Lebensdaten
1912 - 1996
Geburtsort
Ulm
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Althistoriker ; Historiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118618997 | OGND | VIAF: 9863494
Namensvarianten
  • Straub, Johannes Anton
  • Straub, Johannes
  • Straub, Johannes Anton
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Zitierweise

Straub, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118618997.html [07.12.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph (1879–1966, Oberpostsekr. in U.;
    M Barbara Stücklen (1885–1965;
    1938 Hanni Lielich (1912–98);
    1 S Eberhard (* 1940), Dr. phil. habil., Hist., Publ., 1977–86 Redakteur d. FAZ, 1986–89 d. Stuttgarter Ztg., 1989 d. „Welt“, 1991–97 Leiter d. Abt. Öffentlichkeitsarbeit b. Stifterverband f. d. Dt. Wissenschaft, Essen (s. W), 2 T Hannemarie Lange (* 1939), Veronika (* 1943), Dr. phil..

  • Leben

    S. besuchte das Gymnasium in Ulm und wurde nach dem Studium der Alten Geschichte in Tübingen (1931) und in Berlin (1933–38) bei Wilhelm Weber (1882–1948), den er zeitlebens verehrte, 1938 bei diesem promoviert (Vom Herrscherideal der Spätantike, 1939, Nachdr. 1986); 1942 habilitierte er sich in Berlin mit einer Schrift über die spätantike Sammlung von Kaiserbiographien „Historia Augusta“ (ungedr.); die „Studien zur Historia Augusta“ (1952) waren eine veränderte Wiederaufnahme aus früheren Notizen. 1942/43 war S. Soldat, 1944 wurde er ao., 1948 o. Professor der Alten Geschichte in Erlangen, ab 1953 bis zu seiner Emeritierung 1981 in Bonn. Die Spätantike – auch unter dem Gesichtspunkt des Aufkommens und des Sieges des Christentums –, insbesondere die Historia Augusta, blieb sein Forschungsgebiet.

    S. widmete der Geschichte der röm. Republik und der griech. Geschichte großes Augenmerk. Besonders faszinierte er die Hörer seiner Vorlesungen. Um die Erforschung der zuvor rätselhaften Historia Augusta, deren Autorschaft und Datierung er endgültig klärte, machte er sich auch durch die Einrichtung der „Historia-Augusta-Colloquien“ in Bonn, Paris, Genf, Macerata und Barcelona verdient, die zahlreiche neue Erkenntnisse zutageförderten. 1982 gab S. den letzten, prosopographischen, Band der „Acta Conciliorum Oecumenicorum“ heraus.

  • Auszeichnungen

    A Dr. sc. pol. h.c. (Panteios-Hochschule f. pol. Wiss., Athen, 1965);
    o. Mitgl. d. Dt. Archäol. Inst. (1971), d. Rhein.-Westfäl. Ak. d. Wiss. (1975) u. d. Inst. for Advanced Study, Princeton;
    ausw. Mitglied d. Acc. Nazionale dei Lincei, Rom;
    FS: Bonner Festgabe J. S., hg. v. A. Lippold, 1977;
    Romanitas – Christianitas, hg. v. G. Wirth, 1982;
    Studien z. Gesch. d. röm. Spätantike, hg. v. E. Chrysos, 1989.Weitere W Heidn. Gesch.apologetik in d. christl. Spätantike, 1963;
    Regeneratio imperii, 2 Bde., 1972–86 (Aufs.slg.);
    Nachlaß: Archiv d. Univ. Bonn;
    zu Eberhard: Das bellum iustum des Hernán Cortes in Mexiko, 1976;
    Das Span. Jh., 2004;
    Die Furtwänglers, 2007.

  • Literatur

    St. Speicher, Mit der Wissenslampe, in: FAZ v. 31. 1. 1996;
    H. Roth u. a., In memoriam J. S., 1996;
    R. Urban, Alte Gesch. in Erlangen v. Robert (v.) Pöhlmann bis Helmut Berve, in: Gesch.wiss. in Erlangen, hg. v. H. Neuhaus, 2000, S. 61–65 (P);
    Erlanger Professoren III (L, Qu).

  • Autor/in

    Wolfgang Schuller
  • Empfohlene Zitierweise

    Schuller, Wolfgang, "Straub, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013), S. 486 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118618997.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA