Lebensdaten
1680 bis 1746
Geburtsort
Hann. Münden
Sterbeort
Jena
Beruf/Funktion
Professor der Medizin, Experimentalphysik und der Botanik in Jena
Konfession
reformiert?
Normdaten
GND: 117253243 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Teichmeyer, Hermann Friedrich
  • Democritus II.
  • Teichmayer, Hermann Friedrich
  • mehr

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Zitierweise

Teichmeyer, Hermann Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117253243.html [20.10.2019].

CC0

  • Leben

    Teichmeyer: Hermann Friedrich T., Arzt und Professor der Medicin in Jena, ist am 30. April 1685 als Sohn eines Arztes in Hannöversch-Minden geboren. Seine Studien machte er in Leipzig und Jena und beschäftigte sich am letztgenannten Orte gründlich mit der Anatomie. Hier erwarb er 1707 den Doctortitel, ließ sich darauf in Jena definitiv nieder, wurde daselbst 1717 Professor der Experimentalphysik, 1719 außerordentlicher Professor der Medicin, 1727 ordentlicher Professor und las als solcher speciell über Anatomie. Chirurgie und Botanik. T., der auch den Titel eines weimarischen Leibarztes führte, starb am 5. Februar 1746. Von seinen zahlreichen Arbeiten, worunter auch eine große Reihe unbedeutender akademischer Gelegenheitsschnften, Programme und Dissertationen sind, ist die bemerkenswertheste ein Handbuch der gerichtlichen Medicin bezw. Staatsarzneikunde, betitelt: „Institutiones medicinae legalis et forensis“ (Jena 1723, 1740, 1762; deutsch: Nürnberg 1769). Die 25 Capitel,. in denen die Materie — meist compilatorisch — behandelt wird, betreffen die Eintheilung der Altersabschnitte des Menschen, die Primogenitur, die Nothwendigkeit des Kaiserschnitts an einer im Kreißen Verstorbenen, Jungfrauschaft, geheime Schwangerschaft, simulirte Schwangerschaft, Unterschiebung eines Kindes, verschiedene andere Geburtsverhältnisse, Abort, Ueberfruchtung, Mole, Monstrositäten, Hermaphroditen, Impotenz, Beischlafsbehinderung von Seiten des Mannes und der Frau, Simulation und Dissimulation von Krankheiten, Seuchen, Toxicologisches, gerichtliche Section, tödtliche Wunden, Kindesmord, Tortur u. a. — Andere Lehrbücher Teichmeyer's sind betitelt: „Institutiones philosophiae naturalis experimentalis“ (Jena 1712); „Elementa anthropologiae“ (ib. 1718); „Vindiciae quorundam inventorum anatomicorum in dubium revocatorum“ (ebenda 1727); „Institutiones chemiae practicae et experimeutalis“ (ebenda 1729); „Institutiones materiae medicae“ (ebenda 1737); „Institutiones medicinae pathologicae et practicae“ (ebenda 1741); „Fundamenta botanica“ (ebenda 1738). — T. ist noch bemerkenswerth dadurch, daß er schon vor Hellot die sympathetische (Kobalt-) Tinte erfand. — Uebrigens war er auch Haller's Lehrer und späterer Schwiegervater.

    • Literatur

      Vergl. Biogr. Lex. V. 627.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Teichmeyer, Hermann Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 37 (1894), S. 542-543 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117253243.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA