Lebensdaten
erwähnt 1243 oder 1245 , gestorben 1272
Beruf/Funktion
Bischof von Naumburg
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137512406 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dietrich von Naumburg
  • Dietrich II.
  • Dietrich von Naumburg
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Zitierweise

Dietrich II., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137512406.html [17.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Dietr. der Bedrängte ( 1221), Mgf. v. Meißen (s. NDB III);
    M Reichsministerialin v. Wolftitz (?); Halbbruder Heinr. der Erlauchte, Mgf. v. Meißen, Landgraf v. Thüringen (1215/16-88).

  • Leben

    Nach zwiespältiger Wahl von seinem Halbbruder Heinrich dem Erlauchten 1243 gegen die Mehrheit des Domkapitels als Bischof durchgesetzt (erst 1245 nach päpstlichem Dispens geweiht), zeigte sich D. Heinrichs politischen Forderungen, die auf Unterstellung des Bistums unter wettinische Landesherrschaft hinausliefen, dennoch nicht willfährig. Er mußte aber 1259 einen Vertrag schließen, demzufolge die Befestigungen der Stadt Zeitz und ein Teil der bischöflichen Burgen geschleift wurden. 1269 mußte das Bistum zu einer wettinischen Landessteuer beitragen. Nicht er, wie man gemeint hat, sondern sein Vorgänger Engelhard hat den Meister des Naumburger Westchores berufen, doch hat D. die Vollendung des Bauwerks und seiner Skulpturen trotz größter finanzieller Schwierigkeiten durchgesetzt (vergleiche seine Urkunde von 1249, die die Namen der Stifterfiguren nennt). Dies ist sein Hauptverdienst. Um die Besserung der Klosterzucht und der Verwaltung des Bischofslandes war er bemüht, ist aber sonst politisch und kirchlich kaum hervorgetreten.

  • Literatur

    ADB V;
    J. P. Lepsius, Gesch. d. Bischöfe d. Hochstifts Naumburg I, 1846, S. 81-98;
    W. Schlesinger, Meißner Dom u. Naumburger Westchor, 1952, S. 38-41;
    Hauck IV.

  • Autor/in

    Walter Schlesinger
  • Empfohlene Zitierweise

    Schlesinger, Walter, "Dietrich II." in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 683 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137512406.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Dietrich II., 17. Bischof von Naumburg, 1242—22. Sept. 1272, Sohn des Markgrafen D. von Meißen, gelangte durch den mächtigen Einfluß seines Bruders, Heinrichs des Erlauchten, mit Verdrängung des rechtmäßig gewählten Peter auf den bischöflichen Stuhl, zerfiel aber mit jenem, als er einer von seinem Vorgänger eingegangenen Uebereinkunft zuwider Zeitz zu befestigen begann und mußte davon abstehen; dagegen nahm er den unterbrochenen Bau|des Naumburger Doms wieder auf. 1268 versöhnte er seine über die ihnen von ihrem Vater abgetretenen Länder in Streit gerathenen Neffen Albrecht und Dietrich. In der Parteiung des Reichs schloß er sich den Gegnern Kaiser Friedrichs II. an, betheiligte sich an Heinrich Raspe's Wahl und trat nach dessen Tode auf Wilhelms von Holland Seite.

    • Literatur

      Lepsius, Geschichte der Bischöfe von Naumburg, Bd. I.

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Dietrich II." in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 189-190 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137512406.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA