Lebensdaten
1922 bis 2001
Geburtsort
Göttingen
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Graphiker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 129473553 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rebhuhn, Werner

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Zitierweise

Rebhuhn, Werner, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129473553.html [12.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm;
    M Gertrud Henny, geb. Bode;
    N. N.; mind. 4 T.

  • Leben

    Seit 1929 in Hamburg aufgewachsen, studierte R. 1940-44 an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste bei Carl Otto Czeschka (1878–1960) Malerei und Kunst. Erste Arbeiten erschienen 1943 für die Hanseatische Verlagsanstalt. 1946 begegnete R. dem Verleger Ernst Rowohlt (1887–1960), womit eine über 50jährige Zusammenarbeit mit dessen Verlag begann. Interessiert v. a. an Literatur und Kunstgeschichte, entwarf R. Einbände für zahlreiche Werke von Autoren des 20. Jh., die Rowohlt für den dt. Markt entdeckte. Auch für andere Verlage wie Hoffmann & Campe, S. Fischer, Claassen, Blanvalet, Ullstein, Nymphenburger, Kiepenheuer, Piper, Beck und Zsolnay entwarf er Bucheinbände und -umschläge, insgesamt ca. 5000. Für einen Teil der Titel übernahm er auch die Buchgestaltung und Illustration. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Typographie, womit er – neben Willy Fleckhaus (1925–83) – stilbildend auf die Buchgestaltung der zweiten Hälfte des 20. Jh. in Deutschland wirkte. Seine schwungvollen Schriftzüge vor kraftvollen Aquarellen prägten die Buchumschläge weit über die 50er Jahre hinaus. R. begann mit nüchternen klassischen Schriften, wandte sich später handgezeichneten, kalligraphischen Schriftzügen zu und griff in den 70er Jahren auch Formen und Farbigkeit der Pop-Art auf. Er verantwortete die Gestaltung einzelner Reihen des Rowohlt-Verlags wie „rororo monographien“ und „rororo aktuell“ ebenso wie die großen Werkausgaben von Musil, Tucholsky, Sartre und Ingeborg Bachmann. In den 70er und 80er Jahren bestimmten seine Umschläge das äußere Erscheinungsbild des Rowohlt-Programms. Breite Wirkung erzielte er mit seinen Umschlägen für C. W. Cerams „Götter, Gräber und Gelehrte“ (seit 1949) und die Verkaufserfolge von Johannes Mario Simmel im Droemer Knaur Verlag. Dabei verstand er sich als Universalist, der sich in seiner Tätigkeit als Schriftsetzer, -gestalter und Photograph auch der neuen technischen Möglichkeiten elektronischer Medien bediente. Als Schriftgestalter war er auch für die Hamburger Schriftgießerei Genzsch & Heyse tätig und entwarf zwei Auszeichnungsschriften (u. a. Fox, 1953); darüber hinaus arbeitete er auch als Übersetzer.

  • Werke

    u. a. Ill.: zu Ausgg. v. Gottfried Keller, Sieben Legenden;
    De Coster, Herr Halewyn u. Smetse Smsee;
    Cervantes, Novellen;
    Daphnis u. Chloe;
    Ausst.
    u. a. Hamburg 1955, Städt. Gal. Lenbachhaus, München;
    |

  • Nachlaß

    Nachlaß: Gutenberg-Mus., Mainz.

  • Literatur

    Gebrauchsgraphik 1955, H. 7, S. 55 (P);
    M. Hintermeier u. F. Raddatz (Hg.), Rowohlt-Alm. 1908-1962, 1962, S. 666 f.;
    F. Pfäfflin, Kurt Wolff u. Ernst Rowohlt, in: Marbacher Magazin 43, 1987, S. 144 ff. (Abb.);
    H. P. Willberg, Das Buch ist e. sinnl. Ding, Den Büchermachern in die Schule geplaudert, 1993 (Abb.);
    F. Friedl, Die vollkommene Lesemaschine, Von dt. Buchkunst im 20. Jh., 1997;
    50 J. rororo, Eine ill. Chronik, zus.gest. v. U. Naumann u. P. Rössle, 2000 (P);
    F. Pfäfflin, in: FAZ v. 2.2.2001;
    Vollmer;
    Kürschners Graphiker-Hdb. Dtld., Österr., Schweiz, 21967.

  • Autor/in

    Eva Chrambach
  • Empfohlene Zitierweise

    Chrambach, Eva, "Rebhuhn, Werner" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 224-225 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129473553.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA