellung von Aluminium- und Britannia(Kupfer-Zinn-Antimon)-Waren sowie Knöpfen bestand, ging auf H.s Urgroßvater zurück, der 1814 einen Eisenhammer und 1818 die Eisen-, Stahl- und Messingwarenhandlung Gebrüder Hueck in Lüdenscheid gegründet hatte. Aus dieser in mehreren Generationen zu mittlerer Größe ausgebauten Firma entwickelte H. eine Unternehmensgruppe der metallverarbeitenden Industrie, die bei seinem Tode 12 000 Mitarbeiter beschäftigte.

    Nach Teilnahme am 1. Weltkrieg übernahm H. die kaufmännische Leitung der Firma, zu der inzwischen auch die Neugründungen Hueck & Büren in Lüdenscheid und Hueck & Cie in Pirkmühle gehörten, die Profile und Folien aus Aluminium herstellten. Als technischer Betriebsleiter stand ihm seit 1919 sein Vetter Richard Hueck zur Seite. H. erkannte früh die Bedeutung der Aluminiumfolie für die Verpackungsindustrie und baute im Zuge einer Umstellung seiner Betriebe auf Spezial-Halbzeug auch das väterliche Unternehmen zu einem Halbzeugwerk aus, das vorwiegend Aluminium verarbeitete. Eine weitere neue Sparte der Aluminiumverwendung – die Herstellung von Kraftfahrzeugzubehörteilen – nahm er durch Angliederung von Werken dieser Branche in das Programm seiner Firmengruppe auf. Seit 1926 war H. Mitinhaber der Westfälischen Metallindustrie Hueck & Co in Lippstadt, die Fahrzeugzubehör wie Scheinwerfer und Elektrogeräte herstellte. Seit 1936 war ein Zweitwerk der Stammfirma in Lüdenscheid-Elspe in Betrieb. Im Familienkonzern der Eduard Hueck KG, deren persönlich haftende Gesellschafter H. und sein Vetter Richard waren, und bei den Firmen Wilhelm Schade KG, Plettenberg, und Kunststoffwerke Voerde, Hueck & Schade, Ennepetal, von denen er Anteile besaß, wurden Aluminiumprofile, Autofenster, Türrahmen und Spezialbeschläge gefertigt. Seine detaillierten Kenntnisse der Aluminiumverarbeitung von ihren Anfängen an nutzte H. für die Rationalisierung der von ihm geleiteten Werke. Nach dem 2. Weltkrieg bemühte er sich um den Wiederaufbau der deutschen Aluminiumindustrie. 1948 trat er an die Spitze des Verbandes der Aluminium verarbeitenden Industrie und wurde 1961 dessen Ehrenpräsident.

    Nach H.s Tod blieb der Konzern im wesentlichen im Familienbesitz. Die Hueck & Büren KG, auch heute noch der führende Hersteller von Aluminiumfolie in Deutschland, wurde 1969 vom kanadischen Alcan-Konzern übernommen.

  • Literatur

    E. Voye, Gesch. d. Industrie im märk. Sauerland, 1910, S. 73;
    F. Grüber, Die Entwicklung d. Lüdenscheider Aluminiumwarenindustrie, Diss. Köln 1925;
    E. Winkhaus, Wir stammen aus Bauern- u. Schmiedegeschl., 1932, S. 387 ff.;
    W. Serlo, Bergmannsfamilien, in: Rhein.-westfäl. Wirtsch.biogrr. III, 1936, S. 84;
    W. Hostert, Die Entwicklung d. Lüdenscheider Industrie vornehml. im 19. Jh., 1960, S. 190;
    Südwestfäl. Wirtsch., 1956, S. 329, 377, 1966, S. 689, 1968, S. 162, 1969, S. 45;
    Aluminium 32, 1956, S. 740 (P), 42, 1966, S. 604, 725.

  • Autor/in

    Barbara Gerstein
  • Empfohlene Zitierweise

    Gerstein, Barbara, "Hueck, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 725 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137640781.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA