Dates of Life
1866 – 1931
Place of birth
Grünberg (Schlesien)
Place of death
Dresden
Occupation
Chemiker
Religious Denomination
evangelisch?
Authority Data
GND: 116642769 | OGND | VIAF: 117820433
Alternate Names
  • Foerster, Fritz
  • Foerster, F.
  • Foerster, Friedrich
  • more

Objekt/Werk(nachweise)

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Citation

Foerster, Fritz, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116642769.html [23.02.2024].

CC0

  • Genealogy

    V August ( 1915, s. Einl.), S d. Frdr. (s. Einl. u. Gen. 3);
    M Anna Eichmann;
    Ov Wilh. (s. 3);
    B Max s. (2);
    1896 Martha ( 1922), T d. Rechtsanw. Leo Zanke in Dt.-Krone;
    2 S, 1 T.

  • Biographical Presentation

    F. studierte an der Berliner Universität Chemie. 1888 promovierte er bei A. W. von Hofmann und wurde nach kurzer Assistentenzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter von F. Mylius an der physikalisch-technischen Reichsanstalt, wo er grundlegende Arbeiten über die chemische Angreifbarkeit des Glases und die Entwicklung von Bestimmungsmethoden zur Bewertung und Klassifizierung technischer Gläser ausführte. Nach der Habilitation an der TH Berlin ging F. 1895 an die TH Dresden, wo er 1898 außerordentlicher, 1900 ordentlicher Professor für Physikalische Chemie und Elektrochemie wurde. Sein Laboratorium wurde Mittelpunkt der elektrochemischen Forschung. F. wandte sich vornehmlich Problemen zu, die auch praktische Bedeutung hatten, unter anderem der Aufklärung der elektrolytischen Raffination des Kupfers und Vorgängen bei der Alkalichloridelektrolyse. Grundlegend waren seine Untersuchungen über den Edison-Akkumulator wie über die Schwefelsauerstoffverbindungen und über die Umsetzungen in der Wackenroderschen Flüssigkeit, die neben den Studien der Verwertung der Kohle als chemischen Rohstoff das Ziel hatten, die in technische Gase aus der Kohle gelangten, dort schädlichen Schwefelverbindungen zu entfernen und nutzbar zu machen. Zu allen Zeiten blieb F. aber auch der Elektrochemie treu, wie die vielen Arbeiten über die kathodischen Abscheidungsformen von Metallen und die damit verbundenen Passivitätserscheinungen beweisen. – F. war ein akademischer Lehrer von mitreißendem Vortrag. Seine Vorlesung war durch eine Fülle sonst nicht gezeigter Experimente ausgezeichnet. Seinen internationalen Ruf begründete das 2bändige Lehr- und Handbuch „Elektrochemie wässriger Lösungen“ (1905, 4. erweiterte Auflage 1923), das der Lehrmeister von Generationen von Studierenden, Praktikern und Theoretikern wurde. – Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (1912), der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (1921), Dr.-Ingenieur Ehren halber (Stuttgart 1913), Geheimer Hofrat.

  • Literature

    H. Menzel, in: Chemiker-Ztg. 55, 1931, S. 769;
    ders., in: Zs. f. physikal. u. Elektrochemie 38, 1932, S. 6 (W, P);
    E. Müller, in: Zs. f. anorgan. allg. Chemie 204, 1932, S. 1 (P);
    G. Grube, in: Zs. f. angew. Chemie 45, 1932, S. 57;
    Pogg. IV-VI.

  • Author

    Arthur Simon
  • Citation

    Simon, Arthur, "Foerster, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 274 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116642769.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA