Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
Tuchmacher- und Industriellenfamilie
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139774416 | OGND | VIAF: 102622846
Namensvarianten
  • Förster
  • Foerster
  • Förster
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Foerster, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139774416.html [03.03.2024].

CC0

  • Biographie

    Alte Tuchmacherfamilie, seit dem 16. Jahrhundert in Grünberg (Schlesien) nachweisbar, die im 19. Jahrhundert zur Großindustrie überging. Jeremias Sigismund ( 1819), Kommerzienrat, besaß um 1800 bereits 30 Spinnmaschinen. Sein Sohn Sigismund August ( 1825) erweiterte das väterliche Exportgeschäft bis Moskau, London, Paris und Amerika. Dessen Bruder Friedrich (1804-73, siehe Genealogie 3), Geheimer Kommerzienrat, war an der Entstehung und Entwicklung vieler Unternehmen beteiligt, unter anderem: Spinnerei „Cockerill, F. & Co.“, Sektkellerei „Häusler, F. & Grempler“ (1826), älteste Braunkohlengrube Schlesiens „Konsolidierte Grünberger Gruben“. Er gründete einen Bildungsverein und beschäftigte sich mit religiös-sittlichen Fragen und mit Himmelskunde. Mit seinen Söhnen August (1837-1915, siehe Genealogie 1) und Friedrich ( 1893) wandelte er die Stammfabrik in die KG „Schlesische Tuchfabrik Jeremias Sigismund F. & Co.“ um. August lebte seit 1891 als Schriftsteller in Charlottenburg. Friedrich gründete zur Förderung der Industrie den Niederschlesischen Kassenverein, dessen Konkurs Ende 1873 den Zusammenbruch sämtlicher F.schen Unternehmungen zur Folge hatte. Aus der F.schen Konkursmasse ging später die größte deutsche Streichgarnfabrik, die „Deutsche Wollenwaren Manufaktur AG“ (vormals J. Oldroyd und G. S. Blakeley), hervor.

  • Literatur

    zum Gesamtartikel: Die Stadt Grünberg i. Schl., hrsg. v. Busse u. E. Stein, 1929;
    Grünberger Bll. 42.Sept.1930;
    E. Clauss, Buch d. Stadt Grünberg i. Schl., 1957. – Zu Jeremias Sigismund: J. Q. Adams, Letters on Silesia, dt.: Briefe üb. Schlesien, aus d. Engl. v. F. G. Friese, 1805, S. 18 ff.; zu Frdr. ( 1873);
    W. Ahrens, in: Weltall 11, 1921, S. 111.

  • Autor/in

    Hans-Henning Zabel
  • Familienmitglieder

  • Zitierweise

    Zabel, Hans-Henning, "Foerster" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 274 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139774416.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA