Lebensdaten
um 1007 bis 1039
Beruf/Funktion
Herzog von Kärnten
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137058624 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Konrad der Jüngere
  • Konrad II. der Jüngere(Salier)
  • Konrad II.
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Zitierweise

Konrad II., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137058624.html [19.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. Geschl. d. Salier;
    V Konrad I. ( 1011), seit 1004 Hzg. v. K., S d. Hzg. Otto v. K. ( 1004, S d. Hzg. Konrad v. Lothringen, 955, s. NDB XII) u. d. Judith;
    M Mathilde, T d. Hzg. Hermann II. v. Schwaben ( 1003, s. NDB VIII);
    Ov Papst Gregor V. ( 999, s. NDB VII);
    Om Hzg. Adalbero I. v. K. ( 1039, s. NDB I);
    B Bischof Bruno v. Würzburg ( 1045, s. NDB II), Bischof Wilhelm v. Straßburg ( 1047);
    Vt Kaiser Konrad II. ( 1039, s. NDB XII); ledig; N (S e. Schw K.s) Konrad III. ( 1061), seit 1056 Hzg. v. K.;
    Groß-N Richwara (wohl T Konrads III., Hzg. Berthold I. v. K., 1078, s. NDB II).

  • Leben

    Nach dem Tode des Vaters wurde K. in der Nachfolge von Heinrich II. zugunsten Adalberos übergangen. Gemeinsam mit seinem Vetter Konrad, dem späteren Kaiser, bekämpfte K. diesen, auch wegen des Erbes von Herzog Hermann von Schwaben, und brachte ihm 1019 bei Ulm eine Niederlage bei. Zugunsten seines Vetters Konrad verzichtete K. als einer der nächsten Verwandten des ausgestorbenen sächsischen Hauses 1025 auf die Wahl zum König. 1027 unterwarf er sich reumütig dem König, nachdem er sich 1026 offen gegen ihn empört hatte. Nachdem Adalbero 1035 durch Spruch des Fürstengerichts als Herzog abgesetzt worden war, wurde K. mit dem um die Karantanische Mark verkleinerten Herzogtum Kärnten belehnt. In den wenigen Jahren seiner Herrschaft diente er dem Kaiser treu, begleitete ihn nach Mailand, konnte aber nicht verhindern, daß EB Aribert von Mailand, der seiner Obhut übergeben war, entfloh. Da ihm kein Eigen- und kein Herzogsgut in Kärnten zur Verfügung standen, verwaltete er sein Amt wie sein Vater wohl vor allem von der Markgrafschaft Verona aus, die damals zu Kärnten gehörte.

  • Literatur

    ADB 17 (auch f. Konrad I. u. III.);
    A. Jaksch, Gesch. Kärntens bis 1355, 2 Bde., 1928 f.;
    H. Pirchegger, Gesch. d. Steiermark bis 1282, 21936;
    Uhlirz.

  • Autor/in

    Hans Jürgen Rieckenberg
  • Empfohlene Zitierweise

    Rieckenberg, Hans Jürgen, "Konrad II." in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 505 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137058624.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Konrad II., der „Jüngere“, Vetter Konrads des „Aelteren“, mit welchem er 1019 bei Ulm die Fehde gegen Adalbero von Eppenstein, den Kärtnerherzog 1012—35 ausfechten half und 1025 die Wahl jenes Vetters als ersten Königs vom Hause der Franken oder Salier erlebte. Als König Konrad II. seinen Todfeind Adalbero 1035, ohne eigentlichen Urtheilsspruch des Herzogthums Kärnten entsetzte, verlieh er letzteres seinem Vetter, der auch 1027 gegen ihn in Waffen gestanden. 1036—37 gab K. dem Könige das Geleite nach Italien, nach Verona und Pavia. Ihm und dem Patriarchen von Aquileja wurden die lombardischen Geiseln, darunter Erzbischof Heribert von Mailand übergeben, welcher jedoch schon bei Piacenza seinen Hütern entkam. K. starb am 20. Juli 1039.

  • Autor/in

  • Empfohlene Zitierweise

    Krones, Franz von, "Konrad II." in: Allgemeine Deutsche Biographie 16 (1882), S. 583 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137058624.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA