Lebensdaten
erwähnt 1423, gestorben 1439
Geburtsort
Nördlingen
Beruf/Funktion
Stückgießer ; Baumeister ; Brunnenmeister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 129103527 | OGND | VIAF: 305191013
Namensvarianten
  • Felber, Hans der Ältere
  • Felber, Hans
  • Felber, Hans, der Ältere
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Felber, Hans der Ältere, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129103527.html [15.01.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Hans, Bürger u. Bes. e. Badstube in N.;
    1) vor 1427 N. N., T d. Ratsherrn Conz Beringer in N. u. d. Margaretha N. N., 2) vor 1434 Magdalena, T d. Heinz Medinger in N.;
    S aus 2) Hans ( 1504 kinderlos), reicher Kaufm. in Frankfurt/M.; Verwandtschaft mit Hans Felber d. J., der Anf. d. 16. Jh. als Steinmetz, Ing. od. Büchsenmeister in Ulm gen. wird, u. a. Künstlern dieses Namens ist nicht nachzuweisen.

  • Leben

    F. ist zuerst 1423 als Werkmeister und Büchsenmeister in Ulm nachweisbar. Im gleichen Jahr wurde er von Kaiser Sigmund in geheimem Auftrag nach Preßburg berufen, stand 1424 nach seiner Rückkehr wieder als Stückgießer im Dienst der Stadt Ulm. 1426 wurde er nach Nürnberg berufen, um Anweisungen für den Bau einer Kriegsmaschine zu geben. Als Baumeister ist F. besonders in Nördlingen tätig gewesen, wo er 1425-27 das Kürschnerhaus, eines der ältesten Messeund Kaufhäuser, einen groß angelegten Fachwerkbau mit verschließbarem Innenhof über gewölbtem Keller, erbaute (abgebrannt 1955). Ab 1427 war er am Bau der Nördlinger Georgskirche beteiligt und ist bis 1438 wiederholt in Nördlingen nachweisbar. Wie groß sein Anteil an der Erbauung der Georgskirche ist, besonders, ob ihm tatsächlich der Entwurf zuzuschreiben ist, läßt sich nicht entscheiden: Urkunden, die „Hans Kirchenmeister“ und „Meister Hans von Ulm“ nennen, sind meist richtiger auf Hans Kun, mit dem F. hier und auch 1427 am Ulmer Münster zusammen tätig war, zu beziehen; weitere Kirchenbauten, die eine Zuweisung aus stilistischen Gründen erlaubten, sind von F., dessen Bedeutung in erster Linie wohl auf technischem Gebiet lag, nicht bekannt. Als Brunnenmeister und Wasserbautechniker ist F. in Augsburg nachweisbar, wo er Wasserleitungen und Brunnenwerke anlegte und einen Wasserturm erbaute.

  • Literatur

    A. Weyermann, Neue Nachrr. v. Gel. u. Künstlern …, 1829, S. 95 f.;
    Die Kunstdenkmäler v. Bayern VII, 2, Stadt Nördlingen, bearb. v. K. Gröber u. A. Horn, 1940, S. 47 ff. u. 224 f.;
    G. C. Nagler, Neues allg. Künstlerlex. IV, 1837;
    ThB (auch f. Hans F. d. J.). – Zur Geneal.: Mitt. v. G. Wulz, Nördlingen.

  • Autor/in

    Roswitha Beyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Beyer, Roswitha, "Felber, Hans der Ältere" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 65 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129103527.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA