Arnold, Ignaz Cajetan Theodor Ferdinand

Lebensdaten
1774 bis 1812
Geburtsort
Erfurt
Sterbeort
Erfurt
Beruf/Funktion
Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 100017045 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Arnold, Ignaz Cajetan Theodor Ferdinand (Vornamen wechselnd)
  • Arnold, Ignaz Ferdinand
  • Agrippa von Nettesheim
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Arnold, Ignaz Cajetan Theodor Ferdinand, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd100017045.html [06.12.2016].

CC0

Arnold, Ignatz Cajetan Theodor Ferdinand (Vornamen wechselnd)

Schriftsteller, * 4.4.1774 Erfurt, 13.10.1812 Erfurt. (katholisch)

  • Genealogie

    V Philipp Arnold, kurfürstlicher Kammerrat und Almosenkommissar, Organist an St. Severi in Erfurt; M Margarethe, vermutlich T des Sekretärs des Erfurter bischöflichen Gerichts, Justus Theodor Pabst; Erfurt 14.10.1800 Maria Anna, T des Vorstehers am Cyriacuskloster Seehuber und der Wilhelmine Hohlfeld in Erfurt; 2 K.

  • Leben

    A. war nach seinem mit dem juristischen und philosophischen Doktor abgeschlossenen Studium in Erfurt dort als Advokat tätig, eine Zeitlang auch als Privatdozent und Universitätssekretär, widmete sich aber bald vorzugsweise der Schriftstellerei. Eine vielseitig begabte, aber zwiespältige, an E. T. A. Hoffmann erinnernde Natur, schrieb er, größtenteils anonym oder pseudonym, zahlreiche Räuber-, Schauer-, Gespenster- und Familienromane, daneben Lustspiele, Gedichte und lokalhistorische Arbeiten. Sein musikalisches Talent und Verständnis bewies er um 1800 als Organist an der Ursulinen- und später Severikirche mit der Aufführung von über neunzig berühmten Messen und durch die Herausgabe mehrerer musikgeschichtlicher Werke, darunter Monographien über Dittersdorf, Haydn und Mozart.

  • Werke

    u. a. Der alte Tausendsasa, Posse, Rudolstadt 1799; Der Brautkuß auf d. Grabe, 1801; Erfurt mit seinen Merkwürdigkeilen u. Alterthümern, 1802; Die Nachtwandlerin, 1802; Euridane, d. Tochter d. Hölle, 3 Bde., 1803–09; Das Ganze d. Taschenspielerkunst, 1805; Gallerie d. berühmtesten Tonkünstler d. 18. u. 19. Jh.s, 1810.

  • Literatur

    ADB I; C. Beyer, Neue Chronik von Erfurt, 1821, S. 492; K. Herrmann, Bibl. Erfurtina, 1863, S. 182; C. Müller-Fraureuth, Die Ritter- und Räuberromane, 1894; W. Rullmann, Die Bearbeitungen, Fortsetzungen u. Nachahmungen v. Schillers Räubern, 1910; Goedeke V, 1893, S. 532 f.; Frels; Kosch, Lit.-Lex. I.

  • Autor

    Bruno Sauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Sauer, Bruno, "Arnold, Ignaz Cajetan Theodor Ferdinand" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 386 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd100017045.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Arnold, Ignaz Ferdinand

  • Leben

    Arnold: Ign. Ferd. A., Schriftsteller, geb. 1774 zu Erfurt, wo er als Universitätssecretär lebte und am 13. Oct. 1812 starb. Die lange Reihe seiner meistens anonym erschienenen Schriften, topographischen oder gemeinnützigen Inhalts, Schauer-, Geister-, Familien-Romane, mitunter auch lascive, Lustspiele und Uebersetzungen verzeichnet Meusel G. T. Bd. 9, 13, 17, 22.

  • Autor

    K. G.
  • Empfohlene Zitierweise

    G., K., "Arnold, Ignaz Cajetan Theodor Ferdinand" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 588 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd100017045.html#adbcontent

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