Lebensdaten
um 1100 – 1175
Geburtsort
in Polling (Oberbayern)
Sterbeort
Reichersberg
Beruf/Funktion
Dekan und Propst des Chorherrenstiftes Reichersberg ; Propst
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 10093675X | OGND | VIAF: 84482079
Namensvarianten
  • Arno
  • Arno, Reicherspergensis
  • Arno, de Reichersberg
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Zitierweise

Arno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd10093675X.html [28.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    B Gerhoh von Reichersberg.

  • Biographie

    Seinem Bruder zwar nicht ebenbürtig, zählt A. doch zu den bedeutendsten deutschen Theologen seiner Zeit. Vermutlich in Paris ausgebildet, lehnte er die übersteigerte Dialektik Abaelards und dessen Schule ab. Widersprüche in den Anschauungen der Kirchenväter sucht er zu harmonisieren. Im Kampf gegen den durch Folmar von Triefenstein u. a. auflebenden Adoptianismus trat A. gleich seinem Bruder für die Anbetungswürdigkeit der Menschheit Christi ein, da die göttliche und menschliche Natur der einen göttlichen Person angehören. Er verteidigte die wahre Gegenwart Christi in der Eucharistie. Seine meist noch ungedruckten Schriften sind auch kulturgeschichtlich interessant.

  • Werke

    Apologeticus contra Folmarum. hrsg. v. C. Weichen, 1888, in: Migne PL 194, Sp. 1527-38 (Prolog u. Fragment b. Stevert, Sylloge veterum scriptorum, S. 243); Scutum canonicorum regularium (fälschlich unter d. Titel: Liber de ordine canonicorum, Anselm v. Havelberg zugeschrieben, in: Migne PL 188, Sp. 1091-1118), ebenda 194, Sp. 1493-1528;
    Gerhohi sermones XXXI, conscripti ab auctoris fratre Arnone, Codex Lat. Vind., 1558.

  • Literatur

    ADB I;
    M. Grabmann, Gesch. d. scholast. Methode II, 1911, S. 118;
    Hauck IV, 1913;
    J. de Ghellinck, Le mouvement théolog. du XIIme siècle, Paris 1914;
    H. H. Jacobs, Stud. üb. Gerhoh v. R., in: Ztschr. f. Kirchengesch. 50, 1931, S. 315 ff.;
    L. Ott, Unterss. z. theolog. Brieflit. d. Frühscholastik unter bes. Berücksichtigung d. Viktorinerkreises, 1937;
    H. Weisweiler, Drei unveröffentlichte Briefe a. d. christolog. Streit Gerhohs v. R., in: Scholastik 13, 1938, S. 22-48;
    ders., Das wiederaufgefundene Gutachten d. Mag. Petrus üb. d. Verherrlichung d. Gottessohnes gegen Gerhoh v. R., ebenda S. 225-46;
    ders., Rudiger v. Klosterneuburg an d. Seite seiner Brüder Gerhoh u. A. v. R. im christolog. Streit um d. Verherrlichung d. Gottessohnes, ebenda 14, 1939, S. 22-49;
    J. Günster, Die Christologie d. Gerhoh V. R., 1940;
    PRE;
    LThK;
    Enc. Catt. II, 1949.

  • Autor/in

    Johannes Hollnsteiner CanAug
  • Zitierweise

    Hollnsteiner CanAug, Johannes, "Arno" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 376 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10093675X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Biographie

    Arno, seit 1169 Abt des Stifts Reichersberg, 1175, war ein Bruder des berühmten Propst Gerholz und wahrscheinlich wie dieser zu Polling in Baiern geboren. Er verfaßte mehrere theologische Schriften, u. a. eine polemische gegen den Abt Folmar von Triefenstein gerichtete „De carne et anima verbi“, an welcher auch sein Bruder mitarbeitete, ein „Scutum Canonicorum“ etc. — (Kobolt, Bair. Gel.-Lexicon p. 56).

  • Autor/in

    Heigel.
  • Zitierweise

    Heigel, Karl Theodor von, "Arno" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 578 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10093675X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA