Lebensdaten
1892 bis 1949
Geburtsort
Chicago (Illinois, USA)
Sterbeort
Bad Elster
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135904277 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Beck, Adolf Franz

Orte

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Zitierweise

Beck, Adolf Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135904277.html [25.01.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Otto Beck (1859–1931), Kaufmann;
    M Ida (1866–1934), T des Adolf Pfeiffer, Gießereimeister bei Borsig, Berlin;
    Gvv Karl Beck, Werkmeister bei Borsig;
    Berlin 19.6.1919 Anna Gertrude, T des Heinrich Staub (1873–1943), Kaufmann, und der Anna Hamburger; 3 S.

  • Leben

    B.s Eltern, die deutscher Abkunft waren, kehrten 1893 nach Berlin zurück. B. arbeitete praktisch in der Firma Borsig, Berlin-Tegel, wo er auch seine erste Ausbildung im Laboratorium auf dem Gebiet der Metallanalyse erhielt. Daneben besuchte er ein Technikum in Berlin. Nach kurzer Tätigkeit bei der AEG trat er ins Versuchslaboratorium der Abteilung Elektrometall der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron in Griesheim/Main ein. Nachdem dann die Elektrochemischen Werke in Bitterfeld diese Fabrik übernommen hatten, widmete sich B. hier seit 1915 der technischen Nutzbarmachung des Magnesiums, so der Auffindung geeigneter Legierungen, der Entwicklung von Verfahren zum Vergießen von Magnesium und der konservierenden Oberflächenbehandlung dieser Legierungen. In 65 Patenten ist seine Lebensarbeit festgelegt, von denen viele Weltbedeutung erlangt haben. Auch die unter dem Namen „Hydronalium“ bekannten Aluminiumlegierungen sind auf B.s Forschungsarbeit zurückzuführen. Wegen seiner Verdienste um die Leichtmetallindustrie erhielt er 1934 die Lilienthal-Gedenkmünze und 1939 von der Technischen Hochschule Aachen die Würde eines Dr.-Ing. e. h. 1941 gab er die Leitung der Bitterfelder Leichtmetall-Abteilung auf und widmete sich der Aufgabe, den in großem Maße anfallenden Leichtmetallschrott technisch nutzbar zu verwerten. Die von ihm dazu entwickelten Verfahren sind die einzigen, nach denen im großtechnischen Maßstabe gearbeitet wird. Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde B. zum Hauptdirektor des inzwischen von den Staatlichen Sowjet-Aktiengesellschaften „Kaustik“ übernommenen Elektrochemischen Kombinats Bitterfeld berufen und hat auch hier bis zu seinem Tod am Wiederaufbau erfolgreiche Arbeit geleistet.

  • Werke

    Hdb. üb. Magnesium u. seine Legierungen, 1937.

  • Literatur

    Metallwiss. u. Technik, 1949, Bd. 3, S. 157 f.

  • Portraits

    in: Chemieingenieurtechnik, Jg. 22, 1950, S. 33.

  • Autor/in

    Franz Hendrichs
  • Empfohlene Zitierweise

    Hendrichs, Franz, "Beck, Adolf Franz" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 700 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135904277.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA