Lebensdaten
um 1460 bis 1532
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 130553093 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Apt, Ulrich der Ältere

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Zitierweise

Apt, Ulrich der Ältere, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130553093.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V wahrscheinlich Peter Apt, der 1460 als Maler im Augsburger Handwerksbuch genannt wird;
    S Ulrich Apt der Jüngere (s. 2), Jakob Apt ( 1518), Michael Apt (erwähnt 1520-27).

  • Leben

    A. war seit 1481 als selbständiger Meister in Augsburg tätig, wo er wiederholt Ehrenämter bekleidete. Die erste größere erhaltene Arbeit, die ihm zugeschrieben werden darf, ist das überlebensgroße, 1491 datierte Fresko des heiligen Christophorus im Augsburger Dom. Malereien für St. Afra auf dem Lechfelde von 1496 sind nicht erhalten, ebenso ein Flügelaltar, den A. 1509 für die Moritzkirche malte. Im Auftrage des Augsburger Patriziers Martin Weiß fertigte A. für die Stiftskirche Hl. Kreuz einen Flügelaltar, auf dessen linkem Flügel die Geburt Christi (heute beschnitten im Windsor Castle) und auf dem rechten die Anbetung des Kindes dargestellt ist (Paris, Louvre, eine Kopie um 1610 in Augsburger Privatbesitz). A. bleibt in seiner Malweise mehr dem rein Deutschen, vor allem dem Schwäbischen verpflichtet,|wenn sich auf dem Boden Augsburgs auch vielfältige Einflußmöglichkeiten des Nordens und Südens begegneten. 1516 beauftragte ihn der Rat der Stadt zusammen mit anderen Augsburger Meistern (u. a. Jörg Breu der Ältere), am Rathaus Ahnenbilder und Kriegsszenen zur Verherrlichung des Kaiserhauses zu malen, die nicht erhalten sind. A. war ein vorzüglicher Bildnismaler, ähnlich wie Leonhard Beck und Hans Holbein der Ältere. Aus stilkritischen Gründen können ihm einige Porträts zugeschrieben werden, so zwei männliche Halbfigurenbildnisse (Dessau, Gemäldegalerie, Wien, Kunsthistorisches Museum), die neben einer tiefen, warmen Farbigkeit eine gediegene Maltechnik aufweisen - Bildniszeichnungen von A.s Hand kennen wir bisher nicht, denn seine Mitarbeit an den Zeichnungen der Augsburger Malerbildnisse (Berlin, Kupferstichkabinett) hat sich als irrig erwiesen. A. muß einen ausgedehnten Werkstattbetrieb gehabt haben, in dem auch seine Söhne arbeiteten.

  • Autor/in

    Margarete Braun-Ronsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Braun-Ronsdorf, Margarete, "Apt, Ulrich der Ältere" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 331 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130553093.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA