Lebensdaten
1821 – 1876
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Barmen
Beruf/Funktion
Färber ; Mitgründer der Bayer AG
Konfession
evangelisch
Namensvarianten
  • Weskott, Johann Friedrich
  • Weskott, Friedrich
  • Weskott, Johann Friedrich

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Zitierweise

Weskott, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/sfz140911.html [18.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    Aus 1466 erw. Fam. (Westkott, Westkotten) im Wuppertal mit Stammgut Westkotten in Barmen, zu der u. a. d. Garnmeister Hansmann (Johannes) (erw. 1610) gehört;
    V Johann Friedrich Engelbert (1798–1877), Bleicher in Barmen-Ritterhausen (Wildenoye), S d. Engelbert (1754–1822), Bleicher in Barmen-Ritterhausen (Wildenoye), u. d. Maria Katharina Leckebusch (1758–1812);
    M Anna Maria Vieth (1790–1830), aus Schwelm;
    12 Geschw;
    1) 1848 Caroline (1824–58), T d. N. N. Lüttringhaus, Bes. e. Öl- u. Knochenmühle in Oehde/Wupper, u. d. N. N. ( 1886), führte d. Mühle n. d. Tod ihres Mannes weiter, 2) 1859 Lisette Cramer (1824–94);
    2 S aus 1) (1 früh †) Friedrich (Fritz) jr. (1850–1941), seit 1877 Teilh., 1881–87 Mitgl. d. Vorstands- u. d. Aufsichtsrats d. Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., 1 T aus 1) Laura (1849–1920, August Siller, 1843–1908, aus Krefeld, Chemiker, Fabr. in Barmen, 1 S aus 2) Rudolf (1863–1903), 1 T aus 2) Alwine (1861–1919), E Friedrich Richard (1873–1960), Untern., Dir., Mitgl. d. Vorstands d. I. G. Farbenind. AG (s. Wenzel; J. U. Heine, Verstand & Schicksal, 1990, S. 153 f.).

  • Biographie

    Nach seiner Schulzeit in Langerfeld lernte W. 1837 das Färberhandwerk bei der Firma „Karthaus & Otto“ in Barmen. 1848 machte er sich mit einer Baumwollstrangfärberei selbständig, zunächst in gemieteten Räumen in Heckinghausen, später in eigenen Räumlichkeiten in Barmen-Rittershausen. W.s Hauptkunde war die einheimische Nähgarnzwirnerei und Flechterei „Barthels & Feldhoff“.

    Seit 1862 führte W. mit dem Farbenhändler Friedrich Bayer (1825–80), mit dem er seit 1848 bekannt war, Versuche zur Herstellung von Teerfarbstoffen durch. Diese vornehmlich in England neuentwickelten synthetischen Farbstoffe begannen die bisher verwendeten Naturfarbstoffe vom Markt zu verdrängen. Nach erfolgreichen Tests und ersten Verkäufen gründeten W. und Bayer am 1. 8. 1863 die Firma „Friedr. Bayer et comp.“.

    Bayer brachte seine weltweiten, bis in die USA reichenden Kundenbeziehungen ein, während W. die technische Produktion leitete und die Farbstoffe auf ihre Tauglichkeit prüfte. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen – trotz konjunktureller Schwankungen – rasant. Bereits wenige Jahre nach der Firmengründung wurde ein Gelände am Westende von Elberfeld zugekauft und 1878 der Sitz der Firma sowie fast alle Produktionsstätten dorthin verlegt. Die „Elberfelder Farbenfabriken“ beschäftigten zum Zeitpunkt der Umsiedlung rund 200 Mitarbeiter. Seine eigene Färberei unterstellte W. einem Meister und behielt sie bis kurz vor seinem Tod. W. litt an einem chronischen Lungenleiden und starb nach einem abgebrochenen Kuraufenthalt.

    Nach dem Tod von Bayer wurde das Unternehmen 1881 in die Aktiengesellschaft „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“ umgewandelt. Auch Nachfahren W.s und Bayers waren für das Unternehmen tätig. So war W.s Sohn Friedrich jr. seit 1877 Teilhaber und 1881–87 Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied. W.s Enkel Friedrich Richard trat 1896 in das Unternehmen ein und war seit 1921 stellv. Vorstandsmitglied sowie 1926–36 Vorstandsmitglied von Bayer (seit 1925 Teil der I. G. Farbenind. AG).

  • Auszeichnungen

    |F.-W.-Str., Leverkusen-Wiesdorf (seit 1926).

  • Literatur

    |E. Verg, G. Plumpe u. H. Schultheis, Meilensteine, 125 J. Bayer 1863–1988, 1988 (P);
    Richard Weskott, in: Wuppertaler Biogrr. II, 1960 (P);
    Qu Bayer Archiv Leverkusen.

  • Porträts

    |Ölgem. u. Photogr. (Leverkusen, Bayer AG).

  • Autor/in

    Michael Pohlenz
  • Zitierweise

    Pohlenz, Michael , "Weskott, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 27 (2020), S. 879-880 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/sfz140911.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA