Lebensdaten
1907 bis 1944
Sterbeort
an der Ostfront
Beruf/Funktion
Anglist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118161091 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Glunz, Hans Hermann
  • Glunz, Hans
  • Glunz, Hans Hermann
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Zitierweise

Glunz, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118161091.html [25.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann, Bahnmeister;
    M Katharina Weihrauch;
    Köln 1933 Grefe Alwine Koppenberg (* 1906).

  • Leben

    Nach dem Studium der Anglistik wurde G. 1928 bei Max Förster in München promoviert. Ein zweijähriger Aufenthalt in Cambridge wurde mit der Erwerbung des Ph. D. (Cantab.) im Mai 1932 abgeschlossen. Im Juli 1932 habilitierte er sich an der Universität Köln. Anschließend war er als Lektor für Neuenglisch an den Universitäten Köln und Bonn tätig. 1934 erfolgte die Ernennung zum persönlichen Ordinarius und die Bestellung zum Direktor des englischen Seminars der Universität Frankfurt (ab 1936 planmäßiger Ordinarius). 1941 wurde G. als Dolmetscher zur Wehrmacht eingezogen. – G. wissenschaftliche Arbeit umfaßt Untersuchungen auf dem Gebiet der altenglischen Philologie, Beiträge zur Shakespeareforschung und Probleme des mittelalterlichen Dichtungsverständnisses. In den Beiträgen zur Shakespeareforschung widmete sich G. der Untersuchung des Einflusses philosophischer und theologischer Strömungen auf das Werk Shakespeares. Dabei standen die Einwirkung zeitgenössischer Staatsideen auf die Dramen Shakespeares und die Darstellung des humanistischen Menschenbildes in den Werken der Schaffensperiode 1593/94-1596/97 im Vordergrund. In seiner Untersuchung über die Literarästhetik des Mittelalters überschreitet G. den Rahmen seines engeren Forschungsgebietes und behandelt neben den Werken Chaucers Wolfram, den Rosenroman und Dante. Durch Auswertung der mittelalterlichen Gedankensysteme und ihrer Aussagen zur Stellung des Dichters und zur Dichtungsauffassung versucht er, das Eigentümliche der mittelalterlichen Dichtkunst zu erfassen. Mit diesem methodischen Ansatz trat er in Gegensatz zu der von E. R. Curtius gewiesenen Forschungsrichtung, die sich um den Aufweis der Kontinuität der abendländischen Stoff- und Formgeschichte bemüht. Das Verdienst des Forschers G. liegt darin, den Querverbindungen zwischen Literatur, Philosophie und Theologie nachgegangen zu sein und diese in scharfer Begrifflichkeit aufgezeigt zu haben.

  • Werke

    u. a. Die lat. Vorlage d. westsächs. Evangelienversion, Diss. München 1928;
    Die Verwendung d. Konjunktivs im Altenglischen, 1929 (Preisschr. München);
    Britannien u. Bibeltext, Der Vulgatatext d. Evangelien in s. Verhältnis z. irisch-angelsächs. Kultur d. Frühmittelalters, 1930;
    History of the Vulgate in England from Alcuin to Roger Bacon being an Inquiry into the text of some Engl. Mss. of the Vulgate Gospels, Cambridge 1933;
    Die Literarästhetik d. europ. MA, Wolfram, Rosenroman, Chaucer, Dante, 1937, 21963;
    Shakespeare u. Morus, 1938;
    Shakespeares Staat, 1940;
    Der „Hamlet“ Shakespeares, 1940.

  • Autor/in

    Wolfgang Weiß
  • Empfohlene Zitierweise

    Weiß, Wolfgang, "Glunz, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 474 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118161091.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA