Lebensdaten
1863 bis 1926
Geburtsort
Saarbrücken
Sterbeort
Völklingen
Beruf/Funktion
Unternehmer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117533971 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Röchling, Louis
  • Röchling, Louis

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

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Zitierweise

Röchling, Louis, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117533971.html [12.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (s. 1);
    M Alwine Vopelius;
    B Hermann (s. 3); – ledig.

  • Leben

    Nach Besuch des Saarbrücker Gymnasiums brach R. 1882 auf Wunsch des Vaters sein Studium der Chemie ab, um im Ludwigshafener Handelshaus kaufmännische Kenntnisse zu erwerben. 1886 begann er im 1882 gekauften Völklinger Eisenwerk der „Gebr. Röchling OHG“ in der kaufmännischen Verwaltung. Nach Aufnahme als Teilhaber in die Familienunternehmungen 1890 wurde er 1892 kaufmännischer Direktor des Eisenwerks Völklingen; die Geschäftsführung übte er, zuerst gemeinsam mit seinem Bruder Richard und nach dessen Tod mit seinem Bruder Hermann, bis 1926 aus. Nach dem Tod Carl Ferdinands v. Stumm-Halberg (1836–1901) übernahm R. dessen Ämter in der Interessenvertretung der Saarindustrie. So hatte er seit 1901 den Vorsitz des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen im Saargebiet sowie der südwestlichen Gruppe des Vereins Dt. Eisen- und Stahlindustrieller und der Südwestdt. Eisenberufsgenossenschaft inne. Darüber hinaus war R. im Vorstand der Saarbrücker Handelskammer tätig. Nach 1901 vertrat er die Saareisenindustrie in den nationalen Verbänden und Kartellen: 1904 wurde er stellv., 1907 Erster Vorsitzender des Dt. Stahlwerksverbandes, dessen Leitung er erst 1919 nach dem Ausscheiden des Saargebietes aus dem Dt. Reich aufgab; darüber hinaus leitete er den Walzdrahtverband und arbeitete im Verein Dt. Eisen- u. Stahlindustrieller, im Verband Dt. Eisenexporteure, im Dt. Stahlbund, der Roheisen-Verkaufsvereinigung Luxemburg u. a. Verbänden mit. Im 1. Weltkrieg wurde R. aufgrund seiner Verbandstätigkeit Mitglied des in Berlin ansässigen Beirats des Reichskommissars für die Übergangswirtschaft für Eisen- u. Manganerze, der die Produktion der dt. Eisenhütten koordinieren sollte, um eine ausreichende Heereslieferung zu gewährleisten. 1916 wurde R. von Theobald v. Bethmann Hollweg zum Reichskommissar für die Übergangswirtschaft berufen; er fungierte außerdem als Berater in Fragen der Annexion des lothring. Erzbeckens von Briey bzw. der Zukunft des Eisenunternehmens der Familie de Wendel.

    Mitglied der nationalliberalen Partei, betätigte sich R. lokalpolitisch in der Saarregion; 1911-17 war er zudem Mitglied des Rhein. Provinziallandtags. Wegen der Anklage seiner Brüder Hermann und Robert in Frankreich kurze Zeit vom Saargebiet abwesend, nahm R. wieder Wohnsitz in Völklingen und übte weiter die Position des kaufmännischen Direktors des dortigen Eisenwerks aus.|

  • Auszeichnungen

    KR.

  • Literatur

    A. Tille, Das Haus Röchling u. seine Unternehmungen, 1907;
    R. Nutzinger, H. Boehmer u. O. Johannsen, 50 J. Röchling Völklingen, 1931 (P);
    Stahl u. Eisen 2, 1926, S. 1039 (P);
    Kurzbioggr. z. Gem.slg. im Stahlhochhaus Düsseldorf, hg. v. D. Brandenburg, 1996, S. 31 (P);
    G. Seibold, Röchling, Kontinuität im Wandel, 2001 (P).

  • Portraits

    Gem. v. F. Reusing (Stahlhochhaus Düsseldorf) Abb. in: Brandenburg (s. L).

  • Autor/in

    Ralf Banken
  • Empfohlene Zitierweise

    Banken, Ralf, "Röchling, Louis" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 704-705 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117533971.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA