Lebensdaten
1852 bis 1922
Geburtsort
Tralauerholz bei Oldesloe (Holstein)
Sterbeort
Aachen
Beruf/Funktion
Hafenbauer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13758024X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hirsch, August

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Zitierweise

Hirsch, August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13758024X.html [11.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav Adolph (1806–82), Gutsbes., S d. Bancobuchhalters Simon Phil. Conradt in Hamburg;
    M Emma Elisabeth (1816–87), T d. Dr. iur. Ludw. Nikolaus Schröder, Notar in Hamburg u. Gutsbes. in Rethwischhöh;
    1882 Anna (1857–1941), T d. Ing. Johs. Hermann Schilling, Beleuchtungsinsp. in Hamburg;
    4 S, 1 T.

  • Leben

    Nach dem Studium an der Polytechnischen Schule, später TH Aachen, und praktischer Ausbildung an den Marinewerften Kiel und Wilhelmshaven sowie nach Ablegung der 2. Staatsprüfung erfolgte 1881 H.s Ernennung zum Regierungsbaumeister. Seit 1882 leitete er im Dienst der Hafenbaugesellschaft Rhein-Ruhr-Kanal-Aktienverein in Duisburg den Bau einer Sperrschleuse im Hafengebiet. 1885 holte ihn Ludwig Franzius nach Bremen als Abteilungsvorsteher beim Freihafenbau. Im Zusammenhang mit ausgedehnten Erweiterungsbauten und der Übernahme der Duisburger Hafenanlagen in städtische Verwaltung bewirkte Feodor Goecke 1889 H.s Berufung als Hafenbaudirektor nach Duisburg. In den folgenden 16 Jahren schuf H. die Grundkonzeption für die Weltgeltung der später vereinigten Duisburg-Ruhrorter Hafenanlagen. Unter seiner Leitung wurden der Innen- und Außenhafen ausgebaut und erweitert sowie der Parallelhafen neu erstellt. Damit konnten auch große Rheinschiffe im Hafen gelöscht werden. H. beschritt neue Wege mit der Anlage und dem Betrieb des Hafenbahnhofes und der Ausrüstung des Hafens mit Kohlenkippern. Diese Maßnahmen bewirkten ein stürmisches Wachstum des Umschlags in den 90er Jahren und schufen eine scharfe Konkurrenzsituation zum benachbarten staatlichen Ruhrorter Hafen. Als dann der preußische Staat dem weiteren Ausbau der Duisburger Hafenanlagen in der Rheinau Schwierigkeiten bereitete, kam es 1905 zur Zusammenlegung der beiden bis dahin getrennten Gemeinden Ruhrort und Duisburg. Beide Häfen wurden in einer Betriebsgemeinschaft unter Leitung des Fiskus zusammengeschlossen. H. trennte sich von Duisburg und folgte einem Ruf der TH Aachen auf eine Professur für Verkehrswasserbau und Grundbau (Rektor 1911–13). Erst kurz vor seinem Tode schied er aus der Lehrtätigkeit aus.

  • Werke

    Neubau e. Sperrschleuse in Duisburg, in: Cbl. d. Bauverwaltung, 1885;
    Die Erweiterung d. Duisburger Hafenanlagen, 1895;
    Neue Hafenanlagen zu Bremen, eröffnet i. J. 1888, 1888 (mit L. Franzius u. a.);
    Die Eisenbahnausrüstung d. Häfen, Duisburg, 1922, = Zs. d. Binnenschiffahrt 13.

  • Literatur

    H. Proetel, A. H., 1930 (Privatdr.);
    Jb. d. Hafentechn. Ges., 1922/23. |

  • Quellen

    Qu.: Stadtarchiv Duisburg.; Verwaltungs-Ber. d. Stadt Duisburg 1889-1905.

  • Autor/in

    Gertrud Milkereit
  • Empfohlene Zitierweise

    Milkereit, Gertrud, "Hirsch, August" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 213 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13758024X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA