Lebensdaten
1825 bis 1880
Geburtsort
Barmen
Beruf/Funktion
Farbenindustrieller ; Gründer der Farbenfabrik Friedrich Bayer & Co.
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 132292068 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bayer, Friedrich

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Zitierweise

Bayer, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132292068.html [21.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Peter Heinrich Friedrich Bayer ( 1839), Bandwirker;
    Gvv Georg Friedrich Beyer, Seidenbandwirker und Weber in Barmen, aus Kaufmannsfamilie in Nördlingen;
    Gmv Anna Helena Schmitz, Lehrerstochter aus Wichtinghausen bei Barmen;
    M Maria Catharina Utermann;
    13.9.1848 Carolina Juliana, T des Kleinschmieds Peter Caspar Hülsenbusch aus Barmen und der Maria Catharina Kiekers;
    S Friedrich Bayer (1851–1920), Geheimer Kommerzienrat, gemeinsam mit H. Th. von Böttinger und C. Duisberg führte er die Farbenfabriken zu ihrer Weltgeltung;
    Schwieger-S Henry Theodor von Böttinger.

  • Leben

    B. kam mit 14 Jahren in Barmen in die Lehre eines Handelsgeschäfts in chemischen Erzeugnissen, wie Schwefelsäure, Soda, Chlorkalk und Salzsäure, und bewährte sich dabei so, daß er in jungen Jahren bereits Stellvertreter seines Lehrherrn wurde. Bald aber fing er an, selbständig mit Chemikalien und den in der Textilindustrie damals verwendeten Farbstoffen zu handeln. Das Geschäft entwickelte sich schnell. Schon nach wenigen Jahren kaufte er ganze Schiffsladungen Farbhölzer auf und vertrieb sie mit eigenen Fuhrwerken in allen Teilen Deutschlands und den angrenzenden Ländern. Weiter ging er dazu über, Farbextrakte herzustellen, für die er guten Absatz fand. Als er dann Anfang der 60er Jahre auf seinen Reisen von den Erfolgen der in England und Frankreich gewonnenen Teerfarbstoffe hörte, bemühte er sich nicht nur, diese zum Weiterverkauf zu bekommen, sondern ging 1861 daran, sie selbst herzustellen. Für die Versuche diente die Waschküche seines Hauses, in der er auch die erste Fabrikation betrieb. Sein Freund F. Weskott prüfte in seiner Färberei die erhaltenen Produkte auf ihre Brauchbarkeit hin. Ein im Garten errichteter Fabrikraum erwies sich bald als zu klein. So entschlossen sich B. und Weskott außerhalb Barmens „in der Oehde“ eine Fabrik unter der Firma „Friedrich B. & Co.“ zu gründen. Der Aufstieg hielt unvermindert an. Die Herstellung anderer Farbstoffe, wie Nachtblau, Seegrün, Viktoriaviolett u. a. wurde mit aufgenommen, und nachdem auch wissenschaftlich vorgebildete Chemiker im Werk tätig waren, wandte man sich der Erzeugung von Azofarbstoffen zu. 1866 begann man mit dem Bau eines neuen Werks an der Wupper unterhalb Elberfeld, so daß in den nachfolgenden Jahren in stetig steigendem Maße Alizarin- und Anilinfarben hergestellt werden konnten. Bei dem frühen Tod von B. zählte die Firma nahezu 400 Werksangehörige und das Verkaufsnetz erstreckte sich über alle Textilzentren der Welt. Die Vorrangstellung des Auslands in der Teerfarbenindustrie war durchbrochen und zugleich der Grundstein für das spätere Welthaus gelegt.

  • Literatur

    H. Pinow, Werksgesch. … d. Farbenfabriken, vormals F. Bayer &
    Co. … 1863-1938, 1938, S. 9 ff. (P); Fünfzig J. B. - Arzneimittel, 1888–1938, 1938;
    A. Lomberg, in: Bergische Männer, 1921, S. 23 f. (L).

  • Autor/in

    Franz Hendrichs
  • Empfohlene Zitierweise

    Hendrichs, Franz, "Bayer, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 677 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132292068.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA